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EC Bad Nauheim: Showdown am Dienstag

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1:0 für Kassel: Corey Trivino trifft. Huba Sekesi kann den Schuss des Huskies-Stürmers nicht blocken. Torwart Felix Bick kommt zu spät. © CHUC

Der EC Bad Nauheim und die Kassel Huskies treffen sich noch ein siebtes Mal. Vor 3720 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion haben die Roten Teufel ihre erste Chance auf den Einzug in das Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 verpasst.

Mit 0:5 (0:1, 0:4, 0:0) verlor die Mannschaft von Harry Lange am Sonntag das sechste Viertelfinal-Duell binnen zwölf Tagen zum 3:3-Ausgleich in der Best-of-seven-Serie. Entscheidend: die Über- und Unterzahl-Formationen.

Die Hausherren leisteten sich in den ersten 40 Minuten - als die Partie noch offen war - zu viele unnötige Hinausstellungen und kassierten zwei Gegentore mit einem Spieler weniger auf dem Eis. Umgekehrt blieben die Badestädter bei sechs eigenen Powerplay-Situationen - zwischenzeitlich sogar in doppelter Überzahl - ohne Torerfolg.

»Fans dürfen träumen. Wir hingegen müssen etwas tun. Ich glaube, das haben heute einige verwechselt. Wir waren im ersten Drittel gut, aber nicht gut genug und haben im weiteren Verlauf zu viele falsche Entscheidungen getroffen; geschossen statt zu passen und umgekehrt«, sagt Coach Lange. Corey Neilson resümierte seitens der Huskies: »Wir waren heute in Unterzahl deutlich aufmerksamer, haben viele Schüsse geblockt und es dem Gegner schwer gemacht.«

In Fokus stand zunächst einmal Jonas Neffin. Der Backup der Huskies kam zu seinem Playoff-Debüt, da Stammkeeper Jerry Kuhn von der DEL2 für zwei Spiele gesperrt worden war. 33 Schüsse auf das Tor der Nordhessen wurden in der offiziellen Statistik erfasst, doch nicht einer fand den Weg über die Linie. Bad Nauheim war nicht zwingend.

Nach zwei Niederlagen in Folge hatte Neilson auf den Kontingentstellen zurückgewechelt (Verteidiger Rutkowski für Stürmer Broda). Bad Nauheim hatte kurzfristig den erkrankten Andreas Pauli zu ersetzen.

Wegweisend: vier Treffer der Huskies im binnen 13 Minuten im zweiten Durchgang, in den die Gäste mit einer Führung gegangenen waren. Im Schlussabschnitt wurden auf beiden Seiten die Kräfte geschont, die Ergänzungsspieler eingesetzt und die Zeit runtergespielt.

Beim Führungstreffer hatte Corey Trivino in Überzahl die Lücke gefunden (19.), beim zweiten Tor stand Brett Carmon am langen Pfosten zum Abschluss. Beim dritten Treffer nutzte Trivino ein Break (28.). Beim vierten Treffer, erneut durch Cameron, hatte Torwart Felix Bick die Scheibe nicht festmachen können, beim 0:5 (39.) wurde er von Denis Sheryrin mit einem Rückhandschlenzer überwunden.

Bad Nauheim war keine fünf Tore schlechter, forcierte gerade in den ersten 20 Minuten viele Turnover, war aber nicht imstande, Backup Neffin wirklich unter Druck zu setzen und zu prüfen. Kassel wiederum spielte effektiv, nutzte seine Möglichkeiten und verlor mit der Führung im Rücken diesmal nicht an Stabilität.

EC Bad Nauheim: Bick (ab 41. Maurer) - Stephan, Messner, Kevin Schmidt, Sekesi, Seifert, Tomas Schmidt, Ketter, Hafenrichter - Pollastrone, Hickmott, Bires, Wörle, Vause, Mick Köhler, Herrmann, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, Mark Shevyrin.

Kassel Huskies: Neffin - Ribnitzsky, Rutkowski, Keussen, Orendorz, Granz, Tramm, Rausch - Denis Shevyrin, Trivino, Cameron, MacQueen, Wahl, Laub, Spitzner, Weidner, Detsch, Marco Müller, Kranz.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (19.) Trivino (MacQueen - PP1), 0:2 (25.) Cameron (Weidner - PP1), 0:3 (29.) Trivino (Cameron, Denis Sheyrin), 0:4 (33.) Cameron (Weidner, Rutkowski), 0:5 (38.) Sheyrin- Schiedsrichter: Janssen/Klein - Strafminuten: Bad Nauheim 12, Kassel 16. - Zuschauer: 3720.

*

Playoff-Viertelfinale / Heilbronn - Dresden 3:2 (Serie: 4:2), Bad Nauheim - Kassel 0:5 (Serie 3:3). - Playdowns, 1. Runde / Selb - Bayreuth 4:1 (Serie 4:2).

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