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Deniz überragt beim OFC

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Offenbach (cd). Für Sreto Ristic ist die Sache recht simpel. »Wir machen wieder Tore«, antwortete der Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach nach dem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den Vorletzten FK Pirmasens auf die Frage, warum der OFC plötzlich wieder zurück im Kampf um den Aufstieg ist. Nach dem schlechten Start in die Restsaison (nur ein Punkt aus drei Spielen) hatten die Kickers zwischenzeitlich sieben Zähler Rückstand auf den ersten Platz.

Nun, vier Wochen später, ist die Hoffnung wieder zurück: Nach dem »goldenen März« mit fünf Pflichtspielsiegen in Folge (12:2 Tore) ist der OFC wieder richtig dick drin im Geschäft und liegt als Dritter lediglich einen mageren Zähler hinter Spitzenreiter SV Elversberg.

Ristic ging nach der Partie allerdings mit keinem Wort auf die Tabellensituation ein. Dafür gab es für einen Spieler ein Sonderlob. »Seine Leistung war sehr, sehr gut. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, der die Qualität hat, aus ruhenden Bällen Kapital zu schlagen«, sagte Ristic über Matchwinner Tunay Deniz, der im Hessenpokal unter der Woche Rot gesehen hatte. Bereits in der sechsten Minute traf er per Freistoß aus 17 Metern zum 1:0. Ein perfekter Start für den OFC, der es in der Folgezeit jedoch verpasste, mit weiteren Toren für Ruhe zu sorgen. Unter anderem vergaben Mathias Fetsch und Philipp Hosiner freistehend. Ristic wurde auf der Bank schon unruhig: »Man malt sich im Kopf Bilder aus: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft.« Fast wäre es auch so gekommen. Kurz vor der Pause kam der Pirmasenser Leon Ampadu Wiafe im OFC-Strafraum zum Abschluss. David Richter fuhr aber den linken Arm aus und klärte zur Ecke. »Das hat er stark gemacht«, lobte Ristic die neue Nummer eins, die auch im dritten Punktspiel in Folge ohne Gegentor blieb.

Nach knapp einer Stunde zeigte Deniz den Kollegen erneut, wie es gemacht wird. Florent Bojaj verlängerte per Kopf einen Freistoß von Osarenren Okungbowa in den Lauf des Mittelfeldstrategen, der rechts im Strafraum freie Bahn hatte und den Ball volley ins lange Eck hämmerte. Es waren bereits die Saisontore Nummer neun und zehn für den Spielmacher. Damit hat er seine Marke aus der Vorsaison bereits übertroffen.

Gegen Pirmasens wäre fast ein Assist hinzugekommen. Nach einer Ecke von Deniz köpfte Abwehrchef Sebastian Zieleniecki den Ball an den Pfosten, Fetsch stochert ihn im Sitzen über die Linie (76.) und sorgte damit für den 3:0-Endstand. Der 33-jährige Offensiv-Routinier erzielte damit im vierten Pflichtspiel in Folge ein Tor.

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