1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ein Gegner »mit hoher Qualität«

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Markus Röhrsheim

Region (mro). Nach dem spielfreien Osterwochenende geht es für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg mit Volldampf in den Saisonendspurt. Bereits zum dritten Mal nimmt man Anlauf, den HSC 2000 Coburg zu empfangen: Heute um 19.30 Uhr soll dann endlich im Sportzentrum gespielt werden.

Der Terminstress: Nachdem Anfang März die Partie des 25. Spieltages wegen mehrere Coronafälle bei den Gästen abgesagt werden musste, holt der TVH heute das zweite von vier verlegten Spielen nach. Der erste Ersatztermin am Gründonnerstag musste ebenfalls gestrichen werden. Denn während Hüttenbergs tschechischer Kreisläufer Vit Reichl nach seiner Corona-Erkrankung weiter aufgrund einer Herzmuskelentzündung zum Zusehen verdammt ist, wurden in der vergangenen Woche die Coburger Karl Toom (Estland), Lukas Juskenas (Litauen), Milos Grozdanic (Serbien) und Dieudonné Mubenzem (Tschechien) zu Auswahlmaßnahmen berufen. Aller guten Dinge ist bekanntlich drei. So hoffen die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim, heute ihre starke Heimbilanz (bisher 20:6 Punkte) mit einem Sieg weiter auszubauen. »Wir wollen unsere Fans wieder mitnehmen und über uns hinauswachsen«, gibt TVH-Trainer Johannes Wohlrab die Marschroute vor.

Der letzte Spieltag: Coburg musste sich unverrichteter Dinge auf den Heimweg aus Bietigheim machen. Ausnahmsweise war es nicht Corona, sondern durch das Hallendach drang an mehreren Stellen Regen in die Halle und ließ das Spiel ausfallen. »Das war sehr kurios, denn es gab ja in Bietigheim keinen Tsunami, sondern es hat einfach nur geregnet«, schilderte HSC-Geschäftsführer Jan Gorr die Gegebenheiten vor Ort. Der TVH musste eine 25:32-Schlappe beim VfL Lübeck-Schwartau hinnehmen und ist nun seit vier Spielen auswärts sieglos. Der jungen Mannschaft merkte man an, dass arrivierte Stammkräfte wie Vit Reichl und Rückraumspieler Hendrik Schreiber, bei allem Bemühen der Nachwuchskräfte, nicht einfach zu ersetzen sind.

Besonderer Gegner: Bereits seit Jahren ist der HSC 2000 Coburg ein besonderer Gegner. Mit Merlin Fuß, dem ehemaligen WG-Mitbewohner von Ian Weber, und Hendrik Schreibers gutem Freund Dieudonné Mubenzem kehren zwei Spieler zurück, die bis Sommer noch das TVH-Trikot trugen. Genau wie Rechtsaußen Florian Billek. Der gebürtige Heuchelheimer hat allerdings bereits vor zehn Jahren Mittelhessen genauso verlassen wie HSC-Geschäftsführer Jan Gorr. Nicht mehr zum Reigen der Ex-TVHler zählt dagegen Alois Mraz, der bereits nach sechs Spieltagen aufgrund ausbleibender sportlicher Erfolge von seinem Trainerposten entbunden wurde. Aber auch unter seinem Nachfolger Brian Ankersen belegt der Erstligaabsteiger aktuell nur einen nicht zufriedenstellenden 15. Platz. Lediglich zwei Pluspunkte rangiert man vor den Abstiegsrängen. Hat aber, wie der TVH auch, noch drei Spiele nachzuholen. Dass die Vestestädter aber mit den Topteams der Liga mithalten können, zeigen die Spiele vor dem letzten Unentschieden in Aue. Die Eulen Ludwigshafen besiegte man knapp mit einem Tor Differenz. Genauso eng musste man sich aber dem Tabellendritten ASV Hamm und -vierten TUSEM Essen geschlagen geben. »Das zeigt die Ausgeglichenheit dieser Liga«, lässt sich Johannes Wohlrab vom Tabellenstand nicht blenden. »Das ist eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität. Sie schaffen es nur oft nicht, diese als Mannschaft auf die Platte zu bringen.« Billek und Fuß sind zusammen mit Linkaußen Milos Grozdanic die besten Schützen der Gäste. Zudem überzeugt der bereits 40-jährige Keeper Jan Kulhanek immer noch mit einer starken Fangquote von 30 Prozent. Gute Erinnerungen hat der TVH an das Hinspiel, das mit einem 30:27-Auswärtssieg endete.

Auch interessant