1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

EC Bad Nauheim: Keine Energie, keine Punkte

Erstellt:

_20230103_ECN_REG_077_04_4c_2
Da platzt der Frust heraus: Andreas Pauli vom EC Bad Nauheim schnappt sich André Bühler. © Red

Nach drei Heim-Siegen in Serie kassiert der EC Bad Nauheim im Colonel-Knight-Stadion eine Niederlage.

(mn). Keine Energie, keine Idee, kein Gier im Zweikampf - keine Punkte: Das Jahr 2023 hat für den EC Bad Nauheim mit einer sportlichen Enttäuschung begonnen. Vor 2162 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion unterlagen die Roten Teufel am Dienstagabend den Eisbären Regensburg mit 1:2 (1:0, 0:2, 0:0). Den einzigen Treffer der Gastgeber erzielte Andreas Pauli. »Im ersten Drittel haben wir das Spiel noch kontrolliert, haben gegen Ende hin aber schon schlechte Entscheidungen getroffen. Im zweiten Durchgang sind wir dann komplett von unserer Linie abgekommen. Insgesamt haben wir uns zu viele Turnover erlaubt und waren - wie schon in den letzten Wochen nicht konsequent genug«, sagte Harry Lange, der Trainer der Hessen. Seitens des zuletzt schwächelnden Aufsteigers aus der Donaustadt meinte Coach Max Kaltenhauser: »Bad Nauheim hat uns anfangs hinten reingedrückt, viele Offensivaktionen konnten wir aber eleminieren Bis zum Ende war’s eng, unterm Strich hatten wir diesen Sieg im dritten Duell aber auch mal verdient«.

Nach noch mäßigem ersten Drittel gegen passive Gäste wirkten die Badestädter zunehmend blutleer, uninspiriert, brachten nicht das Tempo und die Bissigkeit im Zweikampf auf’s Eis, die die Mannschaft bislang so erfolgreich haben abschneiden lassen. Mit dem Forechecking konnten die Teufel ihren Gast allenfalls ärgern, nicht aber unter Druck setzen. Klare Pässe waren eine Seltenheit. Defensiv brachte man sich immer wieder in die Bredouille und spielte den Gast, der strukturiert verteidigte und auf Break-Möglichkeiten lauerte, durch eigene Schludrigkeiten überhaupt erst in die Partie. Offensiv blieb eigentlich alles Stückwerk, wurde mehr und mehr über Einzelaktionen versucht, zum Abschluss zu kommen, vieles wurde von der Eisbären-Abwehr weggeblockt, was durch kam wurde - mit Ausnahme eines Rebounds, der durch Pauli zum Führungstor führte (11.) - weggearbeitet. Auch während drei Powerplay-Situationen fehlte Bad Nauheim der Zug zum Tor.

Auffallend: die verhaltnismäßig wenigen Eiszeiten von Top-Verteidiger Kevin Schmidt, der schon im ersten Drittel in jedem zweiten Wechsel von Leo Hafenrichter vertreten worden ist. Nicht im Kader waren Kevin Niedenz (krank) und Pascal Steck (mit dem DEL-Kader von Köln).

Der Ausgleichstreffer der Eisbären zu Beginn des zweiten Durchgangs war ein Augenschmaus. DEL2-Top-Scorer Corey Trivino schloss die Drei-auf-eins-Situation ab (21.). Ein Puckverlust der Roten Teufel tief in der eigenen Zone ermöglichte den Gästen acht Minuten später die Führung; erneut war Trivino der Torschütze. Bad Nauheim schnupperte bei Chancen von Fabian Herrmann, Jordan Hickmott, Tim Coffman oder später beim Lattentreffer von Tobias Wörle zwar immer mal am Ausgleich, konnte aber trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen keine echten Druckphasen aufbauen. Vielmehr verhinderte Felix Bick, der nach zwei Spielen verletzungsbedingter Pause sein Comeback zwischen den Pfosten feiern konnte, mehrfach eine Vorentscheidung, als er die Unkonzentriertheiten seiner Vorderleute ausbügeln konnte. Emotional wurde es erst in den Schlussphase, als Pauli in einem Faustkampf mit Andre Bühler Frust abließ.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Schmidt, Seifert, Erk, Wachter, Hafenrichter - Körner, Vause, Pollastrone, Herrmann, Coffman, Hickmott, Pauli, Wörle, Cerny, Bartuli.

Eisbären Regensburg: Williams - Gulda, Bühler, Tippmann, Weber, Schütz, Demetz - Divis, Trivino, Matus, Schmid, Osterberg, Gajovsky, Schwamberger, Schembri, Heider, Stöhr, Pronin, Heger.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (11.) Pauli (Wörle, Erk), 1:1 (21.) Trivino (Matus, Divis), 1:2 (29.) Trivino (Weber, Tippmann). - Schiedsrichter: Brill/Singaitis. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Regensburg 10. - Zuschauer: 2162.

Auch interessant