Derby kann kommen

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Bad Nauheim (phk). Das Hessen-Derby kann kommen: Der EC Bad Nauheim geht als Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2 am Freitagabend (19.30 Uhr) in das Nachbarschaftsduell gegen die Löwen Frankfurt. Für das Topspiel der Liga sind übrigens 3000 Zuschauer unter Anwendung der 2 G-Regel zugelassen.,

Die Roten Teufel gewannen am Dienstagabend mit 4:2 gegen Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Selber Wölfe, während die Mainstädter ihrerseits mit 2:3 gegen Ravensburg unterlagen. Für den ECN schossen vor 1302 Zuschauern Rückkehrer Fabian Herrmann, Jerry Pollastrone sowie Verteidiger Tomas Schmidt, der einen Doppelpack schnürte, die Treffer.

»«Es war das erwartet schwere Spiel. Am Anfang war es zu einfach, danach hat man gemerkt, dass wir müde im Kopf sind, während Selb aggressiv gespielt und uns damit das Leben schwer gemacht hat«, sagte EC-Coach Harry Lange hinterher. »Man kann die Jungs nicht genug loben, mit der kurzen Bank haben wir ein überragendes Spiel gemacht. In solchen Spielen muss man Wille zeigen - und das hat die Mannschaft gemacht.«

Mit Herrmann, ohne zwei Kölner

Mit Stürmer Herrmann als einzigem Rückkehrer, dafür ohne die Kölner Förderlizenzspieler Maximilian Glötzl und Robin van Calster ging der weiterhin wegen Verletzungen und Erkrankungen personell dezimierte ECN in die Partie gegen die Porzellanstädter. Bis zum frühen 2:0 - einem Doppelschlag von Herrmann und Pollastrone, die einen Fehler im Aufbau sowie einen Abpraller von Torwart Michel Weidekamp nutzten (5.), sah es zwar nach einer klaren Sache aus, doch nachdem Pollastrone nach einem Alleingang das dritte Tor verpasst hatte (8.), fiel der Anschlusstreffer durch Selbs Topscorer Brett Thompson in einem vermeidbaren Unterzahlspiel der Hausherren (11.) - und das zähe Ringen begann.

Zwar hatte der ECN mehr vom Spiel und nicht nur die besseren, sondern auch die zahlreicheren Chancen, doch der Puck wollte lange einfach nicht ins Tor - das Ergebnis einer Mischung aus defensiv engagierten Selbern, einem soliden Torhüter und jeder Menge Pech aufseiten der Roten Teufel.

Mick Köhler und Pollastrone (15.), Huba Sekesi (24.) und Leon Köhler (29.) - um nur einige zu nennen - verpassten jeweils das dritte Tor. So kam es, wie es kommen musste: Nach einem nicht energisch genug geklärten Puck traf Feodor Boiarchinov zum 2:2 (32.).

Doppelpack bringt die Entscheidung

Die Bad Nauheimer Erlösung kam in der 52. Minute, als Tomas Schmidt den Puck nach guter Vorarbeit von Jordan Hickmott versenkte - und das Stadion erstmals an diesem Abend zum Stehen brachte.

Mit seinem Schuss über das gesamte Spielfeld ins leere Tor sorgte der deutsch-tschechische Verteidiger schließlich für die Entscheidung (60.) - und schoss den ECN zumindest bis Freitag an die Tabellenspitze.

EC Bad Nauheim: Maurer - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Tomas Schmidt Mark Sheyvrin - Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler, Körner, Wörle, Reiter, Leon Köhler, Herrmann, El-Sayed.

Selber Wölfe: Weidekamp - Slavetinsky, Ross, Silbermann, Ondruschka, Böhringer, Walters, Gimmel - Boiarchinov, Thompson, Miglio, Aquin, Deeg, Gelke, Klughardt, Reuß, Vantuch.

Schiedsrichter: Falten/Schmidt.

Zuschauer: 1302. Strafminuten: 10 / 8. Tore: 1:0 (5.) Herrmann (El-Sayed, Leon Köhler), 2:0 (5.) Pollastrone (Thomas Schmidt, Hickmott), 2:1 (10.) Thompson (Miglio, Slavetinsky), 2:2 (32.) Boiarchinov (Ross, Thompson), 3:2 (52.) Tomas Schmidt (Hickmott, Köhler), 4:2 (60.) Tomas Schmidt (Empty-Net).

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