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EC Bad Nauheim: Drei Punkte und bittere Nachricht

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Tristan Keck (links) und die Roten Teufeln waren Robin Drothen und den Lausitzer Füchse zumeist einen Schritt voraus. © HEIDE

Der EC Bad Nauheim feiert am Donnerstag den dritten Sieg in Serie. Vor dem 3:2-Erfolg in der Lausitz gab aber auch schlechte Nachrichten: Für einen Stürmer ist die Saison vorzeitig beendet.

Die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 ist seit Dienstag gesichert. Jetzt geht’s für den EC Bad Nauheim darum, das Heimrecht zu verteidigen. Am Donnerstag feierten die Roten Teufel den dritten Sieg in Serie, gewannen vor 1067 Zuschauern in Weißwasser bei den Lausitzer Füchsen mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1). Die Treffer erzielten Jordan Hickmott, Jerry Pollasstrone (jeweils im Powerplay) sowie Stefan Reiter.

Eine bittere Nachricht gab’s vor der Partie: Für Christoph Körner, der seit dem vergangenen Wochenende pausiert hatte, ist die Saison vorzeitig beendet. Der Stürmer müsse sich einer Operation unterziehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Kurzfristig reihte sich Mick Köhler (krank) in die lange Liste der Fehlenden ein. An der Bande hatte derweil Hugo Boisvert das Kommando, da Trainer Harry Lange die Reise nach Weißwasser krankheitsbedingt ebenfalls nicht hatte antreten können. Als Co-Trainer war Ex-Profi Alexander Baum mitgefahren.

»Ich bin sehr froh und extrem stolz. Die Über- und Unterzahl-Formationen haben das Spiel entscheiden«, bilanzierte Boisvert, der auf den Kontingentstellen noch mit dem vertrauten Personal angetreten war. Das Debüt von Last-minute-Transfer Joel Messner ist am Samstag im letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen Freiburg zu erwarten.

Bad Nauheim hatten die sechs Punkte aus den letzten beiden Partien erkennbar gut getan. Trotz der 535 Kilometer-Anfahrt präsentierten sich die Roten Teufel frisch und lauffreudig, störten früh. Im Kader der Gastgeber fehlten diesmal unter anderem Hunter Garlent und Clarke Breitkreuz, zudem fehlte auf der Torwart-Position die Unterstützung der von DEL-Partner Eisbären Berlin, so dass der junge Nils Velm zu seinem sechsten DEL 2-Einsatz kam.

In der Anfangsphase standen die Füchse ordentlich unter Druck, und der Führungstreffer für Bad Nauheim war durchaus verdient. Stefan Reiter hatte einen Konter erfolgreich abgeschlossen (9.). Selbstvertrauen gab im Anschluss eine 72-sekündige doppelte Unterzahl, die erstaunlich mühelos überstanden wurde. Die besten Szenen der Weißwasseraner im ersten Durchgang hatten Erik Valentin und Toni Ritter, die an Philipp Maurer im Tor der Gäste scheiterten.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs erhöhte Jordan Hickmott nach toller Powerplay-Kombination auf 2:0 (22.). Bad Nauheim verstand es, die Gastgeber permanent zu beschäftigen, wirkte geistig und körperlich immer einen Tick voraus. Der Anschluss durch Richie Mueller war mehr ein Schönheitsfehler. Vor allem zum Ende des Abschnitts häuftigen sich die klaren Möglichkeiten. Erst vergab Andrej Bires, dann Kevin Schmidt, gleich zweimal, und schließlich traf Jerry Pollastrone in doppelter Überzahl zum 3:1.

Toni Ritter brachte die Hausherren zehn Minuten vor Schluss - Bad Nauheim war in dieser Phase zu passiv - noch heran, letztlich verteidigten die Gäste mit einem starken Maurer die Führung aber recht souverän.

Lausitzer Füchse: Velm - Bednar, Carson, Hanusch, Kania, Waser, Schnetzer, Raab - Quenneville, Mäkitalo, Roßmy, Stöber, Valentin, Mueller, Ritter, Detig, Grygiel, Döring, Robin Drothen, Marvin Drothen.

EC Bad Nauheim: Maurer - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Hafenrichter, Tomas Schmidt, Ketter, Dobryskin - Keck, Vause, Wörle, Pollastrone, Hickmott, Bires, Herrmann, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, van Calster.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (9,) Reiter (Herrmann), 0:2 (22.) Hickmott (El-Sayed, Vause - PP1), 1:2 (24.) Mueller (Bednar, Valentin), 1:3 (40.) Pollastrone (Kevin Schmidt, Keck - PP2), 2:3 (50.) Ritter (Grygiel). - Schiedsrichter: Becker/Steinecke. Strafen: Lausitz 8, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 1067.

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