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Der Knoten ist geplatzt

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Das Siegerteam jubelt nach dem Auswärtscoup. © pv

HSG Gedern/Nidda startet mit einem Auswärtssieg in die Abstiegsrunde.

Ibbenbüren/Nidda (flo). Das war wichtig: Nachdem die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in der Hauptrunde in elf Auswärtsspielen nur zwei Mal erfolgreich waren, gelang nun zum Auftakt der Abstiegsrunde ein Sieg in der Fremde. Bei der Ibbenbürener Spielvereinigung 08 setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Breiler im ersten von sechs Endspielen deutlich mit 29:18 (15:10) durch. Die Wetterauerinnen verteidigten damit den zweiten Tabellenplatz.

Ibbenbürener Spvg. 08 - HSG Gedern/Nidda 18:29 (10:15). Ausgerechnet zum Start der Abstiegsrunde platzte der Knoten. In der Hauptrunde hatte die Spielgemeinschaft zuletzt doch arge Schwierigkeiten im Angriffsvortrag, sie erlaubte sich zu viele technische Fehler, zu viele Fehlwürfe und es mangelte am Tempo. In Ibbenbüren aber ließ die Breiler-Truppe all diese Defizite hinter sich und netzte 29 Mal ein. So oft hatte sie zuletzt Mitte November beim 29:19-Heimsieg gegen den TuS Königsdorf getroffen. Beste Werferin im Nordrhein-Westfälischen war Rückraumspielerin Kirsten Schindler mit zwölf Toren, davon fünf per Siebenmeter.

Für die Gäste aus dem Oberhessischen, die ohne Rechtsaußen Emely Nau (verletzt) und Rückraumspielerin Charlotte Schäfer (Abiturvorbereitung) angereist waren, startete die Begegnung optimal. Nach fünf Minuten besorgte Schindler per Siebenmeter bereits die 4:1-Führung. Dass danach kurzzeitig Ibbenbüren die Oberhand gewann und beim 6:5 ( (14.) das erste und einzige Mal in Front lag, davon ließ sich das Breiler-Team nicht verunsichern. Im Gegenteil: Nach dem 7:7 (16.) legten die Gäste einen 6:0-Lauf hin und setzten sich auf 13:7 (25.) ab. Dank aggressiver Deckung, dank einiger Ballgewinne und dank effizientem Umschaltspiel. »In dieser Phase haben wir hinten sehr konzentriert gearbeitet«, lobte der Trainer. Dieser Zwischenspurt war denn auch die Basis für den 15:10-Pausenvorsprung.

Schüler-Comeback

Die Führung geriet nach Wiederbeginn auch zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Die Ballwerferinnen aus Gedern und Nidda waren schlichtweg deutlich überlegen. Sie kontrollierten über die gesamte Partie hinweg die beiden torgefährlichen Ibbenbürener Rückraumspielerinnen Theresa Beermann und Hannah Schoppe, zwangen die Gastgeberinnen mittels aggressiver Verteidigung immer wieder zu Fehlern. »In der Abwehr war das einfach gut, egal in welcher Konstellation. Das war auf jeden Fall der Schlüssel«, befand Breiler. Und freute sich auch, dass Isabell Schüler nach nur einer Trainingseinheit wieder dabei war. Die Linksaußen traf nicht nur vier Mal, sondern stabilisierte auch die Deckung - obwohl sie zuvor seit Mitte Februar ausgefallen war. »Sie ist eine der wenigen erfahrenen Spielerinnen und tut uns mit ihrer Erfahrung, Dynamik und Aggressivität einfach gut. Es war keine Frage, dass sie spielt, wenn es möglich ist«, so der HSG-Coach.

Nach Schülers 23:13 (44.) lagen die Gäste erstmals zweistellig vorne. Am Ende durften sie einen 29:18-Sieg bejubeln. »Das war so nicht zu erwarten. Aber es einfach eine gute Leistung der Mannschaft und sehr wichtig, um bei der Musik dabei zu bleiben«, sagte Breiler. »Wir werden nach diesem Spiel nicht überschwänglich. Aber wir wollen daran ansetzen und sind zuversichtlich für die nächsten Begegnungen. Wenn wir so weitermachen, bin ich überzeugt, dass wir es schaffen.«

Damit deutet sich nach den Erkenntnissen des ersten Spieltags zumindest an, dass es auf ein Dreier-Rennen um die beiden Nichtabstiegsplätze hinauslaufen könnte. Der TuS Königsdorf gewann beim Königsborner SV mit 27:20, ist mit 8:2 Punkten Gruppenerster. Die PSV Recklinghausen setzte sich klar mit 34:21 gegen die HSG Lumdatal durch und hat nun 6:4 Zähler auf dem Konto. Ebenso viele also wie die HSG Gedern/Nidda. Diese trifft am nächsten Samstag in Konradsdorf auf Königsborn, das - nimmt man Haupt- und Abstiegsrunde zusammen - nun 14 Begegnungen in Folge verloren hat. Es ist also eine absolute Pflichtaufgabe für die Breiler-Truppe.

Ibbenbürener Spvg. 08: Köster, Windoffer; Wöllmer, Brüning (1), Huelsman, Zaletel, Beermann (6/2), Willemsen, Siemering (3/1), Neubauer (1), Brinkmann, Schoppe (2), Reisbich (1), Wessling (2), Snyders (2), Huels. HSG Gedern/Nidda: Petek, Elisath, Heß; Schüler (4), H. Niebergall (3), Engel (2), Pfaff (3), Hutin, Wäscher (2), Amos (1), E. Niebergall, Schindler (12/5), Krauß (2). Schiedsrichterinnen: Stache/Wegmann (Dortmund) - Zuschauer: 125 - Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Huelsman - Engel, Pfaff/2), Wäscher) - Rot: Schindler (60., Kopftreffer) - Siebenmeter: 5/3:6/5 - Spielfilm: 4:5 (10.), 7:9 (18.), 7:13 (25.). 10:15 (30.), 12:20 (39.), 15:25 (50.), 18:29 (60.).

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