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EC Bad Nauheim: Clevere Teufel sammeln drei Punkte in Bad Tölz

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Von: Christoph Sommerfeld

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Mit seinem ersten Treffer für den EC Bad Nauheim bringt Patrick Seifert (20) die Roten Teufel in Führung. Sein Pass springt von Maximilian Leitners Schlittschuh (r.) ins Tor. © Wolfgang Fehrmann

Die am Wochenende vermisste Cleverness - verbunden mit dem Lohn für die Mühen - zeigte der EC Bad Nauheim am Dienstag beim 2:1-Erfolg in Bad Tölz.

(cso). Der EC Bad Nauheim hat etwas dazu gelernt. Mit einer gehörigen Portion Cleverness holte der Wetterauer Eishockey-Zweitligist am Dienstagabend drei Punkte in Bad Tölz. 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) hieß es am Ende in der zuschauerfreien RSS-Arena. EC-Trainer Harry Lange lobte beide Goalies und das Verhalten seines Teams in der Schlussphase. »Am Ende haben die Jungs das gut gemacht, Zeit von der Uhr genommen und die Tölzer müde gemacht.«

Bei den Wetterauern wurde erneut Mick Köhler zum Verteidiger umfunktioniert. Da auch das Löwen-Lazarett derzeit prominent besetzt ist, konnte Tölz-Coach Kevin Gaudet gar nur vier Verteidiger aufbieten. Kurzfristig musste bei den Gastgebern auch noch Nico Kolb passen.

EC-Stürmer Tobias Wörle führte sich gut ein und löffelte die Scheibe nach wenigen Sekunden gegen den Pfosten. Überhaupt war der Nauheimer Routinier im ersten Abschnitt ein Aktivposten. Sein verdeckter Schuss (18.) sorgte ebenso für Gefahr wie der Pass auf Jerry Pollastrone Sekunden später. Auch die Co-Produktion von Kevin Schmidt und Christoph Körner hätte die Führung bedeuten können (19.), Löwen-Goalie Josef Hölzl spielte nicht mit. Auf der anderen Seite fand DEL 2-Top-Torjäger Lubor Dibelka nie so richtig in die Partie. Die bis dato beste Tölzer Möglichkeit vergab kurz vor der ersten Sirene Neuzugang Pascal Aquin.

Maximilian Leitner gewann kurz nach Wiederbeginn das Laufduell gegen Huba Sekesi, scheiterte aber an Felix Bick (22.). Für Nauheim setzte sich dann Fabian Herrmann stark in Szene und umkurvte zwei Löwen-Akteure (25.), sein Abschluss brachte jedoch keine Gefahr. Ein satter Schuss von Oliver Ott blieb stecken (28.), ehe Tristan Keck mit seiner bis dato besten Aktion zentral und unbedrängt haarscharf an der Führung vorbeischrammte (32.). Beinahe symptomatisch musste ein Tölzer für das Wetterauer 1:0 sorgen. Als Patrick Seifert beim Konter den einschussbereiten Marc El-Sayed bedienen wollte, spritzte Leitner dazwischen und beförderte den Puck ungewollt mit dem Schlittschuh über die Linie (36.). Es war der erste Treffer für Seifert im Nauheimer Trikot. Die Gastgeber reagierten mit einem Pfostenschuss von Cam Spiro (37.) und kassierten 45 Sekunden vor Drittelende die erste Strafe im gesamten Spiel.

Und die war enorm wichtig für die Roten Teufel. Der zweite Treffer der Wetterauer zu Beginn des Schlussdrittels ging zwar offiziell nicht als Powerplay-Tor in die Statistik ein, weil Löwen-Akteur Marcus Götz schon wieder auf dem Eis war. Er eilte seinen Kollegen von der Bank zur Hilfe, kam aber zu spät. Den Abpraller nach einem Schuss von Taylor Vause veredelte Jordan Hickmott (42.) und polierte so sein Scoring ein wenig auf. Doch die Gastgeber machten es noch mal spannend. Spiro nahm sich am linken Flügel ein Herz, ließ Sekesi und Mick Köhler stehen und bugsierte die Scheibe aus spitzestem Winkel an Bick vorbei ins Tor - 1:2 (49.). Den ganz großen Druck konnten die Bayern jedoch nicht mehr erzeugen. Die Lange-Truppe spielte clever zu Ende. Sekesi zog eine Strafe gegen Philipp Schlager. Schließlich blieben den Hausherren lediglich 30 Sekunden für das Sechs-gegen-fünf.

Bad Tölz: Hölzl - Götz, Brady, Leitner, Bohac - Eberhardt, Schlager, Dibelka, Brandl, Spiro, Aquin, Engel, Ott, Merl.

Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Mick Köhler, Sekesi, Seifert, Hafenrichter, Dobryskin - Wörle, Pollastrone, Hickmott, Vause, Körner, Keck, Reiter, El-Sayed, Herrmann.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Flad/Kannengießer. - Tore: 0:1 (36.) Seifert (Herrmann), 0:2 (42.) Hickmott (Vause, K. Schmidt), 1:2 (49.) Spiro. - Strafminuten: 4:0 Minuten.

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