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Erleichterung bei den Kickers

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Thomas Sobotzik. © Imago Sportfotodienst GmbH

Region (jm). Die Erleichterung nach dem ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2022 war beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach deutlich spürbar. Thomas Sobotzik hatte nach dem 4:0 (2:0)-Erfolg im Achtelfinale des Fußball-Hessenpokals beim FV Biebrich 02 dessen Bedeutung vor dem zweiten Heimspiel des Jahres am Sonntag (14 Uhr) gegen den KSV Hessen Kassel klar herausgestrichen.

»Das erste Erfolgserlebnis wird uns sicher guttun«, meinte der Geschäftsführer des Regionalligisten Kickers Offenbach.

Sobotzik wusste die Partie natürlich einzuordnen. Schließlich hatten die Offenbacher Profis gegen die drei Klassen tiefer im Abstiegskampf verorteten Wiesbadener erwartungsgemäß gewonnen. Auf dem Kunstrasen in Biebrich hatte der OFC »seriös gespielt« (Sobotzik). Der stabile Auftritt machte aber Mut und gab Fingerzeige.

Die taktische Grundordnung passte. OFC-Trainer Sreto Ristic hatte sein Team in einem 4-1-4-1-System ins Rennen geschickt. Hinten rechts vertraut er nach dem Ausfall von Maik Vetter Winterzugang Paul Milde. Der 27-Jährige interpretiert seine Rolle noch offensiver als Vetter, die Abstimmung mit Serkan Firat funktionierte schon besser als noch beim 2:2 in der Liga in Hoffenheim. Überhaupt ließen die Kickers, die sich beim ersten Hessenpokal-Auftritt beim Gruppenligisten Königstein (2:1) auf gleichem Untergrund noch deutlich schwerer getan hatten, wenig zu. Und wenn, dann läuteten sie Biebricher Torgelegenheiten mit Unkonzentriertheiten selbst ein. Osarenren Okungbowa, der die Rolle des Sechsers einnahm, erlaubte sich eine solche einmal im Spielaufbau, auch Deniz, der in der offensiven Viererkette zentral agierte und mit drei Freistoßtoren glänzte, unterlief einmal ein allerdings folgenloser Fauxpas. Weil Denis Huseinbasic weiter fehlen wird, dürfte Sreto Ristic auch am Sonntag gegen Kassel auf Okungbowa und Deniz in der Mittelfeldzentrale setzen. Es sei denn, er hat Gefallen an der Variante in der zweiten Hälfte gefunden, in der Serkan Firat vor Deniz zentral agierte - und Lucas Hermes rechts auflief.

Der 21-Jährige zeigte erneut, was ihn auszeichnet, aber auch, woran es noch hapert. Mit großem Engagement, Tempo und Mut im Eins-gegen-eins wirbelte er das eine oder andere Mal über die rechte Seite. Ein überhasteter Abschluss, die eine oder andere Ungenauigkeit im Zuspiel und ein ausbaufähiges Defensivverhalten schmälern aber den Gesamteindruck.

Tuma und Hosiner überzeugen

Positiv registriert haben dürfte Ristic die Auftritte von Davud Tuma und Philipp Hosiner. Der Linksaußen scheint die Gunst der Stunde nach Rafael Garcias Ausfall nutzen zu wollen und belohnte sich mit seinem zweiten Treffer binnen vier Tagen zum 3:0.

Die Vorarbeit dazu hatte Winterzugang Hosiner geleistet, der am Ende auch seine Füße beim 4:0 durch Deniz‹ 35-Meter-Freistoßtor im Spiel hatte. »Eineinhalb« Torbeteiligungen dürften dem Österreicher, der in Biebrich nach der Pause für Dejan Bozic ins Sturmzentrum rückte, sicherlich Auftrieb geben.

Auch für Sonntag bietet sich ein Wechselspiel zwischen den beiden an, alleine schon, um die Belastung in der Englischen Woche zu steuern. Die Gäste aus Nordhessen kommen ausgeruhter nach Offenbach, nachdem ihr Achtelfinalspiel im Hessenpokal um eine Woche auf Mittwoch, 2. März, verlegt wurde, weil beim Gegner Lichtenauer FV mehrere Corona-Fälle aufgetreten waren.

Beim KSV Hessen hat sich die Infektionslage beruhigt. In Frederic Brill, Nael Najjar und Marcel Fischer kehrten beim 0:2 gegen Elversberg drei Akteure nach überstandener Corona-Infektion zurück. Einzig Steven Rakk ist noch in Quarantäne. Abwehrspieler Maurice Springfeld fehlt in Offenbach aus einem anderen Grund: Er sah gegen SV Elversberg bereits seine fünfte Gelbe Karte.

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