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Ein dominanter Meister

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Die Spieler des VfB Rodheim/Horloff lassen Meister-Trainer Samet Akbal hochleben. © Achim Senzel

Rodheim (flo). Nein, die Meisterschale haben die Fußballer des VfB Rodheim/Horloff noch nicht in die Höhe stemmen dürfen. Darauf muss der frischgebackene Meister der Kreisliga B 1 Büdingen noch ein paar Tage warten, nämlich bis zum Saisonabschluss auf eigenem Platz am 27. Mai. Das große Ziel aber ist seit Sonntag erreicht: Durch den ungefährdeten 4:

1-Auswärtserfolg beim TSV Stockheim steht die Truppe von Trainer Samet Akbal vorzeitig als Titelträger der B-Liga sowie als Aufsteiger in die Kreisliga A fest (wir berichteten).

Die Zahlen sprechen für sich und dokumentieren, mit welcher Überlegenheit sich der VfB Platz eins sicherte: Nach 20 absolvierten Partien stehen 17 Siege, zwei Unentschieden und gerade einmal eine Niederlage, das 2:4 gegen den TSV Vonhausen vergangene Woche, zu Buche. Zehn Punkte Vorsprung auf den Rangzweiten SSV Lindheim resultieren daraus. »Es war von Anfang an unser Ziel aufzusteigen. Und es war für uns auch die Pflicht, in dieser Saison aufzusteigen«, ordnet Akbal ein. Seit der Saison 2021/22 ist der 30-Jährige, der zuvor das Tor des SC Viktoria Nidda hütete, bei den Hungenern, führte das vorher in den Niederungen der Kreisliga B herumdümpelnde Team zunächst auf Platz vier und nun an die Spitze. Akbals Vertrag beim VfB wurde dementsprechend freilich längst für die nächste Saison verlängert.

Trainerteam breiter aufgestellt

Nach einem perfekten ersten Saisonabschnitt - bis zur Winterpause sackte Rodheim in zehn Spielen ebenso viele Siege ein - tat sich der Meister nach der Winterpause etwas schwerer, spielte nicht mehr so überzeugend wie zuvor. War man sich seiner Sache schon zu sicher? Akbal nickt. »Die Jungs waren im Kopf schon in der A-Liga. Unsere Rückrundenvorbereitung war mit drei Wochen zu kurz. Das war auch ein Fehler von mir, ich habe zu viel gelobt. Daraus habe auch ich gelernt«, sagt der Trainer, der aktuell verletzt ist, sonst aber auch im VfB-Tor steht. Ein 3:3 gegen Ranstadt II Ende April und das 2:4 gegen Vonhausen zuletzt verhinderten die noch frühere Fixierung der Meisterschaft, »dafür haben wir in Stockheim eines unserer besten Spiele abgeliefert«, so Akbal.

Die Vorbereitung auf die Kreisliga A hat freilich schon begonnen. Rodheim hat das Trainerteam breiter aufgestellt, Akbal wird zukünftig von zwei Assistenten, einem Torwartcoach und einem Masseur unterstützt. Der höherklassig erprobte Selahattin Deliktas, einer der beiden Co-Trainer, ist seit Anfang Mai zusätzlich bereits als Spieler an Bord. Als Neuzugänge stoßen zudem der zweikampfstarke Verteidiger Kahraman Oluk (von der FSG Laubach) sowie Mittelfeldspieler Baris Demir (von der SG Dauernheim/Ober-Mockstadt) dazu. »An ein, zwei Spielern«, verrät Akbal, »sind wir noch dran, um einen breiteren Kader zu haben.«

In der A-Liga eine gute Rolle spielen

Dieser soll dann auch eine Spielklasse höher für Furore sorgen. An der Spielidee will der Trainer jedenfalls nichts ändern: Keine lang geschlagenen Bälle, sondern Kombinationsfußball aus der Abwehr heraus soll es sein, der Aufsteiger um Torjäger Olcay Kilic (16 Tore) will auch in der A-Liga dominant und mit spielerischen Mitteln auftreten. »Wir wollen eine gute Rolle spielen und einen einstelligen Tabellenplatz erzielen«, blickt Akbal auf die nächste Saison.

Übrigens: Ehe beim VfB Rodheim/Horloff 2013 für sechs Jahre der Spielbetrieb eingestellt wurde, spielte der Klub auch schon in der Büdinger Kreisliga A, seinerzeit als FSG Borsdorf/Rodheim. Dass mit dem VfB zu rechnen ist, hat das Abschneiden im Kreispokal gezeigt: Mit dem Kreisoberligisten Eschenrod (5:1) sowie den A-Ligisten Rudingshain (7:0) und Altenstadt (5:3) wurden drei höherklassige Teams aus dem Wettbewerb geworfen, ehe gegen den späteren Finalteilnehmer FC Lorbach (1:3) Schluss war.

Abschlussfahrt geht nach Prag

Zwei Spiele stehen noch an in dieser Saison, zunächst gegen den BV Rinderbügen, dann gegen die SG Ober-Lais/Lißberg. »Wir lassen nichts austrudeln«, kündigt Akbal an. »Die, die nicht so viele Spielanteile hatten, werden ihre Chancen bekommen. Aber wir werden so auftreten, dass wir diese Spiele gewinnen wollen.« Nach der Partie gegen Ober-Lais/Lißberg am 27. Mai wird gefeiert, ehe es tags darauf nach Prag zur Abschlussfahrt geht. Dann auch mit der Meisterschale in den Händen.

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