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Corona in Langen: Oberauer Partie fällt aus

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Oberau/Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost steht am heutigen Mittwoch der erste Wochenspieltag im neuen Jahr auf dem Terminkalender. Nach der »Nulldiät« am letzten Wochenende nehmen zwei der drei Büdinger Kreisvertreter einen neuerlichen Anlauf, weitere Punkte zu sammeln. Die Aufgaben haben es allerdings zum Teil in sich. Als krasser Außenseiter fährt Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda zum aktuellen Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt.

Zum zweiten Mal Heimrecht in Folge genießt der FC Alemannia Gedern, der heute Abend (alle Spiele 19.30 Uhr) die zweite Formation des FC Hanau 93 zu Gast hat. Die Partie der Sportfreunde Oberau in Langen fällt aus.

1. FC Langen - Sportfreunde Oberau (abgesagt). Am gestrigen Morgen hieß es noch, dass die Austragung der Partie am seidenen Faden hängt, weil beim FC Langen »Corona-Alarm« herrscht. Gestern Nachmittag dann die Bestätigung: Klassenleiter Gerhard Pfeifer (Gelnhausen) lagen fünf positive PCR-Tests vor, die Partie muss verlegt werden. Das dürfte die Sportfreunden nicht sonderlich ärgern, schließlich hatte der Klub schon am vergangenen Wochenende große Personalsorgen. Und Besserung scheint (noch) nicht in Sicht.

Bei den Oberauern saß der Stachel nach der jüngsten 2:3-Heimschlappe gegen den VfB Offenbach trotz aller Probleme sehr tief. Die Chance, den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen herzustellen, sie wurde nicht genutzt. Und das ausgerechnet gegen einen Gegner, der bis dato auswärts noch kein Spiel gewonnen hatte. Dass sich Kapitän Kevin Kuhl bei der Heimniederlage noch einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat, war das i-Tüpfelchen auf einen letztlich gebrauchten Tag. Ohne jegliche Schuldzuweisungen an die Mannschaft, die nach einem 0:2-Rückstand dann ja auch am Samstag noch einmal zurückgekommen ist, sprach Oberaus Spielausschusschef Peter Kuhl in seiner Nachbetrachtung von einem, was das Zustandekommen betrifft, mehr als unglücklichen ersten Gegentor, verbunden mit der Feststellung, »dass wir in der Abwehr personell aktuell natürlich stark gehandicapt sind«.

FC Alemannia Gedern - FC Hanau 93 II (heute, 19.30 Uhr). Die Hoffnung mit dem Auswärtssieg beim Restrundenauftakt in Marköbel eine kleine Serie starten zu können, sie ging aus FCA-Sicht nicht in Erfüllung. Drei Gegentore und drei weitere verletzte Spieler, so lautete vielmehr die ernüchternde Bilanz nach der Heimpremiere 2022 gegen den VfB Oberndorf. »In der ersten halben Stunde fand ich unsere Leistung richtig gut. Es ist dann aber alles gegen uns gelaufen. Es war einfach nicht unser Tag«, fasste FCA-Coach Jannik Jung die Geschehnisse vom letzten Sonntag noch einmal zusammen. Die Personalsituation hat sich vor dem heutigen Duell gegen den Traditionsklub weiterhin zugespitzt. Jannik Hainz (Außenbandverletzung im Sprunggelenk) und Jannik Jung (Muskelverletzung im Oberschenkel) drohen sogar länger auszufallen. Gianluca Kraus dürfte heute Abend ebenfalls noch nicht zur Verfügung stehen. Gleiches gilt auch für Maximilian Wagner und Tom Emrich (beide krank).

Leon Mehic und Marvin Laubach (beide Trainingsrückstand) könnten zumindest wieder in den Kader rücken, während auch David Malter (beruflich verhindert) ebenfalls fehlen wird. Die Mannschaft des FCA stellt sich also heute Abend quasi von selbst auf. »Ohne Spieler aus der zweiten Mannschaft werden wir in puncto Kaderstärke nicht auskommen«, wies FCA-Coach Jannik Jung auf die missliche Situation hin. Das Hinspiel in Hanau verlor der FCA in der Nachspielzeit. »Die Niederlage damals war bitter und dramatisch«, erinnert sich Jung. Dass der Gegner erneut mit etablierten Hessenligaspielern in Gedern auflaufen wird, davon geht Jung diesmal allerdings nicht aus. Dass gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn die Trauben dennoch hoch hängen, davon darf man ausgehen. »Hanau hat mit dem jüngsten Heimsieg gegen Nieder-Roden aufhorchen lassen«, weiß der Coach.

Sportfreunde Seligenstadt - SC Viktoria Nidda (heute, 19.30 Uhr). Die Duelle mit den Spitzenteams der Liga finden für die Viktoria eine Fortsetzung. Heute Abend wartet nunmehr der Ligaprimus auf die Gänsweid-Elf, die im Hinspiel eine deftige 1:10-Heimklatsche kassierte. Können die Viktorianer den Schaden diesmal in Grenzen halten? »Es war schon ein wenig besser«, erkannte Niddas Spielertrainer Christoph Pilch im letzten Heimspiel gegen Kickers Obertshausen (0:3) durchaus Fortschritte. »Wir haben keine Angst und zu verlieren haben wir ohnehin nichts«, fühlt sich Pilch in der krassen Außenseiterrolle noch nicht einmal unwohl. Jeder rechnet mit einem deutlichen Heimsieg der ambitionierten Sportfreunde, deren Kader durchaus Verbandsliga-Niveau besitzt. Was Pilch am letzten Sonntag ein wenig gewurmt hat, das waren die zum Teil unnötigen Gegentore. Im Defensivverhalten waren gegenüber Klein-Krotzenburg schon deutliche Fortschritte zu erkennen, im Spiel nach vorne fehlt aktuell noch die Durchschlagskraft. Was wohl auch daran liegt, dass mit dem derzeit verletzten Leutrim Jusufi ein schneller Außenbahnspieler ersetzt werden muss und Lenhart Matheis nach langer Verletzungspause noch der Rhythmus fehlt. »Lenhart ist ein wichtiger Spieler für uns, doch zwei bis drei Wochen wird es noch dauern, bis er wieder bei 100 Prozent ist«, teilte Pilch mit. Keiner mag so recht daran glauben, dass die Viktoria heute Zählbares mit nach Hause nimmt. Das Ergebnis dürfte für den Übergangscoach nur sekundäre Bedeutung haben. Viel wichtiger wird sein, dass Nidda den nächsten Schritt macht und vor allem nicht wieder zweistellig verliert.

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