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Die Kontrahenten der HSG Gedern/Nidda

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Gedern/Nidda (flo). Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda betreten in der Staffel Süd-West der 3. Liga Neuland. »Da sind schon viele unbekannte Gegner dabei«, weiß Trainer Christian Breiler. Mit der TSG Eddersheim, dem 1. FSV Mainz 05 II und der HSG Rodgau Nieder-Roden haben sich die Wetterauerinnen bereits in Pflichtspielen duelliert. Mit allen anderen Klubs der elf Mannschaften starken Staffel hatte die Spielgemeinschaft indes noch keine Berührungspunkte.

Wie also sind die neuen Kontrahenten einzuschätzen, mit wem ist zu rechnen? Ganz gewiss ein heißer Kandidat für die Spitzenplätze ist die HSG Freiburg . Nach zwei Zweitligajahren wurde die Truppe aus dem Breisgau in der vergangenen Saison mit 19 Siegen aus 20 Spielen Meister der Süd-Staffel, verpasste in der Aufstiegsrunde aber die unmittelbare Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus. Doch die Freiburgerinnen gehen es mit badischer Bescheidenheit an: »Sollten wir von Verletzungen verschont bleiben, wollen wir gerne unter die ersten drei der Tabelle kommen. Höhere Ziele sind aufgrund namhafter Abgänge unrealistisch«, sagt die Sportliche Leiterin Gisela Schoritz. Dass vom Aufstiegsrundengegner SV Allensbach Rückraum-Torjägerin Julia von Kampen an die Dreisam gelotst wurde, ist dann aber doch ein Ausrufezeichen.

Dem Favoritenkreis zugeordnet wird auch die SG Kappelwindeck/Steinbach , die letzte Runde als Dritter knapp hinter den Freiburgerinnen landete. Davon aber wollen sie im Westen Baden-Württembergs nichts wissen. Den Bronzerang stufen die Verantwortlichen als Überraschung ein, »wir hoffen auf einen Platz, am besten einige Plätze über der Deadline«, gibt Arnold Manz aus der Sportlichen Leitung das Primärziel Klassenerhalt aus. Das verwundert insofern nicht, als dass es zwei Leistungsträgerinnen in die 1. Liga verschlagen hat: Kreisläufer-Talent Ariane Pfundstein wechselte zu Bayer 04 Leverkusen, Rückraumakteurin Stephanie Elies zu FA Göppingen. Mit dem Erfolg beim hochkarätig besetzten Škoda-Cup in Allensbach ließ Kappelwindeck/Steinbach kurz vor dem Start dennoch aufhorchen.

Verlässlich in der Spitzenregion war in den vergangenen Jahren auch die TSG Eddersheim zu finden. In der vergangenen Saison wurden die Hessinnen Vizemeister ihrer Staffel. Für die neue Runde drosselt Tobias Fischer die Erwartungen: »Wir haben einen brutalen Umbruch vollzogen, haben mindestens vier, fünf richtig gute Spielerinnen, die unser Spiel über Jahre geprägt haben, abgegeben. Das können die Neuzugänge unmöglich so schnell kompensieren«, sagt der TSG-Coach. Die Schlussfolgerung: Eddersheim strebt den Klassenerhalt an. »Ich sehe insgesamt ein sehr breites Mittelfeld. Das kann sehr gefährlich sein«, prognostiziert Fischer. In der Tat: Das Gros peilt einzig und allein den Klassenerhalt an, selbst für die Erstligareserve der HSG Bensheim/Auerbach II um die Gedernerin Jana Haas und die Zweitligareserve des 1. FSV Mainz 05 II dürfte dies ganz oben auf der Agenda stehen. Das ist bei bis zu vier Absteigern freilich nicht verwunderlich. Komplettiert wird die Staffel übrigens vom baden-württembergischen Trio TG 88 Pforzheim , HSG St. Leon/Reilingen und Aufsteiger TSV Bönnigheim sowie der HSG Wittlich aus Rheinland-Pfalz . »Eine adäquate Einschätzung«, befindet Gedern/Niddas Trainer Breiler, »ist nicht möglich bei so vielen unbekannten Gegnern. Man muss die Teams erst einmal gesehen haben.« Das wird so unmittelbar nicht der Fall sein. Nur sechs der elf Klubs steigen bereits an diesem Wochenende in die Saison ein.

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