Die Regionalliga macht weiter - alles andere als logisch

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Irgendwie klingt es verrückt: Während die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Verschärfung und also Verlängerung des "Lockdowns" beschließt, scheint die Regionalliga Südwest, sollten sich die inoffiziellen Meldungen bestätigen, noch im Dezember in den Ligabetrieb zurückkehren zu wollen. Der Grund: Rheinland-Pfalz will offensichtlich seine zuvor schärfer als in Hessen, Baden-Württemberg und Saarland gefassten Vorgaben nun lockern.

Logisch ist das alles nicht. Und unklar ist auch, was die zuständigen Stellen zum Umdenken bewogen hat. Überall werden die Corona-Regeln verschärft, nur in Teilen der Regionalliga eröffnen sich - im wahrsten Sinne des Wortes - neue Spielräume. Wem aber ist damit gedient? Sicher nicht dem großen Teil der Vereine, die für eine Unterbrechung bis ins nächste Jahr plädierten und deutlich zum Ausdruck brachten, dass man sich in der Liga über alternative Modelle, wie die Runde zu Ende zu bringen sei, Gedanken machen müsse. Wenn die Informationen, die jetzt durchsickerten, stimmen, bleiben die Liga-Gesellschafter bei ihrem unseligen Kurs: Auf Teufel komm raus eine überbordende Runde durchdrücken zu wollen. Mit Spielen ohne Zuschauer kurz vor Weihnachten und Anfang Januar. Das kann nicht gesund sein. In vielerlei Hinsicht. Rüdiger Dittrich

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