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Duell der Verfolger

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Marco Grollmann (Dauernheim, links) wird vom Altenstädter Tobias Grübel attackiert. © Ralph Lehmberg

Kreis Büdingen (fsr). In der zweiten Tabellenhälfte der Fußball-Kreisoberliga Büdingen ist derzeit die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen die Mannschaft der Stunde. Nach dem beim TV Kefenrod eingefahrenen prestigereichen Derbysieg, sollen im Heimspiel gegen die in diesem Jahr noch sieglose SG Nieder-Mockstadt/Stammheim die nächsten Zähler folgen. Heiß auf den ersten Dreier des Jahres ist auch die FSG Altenstadt, die zu Hause den VfR Wenings erwartet.

Ein wenig im Schatten des Topspiels zwischen Ranstadt und Eschenrod stehen die reizvollen Verfolgerduelle zwischen Höchst und Schotten sowie Ober-Schmitten/Eichelsdorf gegen Düdelsheim.

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - SV Phönix Düdelsheim (Sonntag, 15.15 Uhr in Eichelsdorf). Mit jeweils 32 Punkten auf der Habenseite nehmen die FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf und der SV Phönix Düdelsheim gleichauf die Plätze fünf und sechs ein. »Das Team aus Düdelsheim besitzt zwei bis drei starke Individualisten, auf die wir besonders aufpassen müssen«, meint FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic vor dem Duell auf Augenhöhe. Im Hinspiel behielt der SV Phönix die Oberhand - verdient, wie Idic rückblickend sagt. Und weiter: »Wir sind gewarnt und müssen unsere beste Leistung für einen Heimsieg abrufen«. Positiv erwähnt der Spielertrainer die wieder gestiegene Trainingsbeteiligung und den von ihm beobachteten Eifer des Teams. »Wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Jetzt gilt es, das im Training einstudierte im Spiel auch umzusetzen«, betont der Offensivspieler, der zugleich hofft, dass die angeschlagenen Spieler seines Kaders rechtzeitig fit werden.

FC Germania Ortenberg - KSV Aulendiebach (Sonntag, 15 Uhr). Wenn Germania Ortenberg nochmals in den Kampf um den Klassenerhalt eingreifen möchte, muss der Tabellenletzte gegen den Mitkonkurrenten aus Aulendiebach punkten. Auch für die Gäste ist die Partie von großer Bedeutung, denn auch sie nehmen aktuell einen Abstiegsrang ein. »Das letzte Spiel vor zwei Wochen gegen Kefenrod hat uns ein wenig Aufwind gegeben und das, obwohl wir 0:2 verloren haben. Die Mannschaft hat mit dem allerletzten Rumpfaufgebot und neuer Taktik gekämpft bis zum Umfallen und sogar am Punktgewinn geschnuppert«, erklärt Ortenbergs Spielausschussvorsitzender Christian Funk. Das gute Gefühl hätte die Böning-Elf gerne mit ins nächste Wochenende genommen. »Leider wurde das Spiel bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim aus mir unerfindlichen Gründen bereits am Samstagvormittag abgesagt. Sei es drum, die Mannschaft hat ordentlich trainiert die letzten beiden Wochen, es kehren einige Stammkräfte wieder zurück und wir wollen mit einem Sieg gegen Aulendiebach den allerletzten Strohhalm greifen«, sagt Funk. Im Hinspiel verlor die Germania 1:4, was auch daran lag, das auf Seiten des KSV der für dieses Spiel aktivierte Ex-Ortenberger Michael Adomeit einen glänzenden Tag erwischt hatte.

SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen - SG Nieder-Mockstadt/Stammheim (Sonntag, 15.15 Uhr in Wolferborn). Die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen reitet derzeit auf einer Euphoriewelle und ist mit guten Ergebnissen dem Saisonziel Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen. Im Heimspiel gegen die in diesem Jahr noch sieglose SG Nieder-Mockstadt/Stammheim ist die Elf der beiden Trainer Sebastian Hopp und Simon Greco in der Favoritenrolle. »Im letzten Heimspiel am Spielort Wolferborn wollen wir unbedingt unseren dortigen Unterstützern und Fans noch einmal ein gutes Match bieten und etwas Zählbares am Ende in den Händen halten«, betont Greco. Trotz des spürbaren Kräfteverschleißes in den vergangenen Wochen blickt er dem in der hinteren Tabellenregion bedeutsamen Vergleich optimistisch entgegen. »Wir haben kontrolliert und abwechslungsreich trainiert und fühlen uns fit für das sicherlich kampfbetonte Spiel«, so Greco.

SG Hettersroth/Burgbracht - TV Kefenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Dem Tabellenvorletzten SG Hettersroth/Burgbracht steht wieder einmal ein reizvolles Derby ins Haus. Die Gäste aus Kefenrod scheinen trotz der kürzlich kassierten 1:2-Heimniederlage gegen die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen leicht im Vorteil zu sein. Die Peuker-Elf ist im Gegensatz zur SG im Rhythmus und könnte auch läuferische Vorteile haben. »Wir konnten zuletzt wegen Corona und anderen Krankheiten kaum trainieren und zuvor hatte die Mannschaft ja schon körperliche Defizite«, strotzt SG-Trainer Markus Sinner vor dem Duell gegen seinen Heimatverein nicht vor Euphorie. Im Kampf um den Klassenerhalt sollten dennoch die ersten Heimpunkte des Jahres 2022 eingefahren werden. Die personelle Situation hat sich bei den Hettersröthern in dieser Woche etwas entspannt, auch wenn hinter den Einsätzen von Paul Wismer und Arnold Schuchart noch Fragezeichen stehen. »Wir hatten uns aus den ersten Spielen nach der Winterpause mehr Punkte erhofft und müssen dieses Spiel jetzt gewinnen«, redet Sinner nicht lange um den heißen Brei herum.

FSG Altenstadt - VfR Wenings (Sonntag, 15.15 Uhr). Die Fußballer der FSG Altenstadt warten in diesem Jahr noch auf den ersten Sieg und sind in die Abstiegszone gerutscht. »Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht und wollen als Team da auch wieder rauskommen«, sagt Spielertrainer Timo Schneider vor dem anstehenden Heimspiel gegen den zuletzt sehr wechselhaft agierenden VfR Wenings. An das Hinspiel (1:1) hat Schneider noch gute Erinnerungen. »Das war unser bester Auftritt in der Vorrunde«, meint der zum Saisonende als Trainer ausscheidende und künftig als Sportlicher Leiter der FSG fungierende Schornsteinfegermeister. Obwohl weiterhin einige Ausfälle zu beklagen sind, geht Schneider die Partie am Sonntag optimistisch an: »Gegen Mannschaften, die das Spiel machen wollen, tun wir uns ein bisschen leichter«, setzt er auf den Offensivdrang der Gäste aus Wenings. Unterdessen steht bereits fest, dass Offensivspieler Max Berthel die FSG im Sommer verlassen wird. Berthel wird als Spielertrainer das in der Kreisliga B Offenbach spielende B-Team des Gruppenligisten SG Germania Klein-Krotzenburg übernehmen.

SV Seemental - FSV Dauernheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Mit 32 Punkten führt der SV Seemental auf Rang vier ein breit gefächertes Tabellenmittelfeld an. Den augenblicklichen Platz würde der SVS natürlich gerne verteidigen, wofür ein Heimsieg gegen den FSV Dauernheim gelegen käme. »Es kommt ein Gegner, der nach dem letzten Sieg sicher wieder deutlich mehr Selbstvertrauen getankt hat und zudem mit Marco Grollmann einen der besten Offensivspieler der Kreisoberliga mitbringt«, warnt Seementals Spielertrainer Dominic Höhl seine Jungs vor dem FSV, der am vergangenen Wochenende mit dem 1:0 gegen die FSG Altenstadt den ersten Dreier des Jahres landete. Im Hinspiel behielten die Dauernheimer mit 1:0 die Oberhand, weswegen Höhl nun von seinem Team Wiedergutmachung einfordert. »Wir müssen leider einige Stammkräfte ersetzen, werden aber dennoch alles dafür tun, dass die drei Punkte in Ober-Seemen bleiben«, so Höhl abschließend.

VfB Höchst - SV Blau-Weiß Schotten (Sonntag, 15.15 Uhr). Gerne hätte Christopher Knoblauch mit seinem VfB Höchst am vergangenen Wochenende die Partie beim KSV Aulendiebach ausgetragen, um vor dem Verfolgerduell gegen Blau-Weiß Schotten im Spielrhythmus zu bleiben. »Aktuell spielen wir in Zwei-Wochen-Abständen. Das ist nicht gut für unseren Spielfluss«, meint der lizenzierte Übungsleiter.

Blau-Weiß Schotten bezeichnet Knoblauch als unbequemen Gegner. »Die letzten drei Duelle gingen alle an Schotten. Sie sind nach vorne flott unterwegs und haben gute Einzelspieler in den Reihen«, findet Knoblauch. Dennoch soll nach seinem Geschmack die Serie mit einem Dreier für Höchst brechen. Dass sein auf der einen oder anderen Position ersatzgeschwächtes Team für ein Erfolgserlebnis gegen die Vogelsberger alles in die Waagschale werfen muss, steht für Knoblauch außer Frage. »Meine Jungs freuen sich sehr auf das Spiel. Wir werden am Sonntag an unsere Grenzen gehen«, verspricht der VfB-Trainer dem Heim-Publikum einen couragierten Auftritt.

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