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EC Bad Nauheim: Ein Novum zum Jahresausklang

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Die Kassel Huskies agierten - wie hier Mitch Wahl gegen Tristan Keck - oft hart an der Grenze des Erlaubten. © CHUC

Der EC Bad Nauheim unterliegt den Kassel Huskies mit 2:4. Ein Stamm-Verteidiger fehlt in den Schlussminuten. Für den verletzten Andreas Pauli gab’s eine aufmunternde Geste.

Novum in der Saison 2021/22: Der EC Bad Nauheim muss sich in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zum ersten Mal in zwei Spielen hintereinander geschlagen geben. Wie am Dienstag in Landshut unterlagen die Roten Teufel am Donnerstag - diesmal vor 250 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion - den so formstarken Kassel Huskies mit 2:4 (0:1, 0:0, 2:3). Die Treffer für die noch viertplatzierten Hausherren erzielten Tristan Keck (1:2/48.) und Stefan Reiter (2:3/58.).

Torwart Felix Bick hatte seine Vorderleute in Reichweite gehalten. Im ersten Durchgang war die Mannschaft von Harry Lange überhaupt nicht im Spiel angekommen, kam in den guten zweiten 20 Minuten über Kampf zu Torszenen, beraubte sich aber im Schlussabschnitt schon früh durch Schlampigkeit einer realistischen Chance. Auffällig: In der Offensive fehlen zum Jahreswechsel Leichtigkeit und nötige Quäntchen Scheibenglück, scheint die Konkurrenz das Spiel der Teufel entschlüsselt zu haben. Deutlich wurde dies insbesondere im Powerplay. Fünf enttäuschenden Überzahl-Minuten im ersten Abschnitt folgten weitere verkrampfte Szenen im späteren Verlauf. Auf der anderen Seite nutzte Kassel eine seiner drei nummerischen Überlegenheiten nach nur fünf Sekunden zu einem Torerfolg.

»Bad Nauheim hat viel Speed im Spiel. Das haben wir gut verteidigt und sind auch nach den Gegentoren noch standhaft geblieben«, sagte Tim Kehler, der Trainer der Huskies, die ihre Serie auf elf Siege aus den vergangenen 13 Spielen ausgebaut haben. Harry Lange, der Coach der Badestädter, meinte: »Kassel ist eine gute Mannschaft und hat verdient gewonnen. Wir haben uns gerade anfangs schwer getan mit deren Tempo. Aber die Jungs haben Charakter gezeigt.« Zum Ende des Spiels pausierte Verteidiger Patrick Seifert. Hier konnte Lange aber Entwarnung geben. »Er hatte lange pausiert. Da müssen wir die Belastung steuern.«

Drei Werbebanden am Eis hatten die Teufel zum Derby ausgetauscht. »Stay Strong Pauli« und »Alle für Andy« stand dort unter andrem zu lesen. Andreas Pauli hatte sich bei seinem Comeback in der Vorwoche erneut verletzt.

Nach nur 59 Sekunden stand Huskies-Top-Scorer Jamie MacQueen allein im Slot und traf zur Gäste-Führung. Kassel spielte selbstbewusst auf, war immer einen Schritt voraus und zweikampfstärker. Bad Nauheim wusste derweil mit seinem Powerplay überhaupt nichts anzufangen.

Die Roten Teufel wurden im zweiten Drittel stärker, blieben zumeist ohne klare Aktionen, kamen stattdessen über Kampf und Einsatz gegen eine aber auch starke Gäste-Mannschaft mit dem guten Torwart Jerry Kuhn zu Chancen.

Im Schlussabschnitt nahm Kassel mit einem Doppelschlag durch Lois Spitzner und Joel Keussen rasch den Wind aus den Segeln. Mit seiner x-ten Möglichkeit erzielte Keck den Anschluss, und Reiter machte es 2:39 Minuten vor dem Ende quasi aus dem Nichts noch mal spannend. Mit der letzten Sekunde traf Lukas Laub zum Endstand.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Sekesi, Stephan, Seifert, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Reiter, Wörle, Mick Köhler, van Calster, Keck, Vause, Körner, Herrmann, El-Sayed, Leon Köhler.

Kassel Huskies: Kuhn - Orendorz, Rutkowski, Keussen, Tramm, Ribnitzky, Rausch, Marco Müller, Geischeimer - Spitzner, Weidner, Granz, Shevyrin, Cameron, Laub, Detsch, MacQueen, Wahl, Kranz, Krüger.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (1.) MacQueen (Detsch, Wahl), 0:2 (41.) Spitzner (Weidner, Orendorz), 0:3 (44.) Keussen (MacQueen, Rutkowski - PP1), 1:3 (48.) Keck (Vause, Kevin Schmidt), 2:3 (58.) Reiter (Tomas Schmidt, Kevin Schmidt), 2:4 (60.) Laub (Keussen, Cameron - EN). - Schiedsrichter: Engelmann/Falten. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Kassel 8. - Zuschauer: 250.

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