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EC Bad Nauheim: Nur ein Sieg fehlt zum Halbfinale

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Der EC Bad Nauheim hat zum zweiten Mal in Folge bei den Kassel Huskies gewonnen. Am Sonntag kommt’s zum sechsten Duell, dann in der Wetterau. © Red

Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend erneut einen Zwei-Tore-Rückstand gedreht und Kassel mit 3:2 gewonnnen. Am Sonntag kann im Colonel-Knight-Stadion das Playoff-Halbfinale klar gemacht werden.

Der EC Bad Nauheim ist nur noch einen Sieg vom Einzug in das Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 entfernt. Am Freitagabend feierten die Roten Teufel den dritten Playoff-Erfolg hintereinander und liegen in der Best-of-seven-Serie mit den Kassel Huskies mit 3:2 in Führung. Vor 3541 Zuschauern in der Eissporthalle am Auepark drehte die Mannschaft von Harry Lange abermals nach einem Zwei-Tore-Rückstand die Partie - unter anderem mit zwei Powerplay-Toren - und gewann mit 3:2 (0:2, 3:0, 0:0). Taylor Vause, Jordan Hickmott und Andreas Pauli trafen zur Freude der rund 350 mitgereisten Fans aus der Wetterau. Den ersten Matchball hat Bad Nauheim am Sonntag (19 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion.

»Obwohl wir nicht schelcht angefangen haben, wurden wir gnadenlos bestraft. Ab dem zweiten Drittel haben wir besseres Hockey gespielt, am Ende waren wir manchmal zu passiv«, sagt Trainer Lange.

Diesmal hatten die Huskies auf zwei Niederlagen hintereinander personell reagiert. Joel Broda, die Offensiv-Nachverpflichtung, stand erstmals im Playoff-Kader. An seiner Stelle pausierte Troy Rutkowski, der in der vergangenen Saison noch als DEL2-Verteidiger des Jahres ausgezeichnet worden war.

Bad Nauheim begann mutig, spielte forsch und mit Herz, machte Druck, gewann offensive Zweikämpfe und hatte seine Tormöglichkeiten - die Treffer in den ersten 20 Minuten erzielten allerdings die Kassel Huskies, die zielstrebiger im Offensivsie daherkamen. Mit dem ersten Schuss der Nordhessen traf Ex-Teufel Joel Keussen (4.) aus der Distanz. Treffer wie diese hatten die Huskies in dieser Serie schon mehrfach erzielt. In der 16. Minute erhöhte der offensivstarke Verteidiger mit dem wuchtigen Abschluss aus halblinker Position zum 2:0. Da hatte Bad Nauheim mal kurzeitig die Ordnung in der eigenen Zone verloren, war einen Moment lang zu verspielt, statt klar zu befreien. Auf der anderen Seite hatte Mick Köhler frei vor Keeper Jerry Kuhn die Führung auf dem Schläger (3.), kamen Huba Sekesi (5.) und Jordan Hickmott (9.) zu Abschlüssen, verpasste Andrej Bires allein vor dem Tor eine Direktabnahme, nachdem Jerry Pollastrone in der Ecke den Puck erkämpft hatte (18.).

Im zweiten Drittel drehten die Roten Teufel dann das Match mit drei Treffern binnen neun Minuten. Zunächst bestrafte Taylor Vause eiskalt schlampiges Zweikampfverhalten der Huskies (27.), dann nutzten die Gäste aus der Wetterau ihre ersten beiden Powerplay-Möglichkeiten. Jordan Hickmott gab einem Schuss von Kevin Schmidt die entscheidende Richtungsänderung (32.), keine drei Minuten später stand Andreas Pauli beim Rebound goldrichtig und schob zur Führung ein und stellte damit - zumindest diesen Abschnitt ein wenig auf den Kopf. Kassel begann das zweite Drittel in Überzahl, hatte noch zwei weitere Möglichkeiten mit einem Spieler mehr, doch standen die Roten Teufel mit einem Mann weniger erneut kompakt. MacQueen (28.) und Corey Trivino (29.) scheiterten an Felix Bick, auf der Gegenseite lenkte Kuhn einen Schuss von Stefan Reiter gegen die Torlatte (35.).

Chancen von Wörle auf der einen sowie MacQueen und Trivino auf der anderen Seite eröffneten den Schlussabschnitt. Kassel fehlt die so notwendige Leichtigkeit, die tiefgespielten Scheiben wurden zumeist von den Gästen im eigenen Drittel abgefangen oder erkämpft.

Nur einmal war’s wirklich knapp. Nach einem Getümmel vor Bick bemühten die Unparteiischen minutenlang den Videobeweis, gaben noch Zeit zum Durchatmen. Der Puck hatte die Linie nicht überquert. Unterstützt durch eine weitere Powerplay-Sitation brachte Bad Nauheim den Erfolg über die Zeit.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (4.) Keussen (Detsch, Orendorz), 2:0 (16.) Keussen (MacQueen), 2:1 (27.) Vause (Wörle, Mick Köhler), 2:2 (32.) Hickmott (Kevin Schmidt, Mick köhler - PP1), 2:3 (36.) Pauli (Vause, Reiter - PP1). - Schiedsrichter: Brill/Schakdewaldt. - Strafminuten: Kassel 6, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 3541.

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