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Erst später konsequenter

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Insgesamt zehn Treffer erzielt Alexa Hild für die HSG Gedern/Nidda II im Derby gegen Gettenau/Florstadt mit Yvonne Becker (rechts). © Ralph Lehmberg

Gedern/Nidda (fsr). Das Wetterau-Derby in der Frauenhandball-Bezirksoberliga Gießen zwischen der HSG Gedern/Nidda II und der FSG Gettenau/Florstadt sorgte für ausreichend Spannungsmomente. Am Ende hatte der favorisierte Tabellenzweite aus Gedern und Nidda mit 30:26 die Nase vorn. Dem Sieg ging jedoch ein hartes Stück Arbeit voraus, schließlich lag die am Ende siegreiche Truppe von Trainer Michael Chadim in der Gederner Sporthalle zur Halbzeit noch 14:

16 hinten.

Bezirksoberliga Gießen, Frauen (Gruppe 2): HSG Gedern/Nidda II - FSG Gettenau/Florstadt 30:26 (14:16). Mit dem Heimsieg festigte die Drittliga-Reserve den zweiten Rang in der Gruppe A, die FSG Gettenau/Florstadt droht dagegen die Aufstiegsrunde zu verpassen. Obwohl HSG-Akteurin Alexa Hild mit dem ersten von ihren insgesamt zehn Treffern die Partie für die HSG Gedern/Nidda II gut eröffnete, lief es in der Anfangsphase für die Chadim-Truppe nicht optimal. Viele individuelle Fehler waren zu verzeichnen. Die Gäste kamen zu etlichen einfachen Treffern und lagen in der 12. Minute mit 9:4 in Führung. Schon in dieser frühen Phase der Partie nahm Chadim die erste Auszeit. Die Worte fruchteten sofort, denn mit Treffern der stark aufspielenden Alexa Hild und Luisa Kosor kam die HSG Gedern/Nidda wieder heran. Die FSG Gettenau/Florstadt ließ sich aber nicht abschütteln und überzeugte weiterhin mit einem engagierten Auftritt. Es ging hin und her und schließlich mit einem 14:16-Zwischenstand in die Halbzeitpause.

»Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, in Abschnitt zwei einfacheren Handball mit sicheren Kombinationen zu spielen«, berichtet Michael Chadim. Den besseren Start erwischte aber wieder der Gegner. So zog die FSG Gettenau/Florstadt in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts auf 20:15 davon. Mit einem verwandelten Siebenmeter leitete Helena Appel die Aufholjagd ein. Exakt zur Mitte der zweiten Hälfte war mit dem 22:22 der Gleichstand hergestellt.

»Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen haben uns nicht aus dem Konzept gebracht und die Mädels haben super gekämpft. Auch Torfrau Sandra Stroh zeigte erneut, dass sie auch in kritischen Situationen ihre Mannschaft mit starken Paraden im Spiel hält, aber auch mit deutlichen Worten ihre Vorderleute zu motivieren versteht«, so Chadim. Nach dem 23:23 halfen zwei Torerfolge von Clarissa Feth, während auf der Gegenseite Yvonne Becker in dieser wichtigen Phase einen Siebenmeter verwarf. Den Zwei-Tore-Vorsprung ließen sich die Spielerinnen des Tabellenzweiten nicht mehr aus der Hand nehmen. Im Gegenteil: Die HSG Gedern/Nidda II legte nach, ging am Ende als verdienter 30:26-Sieg vom Feld.

Ein Nachholspiel steht für die zweite Mannschaft der HSG noch an. Ein sportlich bedeutungsloses, da sich Gegner HSG Mörlen nicht für die Aufstiegsrunde qualifiziert hat. »Ich werde diese Partie nutzen, um den Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben, die zuletzt etwas zu kurz gekommen sind«, kündigt Michael Chadim an. Die Pause vor der Aufstiegsrunde will er für Testspiele nutzen.

HSG Gedern/Nidda II: Stroh; Menzel, Naumann, Grube (1), Unger, Feth (4), Heister, Hild (10), Mautz, Berting, Blum, H. Appel (5/3), Kosor (10/1), N. Appel. Zuschauer: 70. Zeitstrafen: keine.

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