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EC Bad Nauheim: Rote Teufel in Spiel drei in Kassel belohnt

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Von: Michael Nickolaus

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Jubel beim EC Bad Nauheim: Die Roten Teufel melden sich mit einem Sieg in Kassel zurück in der Playoff-Serie der DEL2. © DIEKMANN

Der EC Bad Nauheim ist in der Playoff-Viertelfinal-Serie der DEL2 angekommen. Mit einem 3:2-Erfolg bei den Kassel Huskies haben die Roten Teufel den 1:2-Anschluss (Best-of-seven) hergestellt.

Am Dienstag stehen sich beide Mannschaften zum vierten Mal gegenüber, dann wieder in der Wetterau (20 Uhr). Joel Messner, Jerry Pollastrone und Mick Köhler trafen für die Gäste, die von rund 400 mitgereisten Fans unter den 3814 Zuschauern am Auepark noch minutenlang euphorisch gefeiert worden sind. »Wir haben unserer Level in den ersten beiden Drittel angehoben. Das war wichtig. Im Schlussabschnitt haben wir ein bisschen leiden müssen, aber wir wurden belohnt.«, sagt Trainer Harry Lange.

Mit seine Assistenten Hugo Boisvert hatte der Coach auf die Eindrücke aus den ersten beiden Spielen personell reagiert. Auf den Kontingentstellen musste der in den Playoffs glücklose Top-Torjäger Tristan Keck zuschauen. Dafür gab Last-minute-Verpflichtung Joel Messner sein Debüt, was Defensiv-Aushilfe Mick Köhler wieder in den Angriff rücken ließ. Überraschend im Kader: Andreas Pauli, der nach zwölfwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte.

Bad Nauheim konnte in Spiel drei zum ersten Mal überhaupt in Führung gehen. Nach zwei klugen, öffnenden Pässen stand ausgerechnet Messner am langen Pfosten und schob ein (7.) - im ersten Playoff-Spiel seiner Profi-Laufbahn. Ein Tor für das Selbstvertrauen. Erneut waren die Roten Teufel verheißungsvoll in die Partie gestartet, hatten zuvor durch Stefan Reiter (5.) und Jordan Hickmott (6.) zwei gute Möglichkeiten, die Huskies-Torwart Jerry Kuhn an seinem 36. Geburtstag vereiteln konnte. In eigener Unterzahl war Jerry Pollastrone beim Konter nur durch ein Foul zu stoppen und verwandelte eiskalt den anschließenden Penalty (10.). Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Jake Weidner traf im zweiten Powerplay der Hausherren. (13.). Bad Nauheim hatte in den bis dahin nickligsten 20 Minuten der Serie erneut die besseren Chancen (20:6 Torschüsse nach dem ersten Drittel). Da verpasste Taylor Vause aus weniger als zwei Metern das leere Tor (17.), konnte Hickmott aus zentraler Position nicht abschließen (20.)

Im ausgeglichenen zweiten Durchgang (13:13 Toschüsse) hatten sich die Gastgeber besser auf die Offensive der Roten Teufel eingestellt, hatten durch Hans Detsch (Seifert hatte quasi blind aufgelegt/25.) und Troy Rutkowski (Felix Bick parierte (37.) Ausgleichschancen. Je einmal auf beiden Seiten stand das Torgestänge einem Erfolgserlebnis im Wege. Einzig der von Mick Köhler abgefälschte Schuss von Kevin Schmidt - als der Druck der Hausherren gerade mächtig zugenommen hatte - fand den Weg ins Tor (37.) - 1:3.

Der Schlussabschnitt entwickelte sich nach dem frühen 2:3-Anschlusstor durch Weidner (15.) zu einer regelrechten Abwehrschlacht für Bad Nauheim. Kassel traf gleich zweimal den Pfosten, auf der Gegenseite verpasste Tobias Wörle - mit der Rückhand über das leere Tor - die Vorentscheidung.

Kassel Huskies: Kuhn Granz, Tramm, Orendorz, Keussen, Ribnitzsky, Rutkowski, Rausch - Denis Shevyrin, Trivino, MacQueen, Laub, Wahl, Cameron, Spitzner, Weidner, Detsch, Krüger, Kranz.

EC Bad Nauheim: Bick - Stephan, Messner, Kevin Schmidt, Sekesi, Tomas Schmidt, Seifert - Pollastrone, Hickmott, Bires, Wörle, Vause, Mick Köhler, Pauli, El-Sayewd, Reiter, Herrmann, Mark Shevyrin, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (7.) Messner (Wörle, Vause), 0:2 (10.) Pollastrone (Penalty), 1:2 (13.) Weidner MacQueen, Cameron - PP1), 1:3 (37.) Mick Köhler (Kevin Schmidt, Vause) 2:3 (45.) Weidner (Detsch). - Schiedsrichter: Janssen/Klein. - Strafminuten: Kassel 12, Bad Nauheim 16. - Zuschauer: 3814.

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