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Endlich wieder auf Zeitenjagd

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Klassische Fahrzeuge wie diese Toyota Celica von Edgar Lampas aus Nidda gehören zu den Publikumslieblingen beim Bergpreis Schottenring. © Oliver Potengowski

Rudingshain (ten). Nach zwei Jahren Zwangspause wegen der Corona-Pandemie startet am Wochenende der 17. Internationale ADAC Bergpreis Schottenring. Mehr als 140 Starter zeigen, wie sehr die Szene darauf gewartet hat, endlich wieder auf Zeitenjagd am Berg zu gehen. Timo Neumann, Vorstandsmitglied des ausrichtenden MSC Rund um Schotten rechnet mit einem sehr spannenden Rennen.

Bis wenige Tage vor dem Start hatte der Vorstand des MSC Rund um Schotten im Frühjahr 2020 gehofft, dass die beginnenden Corona-Pandemie ihn nicht zur Absage des 17. Internationalen ADAC Bergpreises zwingen würde. Umso größer war die Enttäuschung bei den Organisatoren, dass die Entwicklung von Infektionszahlen und Auflagen das Traditionsrennen schließlich unmöglich machten.

Dass der MSC Rund um Schotten die zwei Jahre, in denen er keine Rennen ausrichten konnte, gut genutzt hat, wird durch einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent auf jetzt 421 Mitglieder deutlich. Helfer des Vereins waren unter anderem auf dem Nürburgring und in Spielberg in Österreich im Einsatz. Als sich Ende letzten Jahres abzeichnete, dass in diesem Jahr wieder ein Bergrennen möglich wäre, wurden umgehend die Anträge für eine Genehmigung gestellt. Seit knapp zwei Monaten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Peter Thumbeck übernimmt Leitung

142 Nennungen - davon 93 für den ADAC Bergpreis und 49 für die Gleichmäßigkeitsläufe - zeigen, dass auch die Bergrennszene sehnlichst auf den Neustart gewartet hatte. Darunter sind eine ganze Reihe Publikumslieblinge wie Jochen Stoll mit einem Porsche 911 GT3 Cup oder Christian Handa, Sohn der Bergrennlegende Norbert Handa. 2019 startete er mit seinem Lancia Integrale EVO3 noch in der Gleichmäßigkeitsklasse.

Neben Allrad und Heckantrieb sind auch Frontantriebsfahrzeuge in Rudingshain zu sehen. Fahrzeuge wie der Spieß VW Scirocco I von Erwin Buck zeigen das Potenzial sorgfältig aufgebauter klassische Rennwagen. In der Gleichmäßigkeitsprüfung geht Mario Ittmann aus Lauterbach mit einem Opel Kadett GTE, der zeitlebens im Schatten des Golf GTI stand, an den Start. Traditionell stärker vertreten sind bei den Bergrennen Hecktriebler wie Porsche 944 GTR (Stefan Bodin, Ober Mörlen), BMW M3 E36 (Maurice Moffang, Nidda), Irmscher Opel Manta A Gruppe 2 (Hans-Jürgen Schnabel) oder Opel Kadett C (Ralf Köhl, Ranstadt). Letzterer hatte 2019 die Ehre, den damaligen Hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer als Schirmherren des Bergpreises in Renntempo über die Strecke zu chauffieren.

Dieses Jahr konnte der MSC Rund um Schotten den Hessischen Landtagspräsidenten Boris Rhein als Schirmherr gewinnen. »Diese Unterstützung ist für den Verein und alle ehrenamtlichen Helfer eine sehr wichtige Anerkennung für unsere Arbeit betont der Vorsitzende des MSC Wolfgang-Wagner Sachs. In diesem Zusammenhang dankt er auch der Stadt Schotten, den Bewohnern von Rudingshain und den Vereinen des Dorfes und der Stadt, ohne die es nicht möglich wäre, seit rund 20 Jahren den Bergpreis auszurichten.

Neumann ergänzt, dass insbesondere der VfR Rudingshain sowie die Feuerwehren aus Rudingshain, Kaulstoß und Götzen sowie die Bergwacht wesentliche Stützen des Bergrennens sind. Unter den Mitgliedern des MSC dankt er explizit der Jugendabteilung mit dem Leiter Alexander Kämmer.

Neumann betont, wie wichtig der bisherige Rennleiter Kevin Ferner, der unter anderem das Nennsystem mit aufgebaut hat, für die bisherige Entwicklung des Bergpreises gewesen ist. In diesem Jahr wird mit Peter Thumbeck das Rennen unter neuer aber gleichfalls erfahrener Leitung gestartet.

Noch spannender als in den Vorjahren wird bei der 17. Auflage des Traditionsrennens der Kampf um den Gesamtsieg werden. Denn bisherige Favoriten wie Holger Hovemann mit seinem Opel Kadett C V8 GTR oder Herbert Pregartner mit Porsche GT2 R werden in diesem Jahr nicht an den Start gehen. Weil die Teilnehmer die letzten beiden Jahre genutzt haben, um ihre Autos zu verbessern und es nahezu keine Möglichkeit zu einem direkten Leistungsvergleich gab, ist der Ausgang des 17. Internationalen ADAC Bergpreises völlig offen.

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