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EC Bad Nauheim: Ein kleiner Einbruch

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Von: red Redaktion

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Mick Köhler fiel in Crimmitschau positiv auf und belohnte sich mit einem Treffer. Dennoch konnte auch er die Bad Nauheimer Niederlage im Penaltyschießen nicht verhindern. © pv

Der EC Bad Nauheim holt nur einen Sieg aus den letzten fünf DEL 2-Partien. Was Trainer Harry Lange dazu sagt und wie die Woche bei den Kurstädtern aussieht.

(cso). Gegen Mitternacht war der Mannschaftsbus des EC Bad Nauheim aus Sachsen wieder zurück in der Kurstadt. Im Gepäck hatte der Eishockey-Zweitligist immerhin einen Zähler. Mit diesem konnte Harry Lange ganz gut leben. Was dem Trainer der Wetterauer wohl eher Sorgen macht: Mit Tomas Schmidt und Eric Stephan konnten zwei Verteidiger beim Shootout-3:4 in Crimmitschau nicht bis zum Ende dabei sein.

»Beide waren vorher schon ein wenig angeschlagen. Wir werden sehen, was daraus wird. Bei Tomas Schmidt ist es eine Unterkörper-Blessur, Eric Stephan hat eine Oberkörper-Verletzung«, gab Lange am Montag zu verstehen. Die genauen Diagnosen stellte der Übungsleiter für Dienstag oder Mittwoch in Aussicht. Da am Montag Booster-Impfungen für die Mannschaft auf der Tagesordnung standen, hat das Team zwei Tage trainingsfrei, ehe die Vorbereitung aufs Wochenende startet.

Beim Blick zurück dürfte vor allem die Effektivität der Specialteams auffallen. »Sowohl die Überzahl als auch die Unterzahl haben funktioniert«, sagt Lange. Alle drei Treffer von Taylor Vause, Mick Köhler und Tristan Keck erzielten die Roten Teufel mit einem Mann mehr auf dem Eis. Im Spiel fünf gegen fünf war man Crimmitschau jedoch unterlegen. »Wir schaffen es derzeit nicht, 60 Minuten konzentriert zu bleiben und ein halbwegs solides Eishockey-Spiel zu bieten«, mahnt der Coach.

Von den zurückliegenden fünf Begegnungen hat Bad Nauheim vier verloren, wenngleich zweimal nach Penaltyschießen. Für Lange mehr als bloß statistisches Geplänkel. »Die Leistung hat nachgelassen, ja. Wir tun uns schwerer beim Toreschießen. Die engen Partien konnten wir vor ein paar Wochen noch öfter gewinnen, jetzt verlieren wir sie eher. Dennoch ist es wichtig, dass wir punkten.« Der kleine Einbruch ist nicht zuletzt der Personalsituation geschuldet. »Wir hätten gerne einen voll besetzten Kader, das ist derzeit nicht der Fall. Aus Köln kommt auch nur wenig«, begründet Lange.

Positiv bemerkbar machte sich beim einzigen Wochenend-Auftritt des EC Mick Köhler. Der junge Dritte-Reihe-Stürmer stand beim zweiten Nauheimer Treffer goldrichtig und hatte schon im ersten Abschnitt auf sich aufmerksam gemacht. Einen weiteren Treffer des robusten 1,90-Meter-Mannes verhinderte aber Eispiraten-Goalie Luka Gracnar bei einer aussichtsreichen Doppelchance.

Vorbereitung auf Hammer-Wochenende ab Mittwoch

Kaum ein Faktor in Sachsen dürfte der nur für die Wetterauer spielfreie Freitag gewesen sein. Während Bad Nauheim pausieren musste, mühte sich Crimmitschau bei den Selber Wölfen zu einem 2:1-Sieg. »Ich denke, wenn es gut läuft, will man spielen. Wenn es weniger gut läuft, hätte man gerne die Pause. Das macht vielleicht für den Kopf einen Unterschied, konditionell eher nicht. Die Jungs sind den Rhythmus ja gewohnt«, blickt Lange zurück.

Erst am Mittwoch steigt er mit seiner Mannschaft wieder ins Teamtraining ein. Zwei Tage bleiben dann, um sich auf ein Hammer-Wochenende mit den Duellen gegen den Rangzweiten aus Dresden und beim Tabellendritten aus Frankfurt vorzubereiten.

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