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EC Bad Nauheim: Effektiv und glücklich

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Leon Köhler (rechts) freut sich über den Treffer zum 3:1-Zwischenstand. Am Freitagabend setzt sich der EC Bad Nauheim gegen den ESV Kaufbeuren mit 4:2 durch. © CHUC

Hinten glücklich, vorne effektiv. Ja, solche Eishockey-Abende gibt’s dann noch. Mit einem 4:2 (3:1, 1:1, 0:0)-Erfolg hat der EC Bad Nauheim den ESV Kaufbeuren am Freitag tabellerarisch auf Distanz gehalten.

Nach Spielen des Chancen-Wuchers präsentierten sich die diesmal chancenarmen Roten Teufel kaltschnäunzig im Abschluss, trafen in 30 Minuten ebenso oft wie am kompletten vergangenen Wochenende und hatten defensiv das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Taylor Vause (2), Leon Köhler und Jerry Pollastrone trafen für die Hessen im Colonel-Knight-Stadion, wo die Partie von 1000 Zuschauer ungewohnt geräuscharm verfolgt worden ist.

»Wir haben viel investiert, obwohl uns einige Schlüsselspieler gefehlt haben. Das Schussverhältnis von 45:18 für uns sagt vieles aus«, sagte Tray Tuomie, der Ex-Teufel an der Bande der Gäste aus dem Allgäu. Für die Gastgeber bilanzierte Harry Lange, dessen Mannschaft drei der vergangenen vier Spiele gewonnen hat: »Gut waren heute nur unser Unterzahlspiel und Torwart Felix Bick. Wir waren läuferisch unterlegen, obwohl das eigentlich unsere Stärke ist.«

Die Gäste hatten in der Wetterau reichlich Scoring-Potenzial zu ersetzen. Mit nur zwei Kontingentspielern war der ESVK angereist, kurzfristig fehlte zudem Joe Lewis, Torjäger mit deutschem Pass. Auf der anderen Seite musste Verteidiger Huba Sekesi passen.

Kaufbeuren zeigte sich aggressiv im Forechecking, unterband den Aufbau der Roten Teufel, die sich lange Zeit in die Defensive gedrängt sahen, aber durch Pollastrone (freistehend am langen Pfosten) und Vause (von einem ESVK-Fehlpass profitierend) mit 2:0 vorne lagen. Mit seinem ersten DEL2-Tor verkürzte Johannes Krauß, doch zwei Minuten später stand Leon Köhler beim Rebound richtig - 3:1. (18.).

Kaufbeuren blieb auch im zweiten Abschnitt am Drücker, in einer fairen Partie wanderten wanderten bis zur zweiten Pause gleich vier Teufel auf die Strafbank. Vause erzielte nach Doppelpass mit Mick Köhler das 4:1, Burghart verkürzte Sekunden später. Christoph Körner - nach Konter am leeren Tor vorbei schießend - hätte den Sack schon zuschnüren können.

Im Schlussdrittel gab’s dann auch die eine odere andere Hinausstellung gegen die Gäste, was letztlich eine Aufholjagd unterband. Philipp Krauß und Max Oswald trafen seitens des ESVK nur den Pfosten.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Mick Köhler, Seifert, Hafenrichter, Ketter, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Reiter, Körner, Vause, Keck, Leon Köhler, Wörle, Herrmann.

ESV Kaufbeuren: Meier - Koziol, Thiel, Thomas, van der Linde, Pavlu, Echtler - Lammers, Spurgeon, Schweiger, Philipp Krauß, Johannes Krauß, Lillich, Burghart, Oswald, Voit.

Tore: 1:0 (7.) Pollastrone (Kevin Schmidt, Hickmott), 2:0 (12.) Vause (Körner, Keck), 2:1 (16.) Johannes Krauß (Philipp Kraus, Lillich), 3:1 (18.) Leon Köhler (Kevin Schmidt), 4:1 (28.) Vause (Mick Köhler), 4:2 (28.) Burghart (Oswald). - SR: Janssen/Schmidt. - Strafen: Bad Nauheim 12, Kaufbeuren 10. - Zuschauer: 1000.

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