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Die bislang schwierigste Aufgabe

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Kristin Amos (am Ball) kehrt wieder in den Kader der HSG Gedern/Nidda zurück. © Red

Gedern/Nidda (flo). Zweimal gespielt, zweimal gewonnen - und nun steht die bislang schwierigste Aufgabe in der Abstiegsrunde an. Am Samstagabend (20 Uhr, Sporthalle Gesamtschule Nord) sind die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda bei der PSV Recklinghausen zu Gast. Die Partie wird beim Streamingdienst Solidsport übertragen.

Lage: Drei Teams sind nach zwei der sechs Spieltage gleichauf. Die HSG führt das Klassement an, Zweiter ist Recklinghausen, als Dritter folgt der TuS Königsdorf. Alle haben 8:4 Punkte auf dem Konto. Gedern/Nidda und Recklinghausen, weil sie beide bisherigen Duelle für sich entschieden haben. Königsdorf, weil es bereits mit 6:2 Zählern in die Abstiegsrunde gestartet war. Dahinter lauert die Ibbenbürener Spielvereinigung mit 6:6 Punkten, die sich mit einem Erfolg gegen Königsdorf am Sonntag auch noch einmal in den Kampf um die ersten beiden Plätze einschalten könnte. Der Königsborner SV (4:8) sowie die HSG Lumdatal (2:10) sind indes bereits abgeschlagen.

Partie als Chance begreifen

Klar ist jedenfalls: Sowohl die HSG Gedern/Nidda als auch die PSV Recklinghausen zählen zu den ernsthaften Kandidaten für den Klassenerhalt. Das verleiht dem direkten Duell zweifelsfrei Schärfe, es erhöht die Bedeutung. »Der Gewinner kann sicher etwas entspannter in die nächsten Wochen schauen. Man hat aber auch noch Chancen, wenn man dieses Spiel nicht gewinnt«, ordnet HSG-Coach Christian Breiler ein. »Wir müssen diese Partie als Chance begreifen. Mit einem positiven Ergebnis könnten wir einen Riesenschritt in die richtige Richtung machen.«

Personelles: Die Langzeitverletzten Sabine Kaiser und Hanna Rösner, die sich nach Kreuzbandrissen beide im Aufbautraining befinden, werden in der Abstiegsrunde freilich noch nicht zurückkehren. Auch Christin Kraft (schwanger) ist kein Thema. Ob Emely Nau noch einmal unterstützend eingreifen kann, ist offen. Die Rechtsaußen war vor dem Start der Abstiegsrunde im Training umgeknickt, hat sich eine schmerzhafte Knochenprellung zugezogen. Eine Rückkehr auf die Platte könnte allenfalls gegen Ende des Monats möglich sein. Derweil soll Rückraumkraft Kristin Amos, die zuletzt aus beruflichen Gründen fehlte, wieder an Bord sein.

Gegner: 2018 musste die PSV nach vielen Zweit- und Drittligajahren erstmals in diesem Jahrtausend in die Oberliga, 2020 kehrten die Ruhrgebietlerinnen zurück. Dass sie in dieser Saison in den Abstiegskampf verwickelt wurden, hatte auch mit erheblichen Verletzungssorgen zu tun. Trotzdem holte Recklinghausen in der Hauptrunde immerhin 21 Punkte - mehr als jeder Kontrahent dieser Abstiegsrundengruppe. »Das ist ein sehr starker Gegner, der im Angriff über sehr viel Power verfügt«, ist Breiler gewarnt. Die Zahlen belegen das: 28,5 Tore erzielten die Grün-Weißen in dieser Saison im Schnitt, bei der HSG waren es pro Partie nur 23,6 Treffer.

Dreh- und Angelpunkt des Offensivfeuerwerks ist die 20-jährige Lara Janz. 162-mal (davon 38 Siebenmeter) hat die Mittelfrau, die per Doppelspielrecht auch für den abstiegsbedrohten Zweitligisten TVB Wuppertal aufläuft, bislang getroffen.

»Aber Recklinghausen ist nicht auf sie zu reduzieren«, betont Breiler und sagt: »Sie sind insgesamt sehr wurfstark aus der zweiten Reihe, stark im Eins-gegen-eins, suchen schnell den Abschluss. Wir werden in der Deckung voll gefordert sein. Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir in der Abwehr und im Zusammenspiel mit der Torhüterin gut sein.«

Hallensituation : Ab Mitte Juni kann Hadnball-Drittligist HSG Gedern/Nidda nach aktuellem Stand der Dinge zurück in die Gymnasiumhalle Nidda.

Die landeseigenen Notunterkünfte, die in Sporthallen eingerichtet sind, werden zum 11. Juni geschlossen, teilte das hessische Innenministerium mit.

»Das bringt uns in dieser Saison nichts mehr, ist aber in letzter Konsequenz eine positive Nachricht«, so Breiler. Der HSG-Trainer sagt aber auch: »Die Gymnasiumhalle steht leer, sie wird nicht genutzt. Ich verstehe nicht, warum das noch vier Wochen so weitergehen soll. Ich wünsche mir schon, dass kurzfristig noch etwas passiert.«

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