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EC Bad Nauheim: Wie die Roten Teufel elf Spiele in 24 Tagen angehen wollen

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Von: red Redaktion

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Endstation Felix Bick: Der Torwart des EC Bad Nauheim - hier gegen Markus Lillich vom ESV Kaufbeuren - hat in den fünf Spielen nur sieben Gegentore kassiert. © pv

Der EC Bad Nauheim steht vor einem Mammut-Programm. Trainer Harry Lange kann auf Kader-Ergänzungen hoffen.

Keine Kabine. Kein Stadion. Kein Training. Harry Lange hat den Roten Teufeln nach einem Sechs-Punkte-Wochenende zwei freie Tage gegeben. »Man hat schon gemerkt, dass den Jungs die mentale Frische ein wenig gefehlt hat«, sagt der Trainer. Und ab Freitag stehen elf Spiele in 24 Tagen (!) im Terminplan des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Drei englische Wochen werden zeigen, ob die Hessen ihre Position in den Top Vier auf der Hauptrunden-Zielgeraden bis zum 6. März verteidigen können, ob sie im neunten DEL2-Winter zum vierten Mal auf direktem Weg in das Playoff-Viertelfinale einziehen können (mindestens Rang sechs), oder ob sie doch den Umweg über eine Pre-Playoff-Serie gehen müssen.

Lange hofft mit Blick auf die nun beginnende Olympia-Pause von DEL-Kooperationspartner Köln auf personelle Ergänzung; schon für’s Wochenende mit den Spielen gegen Landshut und in Freiburg. Die Stürmer Robin van Calster (nimmt nach Verletzungspause das Training auf), Luis Üffing und Julian Chrobot sind Kandidaten. Zudem zeichnet sich die Rückkehr von Backup-Torwart Philipp Maurer (ebenfalls nach Verletzung wieder im Training) ab. Ob Verteidiger Maxi Glötzl angesichts der ohnehin kleinen Zahl an Abwehrspielern der Haie abgestellt wird, ist offen. Für einen Einsatz bei der angestrebten Playoff-Teilnahme der Roten Teufel kommt aus dem Kreis der Förderlizenzfeldspieler (mindestens 20 Einsätze) wohl nur van Calster (19 Einsätze) infrage; zudem hofft man in Bad Nauheim, auch Leo Hafenrichter (sechs Einsätze bei noch 15 ausstehenden Partien) qualifizieren zu können. Der 17-Jährige erhält schon jetzt großes Vertrauen vom Trainer-Team. Darüberhinaus halte man auf dem Transfermarkt weiter die Augen offen, sagt Lange.

Immerhin: Daniel Ketter (»Ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann, und so hat er auch gespielt«) und Philipp Wachter (»Er tut uns gut, kennt unser System und setzt das um«) waren in den Kader zurückgekehrt. Das war umso wichtiger, da kurzfristig Huba Sekesi (verletzt) und Marc El-Sayed (krank) pausieren mussten, was die Zahl der Ausfälle wieder einmal auf allein fünf Stammspieler erhöhte hatte. Mit Sekesi und El-Sayed dürfte am Wochenende wieder zu rechnen sein, so dass dann auch wieder Aushilfs-Verteidiger Mick Köhler in den Angriff rücken dürfte. Auf dem Eis steht inzwischen auch wieder Eric Stephan. Ein Comeback-Termin sei allerdings noch nicht absehbar, heißt es.

Hatte man in Bad Nauheim kürzlich den liegengelassen Zählern aus den Spielen gegen Heilbronn, Dresden und in Frankfurt nachgetrauert, so dürfen die Punkte aus den Wochenend-Partien gegen Kaufbeuren (4:2) und in Selb (2:1) nun als sehr glücklich bezeichnet werden, da die Offensive nur wenige Chancen hatte kreieren können. Am Freitag waren die Roten Teufel ungemein effektiv, als es erforderlich war (vier Tore aus lediglich 18 Schüssen) und profitierten wie am Sonntag von einer starken Leistung von Felix Bick, der in den letzten fünf Spielen lediglich sieben Gegentore kassiert hat. »Er hat überragend gehalten«, sagt Lange. Einen leichten Aufwärtstrend lässt Jordan Hickmott erkennen. Der zuletzt kritisierte Kanadier traf in zwei der vergangenen drei Partien, arbeitet effektiv nach hinen. In der Fachzeitung »Eishockey News« schaffte es der Stürmer in die wöchentliche Rubrik »Im Fokus«.

Die Teufel, die nach kleinem Ergebnis-Tief zum Jahreswechsel (vier Niederlagen aus fünf Spielen) die Kurve bekommen haben (vier Siege aus den vergangenen fünf Spielen), konnten tabellarisch ihre Position festigen. Da blieb zum einen Verfolger Crimmitschau punktlos, und auch zu den Rängen sieben und acht konnte der Vorsprung ausgebaut werden. Mittlerweile haben die Minimalisten aus Bad Nauheim ihre Bilanz auf 15 Siege mit nur einem Treffer Unterschied erweitert. Demgegenüber stehen nur sieben Niederlage mit nur einem Treffer Differenz.

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