1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Enorme Drucksituation

Erstellt: Aktualisiert:

kaspor_2905_25548254_300_4c
Justin Lohrey (links, Alemannia Gedern) lässt seinen Rosenhöhe-Kontrahenten nicht entwischen. FORTO: SEZ © Achim Senzel

Gedern/Nidda/Oberau (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt für den FC Alemannia Gedern nach dem gestrigen 36. Spieltag jetzt wohl nur noch theoretischer Natur. Der Büdinger Kreisvertreter kassierte gegen den Tabellenweiten SG Rosenhöhe eine 3:5 (2:1)-Heimniederlage. Da alle Mitstreiter im Überlebenskampf erneut gepunktet haben, vergrößerte sich der Rückstand auf den rettenden 14.

Tabellenplatz auf nunmehr sieben Zähler. Selbst bei einem Sieg am kommenden Mittwoch im Nachholspiel beim SVG Steinheim, muss an den verbleibenden beiden Spieltagen dann schon alles für den FCA laufen, will man den Ligaverbleib tatsächlich noch eintüten. Von Seiten des SC Viktoria Nidda blieb eine Schützenhilfe erneut aus. Obgleich das Tabellenschlusslicht bei der SG Marköbel eine gute Leistung zeigte und mit 2:1 zur Halbzeit führte, hatte die Gänsweid-Elf am Ende mit 2:3 das Nachsehen. Nach langer Durststrecke holte der frisch gekürte Büdinger Kreispokalsieger Sportfreunde Oberau in der Liga wieder einmal drei Punkte. Und dabei gerieten die Grün-Weißen noch nicht einmal ins Schwitzen. Das Auswärtsspiel bei der Hessenliga-Reserve des FC Hanau 93 gewannen die Sportfreunde kampflos, da der Gastgeber wegen Personalmangel nicht angetreten war.

FC Alemannia Gedern - SG Rosenhöhe 3:5 (2:1). Nach den Ergebnissen des letzten Wochenspieltages hatte sich die Drucksituation für den FCA noch einmal erhöht. Und nach dem verlorenen Kreispokalendspiel gegen Ligakonkurrent Sportfreunde Oberau lautete die spannende Frage vor diesem so schweren aber auch richtungsweisenden Heimspiel gegen den Tabellenzweiten: Wie hat der FCA diese Niederlage weggesteckt? Eine erste Antwort gab Spielertrainer Jannik Jung schon nach zehn Minuten: Nach einem schnell vorgetragenen Konter umkurvte Jung noch SG-Keeper Läpple und schloss zur frühen 1:0-Führung ab. Zuvor aber hatten die favorisierten Gäste zwei gute Möglichkeiten zur Führung, als Gallus zunächst an FCA-Keeper Jan Schaller scheiterte (8.) und nur eine Minute später der gleiche Spieler mit einem Schlenzer das FCA-Gehäuse knapp verfehlte. In einem von der ersten Minute an temporeichen Spiel ergaben sich für die Hausherren immer wieder gute Konterchancen. So auch in der 13. Minute, als Justin Lohrey beim Abschluss den Ball knapp am SG-Gehäuse vorbei setzte. Nur vier Minuten später scheiterte Jung völlig freistehend an Gästekeeper Läpple. Der FCA bis dato mit einem Chancenplus und wenig später ein zweites Mal erfolgreich: Nach schöner Kombination im Gästestrafraum schloss Anton Krutenko zum 2:0 ab (19.). In der 22. Minute stand FCA-Keeper Schaller wieder im Fokus, als er stark gegen Rüger klärte. Gedern startete immer wieder schnelle Gegenangriffe und nach knapp einer halben Stunde klärte SG-Keeper Läpple in letzter Sekunde vor dem durchgebrochenen Krutenko (29.). Glück für den FCA, als Gallus sich energisch durchsetzte und den Ball an den Pfosten setzte (36.). Die SG drängte jetzt auf den Anschlusstreffer, doch Schaller hielt bei einem Freistoß von Weber (38.) und einem Schuss von Gallus (39.) zunächst seinen Kasten sauber. Machtlos war der Gederner Torsteher aber, als Robin Weber dann vor der Pause doch noch der 2:1-Anschlusstreffer gelang (41.). Kurz darauf die Riesenchance für den FCA die Führung wieder auf zwei Tore auszubauen. Justin Lohrey lief alleine auf das Gästetor zu, setzte den Ball aber knapp am Pfosten vorbei. Bei besserer Chancenverwertung hätte der FCA höher führen können (müssen).

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Der Offenbacher Kreisvertreter gab jetzt klar den Ton an und hatte durch Weber die erste Riesenchance, als dieser nur die Unterkante der Latte traf (55.). Drei Minuten später stand Dahri goldrichtig und köpfte eine Flanke zum 2:2-Ausgleich ein (58.). Der FCA, in der Offensive jetzt längst nicht mehr so präsent, hatte dennoch eine Großchance zur neuerlichen Führung, als Krutenko nach Zuspiel von Lohrey aus acht Metern den Ball am leeren Tor vorbei setzte (65.). Besser machte es der Gast, der durch Robin Weber zwei Minuten später erstmals in Führung ging (67.). Die Vorentscheidung fiel in der 71. Minute, als Christian Rüger zwei FCA-Spieler und Keeper Schaller austanzte und zum 2:4 vollstreckte (71.). Einen der wenigen Fehler der SG Rosenhöhe im Spielaufbau nutzte Anton Krutenko, als er in der 75. Minute zum 3:4-Anschlusstreffer abschloss. Der FCA öffnete in den Schlussminuten die Abwehr und kassierte kurz vor Spielende noch den fünften Gegentreffer. Dahri schloss einen Konter der Gäste zum 3:5-Endstand ab (89.). Fazit: Der FCA versäumte es in der ersten Halbzeit das klare Chancenplus in eine höhere Pausenführung umzumünzen.

FCA Gedern: Schaller - Barschtipan, Gölz, Heck, Volz (72./Horchler), Krutenko, Oechler (78./Mehic), J. Lohrey, Vonalt, Emrich, Jung (60./Laubach).

SG Rosenhöhe: Läpple - Pfitzer, Fazio, Rüger, Weber, Gallus, Sachs, Curth (72./Kraus), Harmanci, Filges, Dahri. Tore: 1:0 (10.) Jung, 2:0 (19.) Krutenko, 2:1 (41.) Weber, 2:2 (57.) Dahri, 2:3 (67.) Weber, 2:4 (71.) Rüger, 3:4 (75.) Krutenko, 3:5 (89.) Dahri. Schiedsrichter: Elias Appel. Zuschauer: 120.

SG Marköbel - SC Viktoria Nidda 3:2 (1:2). Die SG Marköbel hat die erhofften und in der Klassenerhalts-Rechnung eingeplanten Punkte gegen Viktoria Nidda eingefahren. Ein Selbstläufer war der Heimsieg aber keinesfalls, denn die Hammersbacher mussten in der zweiten Hälfte einen 1:2-Rückstand aufholen, was durch einen verwandelten Elfmeter von Daniel Schabet (73.) und wenig später dank eines Treffers von Can Kayalar auch gelang. Schon in der ersten Halbzeit deutete sich an, dass Nidda nicht gewillt war, die Punkte herzuschenken. »Die Viktoria ist ganz und gar nicht wie ein Absteiger aufgetreten, sondern war von Beginn an ein gefährlicher Gegner«, berichtete SGM-Sprecher Leon Völke. Dennoch hofften die Gastgeber, dass die Partie nach dem 1:0 den zuvor erwarteten Verlauf nehmen wird. Can Kayalar stand nach einer Ecke in der 34. Minute goldrichtig und netzte zum 1:0 ein. Mit einem von Arsen Dashyan verwandelten Elfmeter und dank eines unglücklichen Eigentors von Andre Naumann drehten die Gäste den Spieß um. Nach dem Seitenwechsel spielte die Truppe von Spielertrainer Christoph Pilch einige gute Konter und hätte mit einem dritten oder gar vierten Treffer der SGM den Knockout versetzen können. So aber kam Marköbel nach einem Elfmeterpfiff wieder ins Geschäft (Foul an Sven Wesenberg) und war nach dem 3:2 plötzlich happy. Am Ende hätte die Rohleder-Elf die Führung sogar noch ausbauen können. Die Erleichterung über die drei Punkte war am Ortsmittelpunkt groß. »Gerade mit Blick auf die anderen Ergebnisse war der Sieg wichtig. Wie er zustande kam, doch fragt später keiner mehr danach«, meinte Leon Völke.

SG Marköbel: Sticher - Naumann, Vetchel, Karges, Roloff (58./ Wesenberg), Kuhl, Mäser (58./ Bashir), Schabet, Maisch, Kayalar, Stötzer

SC Viktoria Nidda: Popa - Pilch, Scheffler, Geyer (80./Flick), Kurdjan (80./Dalinger), Rauch, A. Dashyan, Jusufi, Hofmann, Rafaelyan, Matheis. Tore: 1:0 Can Kayalar (34.), 1:1 Dashyan (38./FE), 1:2 Eigentor Naumann (45.+1), 2:2 Schabet (73./FE), 3:2 Kayalar (76.). Schiedsrichter: Sönmez (Friedrichsdorf). Zuschauer: 80.

kaspor_2905_25548252_300_4c
Anton Krutenko (FC Gedern) marschiert zielstrebig in die gegnerische Hälfte. FOTO: SEZ © Achim Senzel

Auch interessant