Echtes Abstiegsduell

  • schließen

Region (aw/red). Während Tabellenführer Kickers Offenbach pausiert, steigt das Topspiel des 22. Spieltags der Fußball-Regionalliga Südwest am Sonntag in Elversberg, wo die Ulmer ihre Visitenkarte abgeben.

Elversberg-Cheftrainer Horst Steffen: »Da treffen zwei angeschlagene Spitzenteams aufeinander«. Denn in einer Durststrecke befindet sich aktuell die Heimmannschaft - mit 1:3 musste sich die »Elv« am vergangenen Sonntag bei den Kickers aus Offenbach geschlagen geben und kassierte somit die vierte Saisonniederlage. Der Lauf von 15 Spielen ohne Niederlage gestoppt, zweimal in Folge als Verlierer den Platz verlassen - die SVE kann auf durchaus erfolgreichere Wochen zurückblicken. 35 gesammelte Punkte aus 19 Partien ziert die Elversberger Bilanz. Damit befinden sich die Mannen um SVE-Trainer Horst Steffen neun Zähler hinter der Tabellenspitze, bei einem Spiel weniger. Die von vielen als Favorit auf die Meisterschaft betitelten Saarländer hinken in der laufenden Spielzeit ihren Ansprüchen hinterher und müssen nun schleunigst zurück in die Erfolgsspur finden, um den Traum »Aufstieg« weiter vor Augen zu halten. Lichtblick ist hierbei die starke Offensivabteilung der Gastgeber, welche mit 45 Treffern die meisten Tore erzielte. Fünf Punkte mehr als der Kontrahent sammelten die »Ulmer Spatzen« bis dato. Unter anderem auch im Hinspiel der kommenden Begegnung, welches der frühere Bundesligist mit 4:2 für sich entschied.

Ein Abstiegsduell, in dem der Tabellenletzte TSV Schott Mainz auf den Tabellensiebzehnten FC Gießen trifft bzw. auch das Duell der beiden schlechtesten Offensivreihen (je 16 Treffer): Beide Parteien wissen, dass es sich in diesem brisanten Duell um ein Sechs-Punkte-Spiel handelt. Mit 19 gesammelten Zählern verweilt der FCG aktuell auf dem 17. Tabellenplatzund somit auf einem direkten Abstiegsplatz. Nur ein Punkt trennt die Mannschaft aus Mittelhessen von dem vorzeitig rettenden Ufer und dem möglichen Verbleib in der Regionalliga Südwest. Mindestens genauso viel steht für das Schlusslicht aus Mainz auf dem Spiel. Mit lediglich zwölf Punkten auf dem Konto aus 19 bestrittenen Partien hat der TSV aktuell den Anschluss an den Tabellenvorletzten verloren. Der Sechs-Punkte-Rückstand muss schleunigst reduziert werden, um den Traum vom Klassenerhalt weiter vor Augen zu haben. Die Zuschauer dürfen sich ab 14 Uhr am heutigen Samstag auf einen Abstiegskracher freuen, in dem beide Kontrahenten bis an ihr Maximum gehen werden, um die dringend benötigten drei Zähler einzufahren.

Formschwächstes Team, seit drei Spielen ohne eigenen Treffer, sechs Spiele ohne Dreier - die Wochen der Tristesse erlebt aktuell der FSV Frankfurt, welcher sich mit 18 Punkten zurzeit auf Platz 18 befindet. Die negativen Stimmen um den FSV reißen nicht ab, wollte der letzjährige Tabellensechste diese Saison genauso erfolgreich gestalten. Jedoch sieht die bittere Wahrheit anders aus und um den Verbleib in der Südweststaffel zu sichern, müssen schleunigst drei Zähler her. TSG-Coach Kai Herdling will sich jedoch nicht blenden lassen von der Tabellenkonstellation: »Wir sind sicherlich in diesem Spiel nicht der Favorit, denn Frankfurt steht schlechter da, als sie sind. Auch die Partie wird wieder ein schwieriges Ding. Der FSV hat eine hohe fußballerische Qualität und viel Erfahrung. Sie sind in dieser Saison nur noch nicht richtig in die Spur gekommen.« Das Hinspiel gestaltete der Konkurrent aus dem Kraichgau erfolgreich mit 3:1 für sich. Diesem stehen bis dato fünf Punkte mehr zu Buche (23 Punkte), was Rang zwölf bedeutet. Nach fünf Niederlagen in Folge gelang es der Hoffenheimer Bundesligareserve sich wieder zu stabilisieren.

Das könnte Sie auch interessieren