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Cimen bleibt, Römer weg?

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Von: Sven Nordmann

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Verfügen über einen Vertrag bis Sommer 2023 beim FC Gießen und stehen nach Aussage des Trainers nicht in Kontakt mit Eintracht Frankfurt: Daniyel Cimen (l.) und Michael Fink. VOGLER © Red

Region (sno). Tore erzielen und den Schwung vom guten Auftakt nach der Winterpause mitnehmen: Das ist die Vorgabe für den FC Gießen beim heutigen Gastspiel bei der TSG Balingen (14 Uhr). »Der Auftakt (0:0 gegen den Bahlinger SC, Anm. d. Red.) hat Mut gemacht. Aber wir wissen auch, dass die Spiele weniger werden«, sagt FC-Trainer Daniyel Cimen.

Aktuell rangiert sein Team auf Rang 17 der Fußball-Regionalliga Südwest, weist allerdings auch nur einen Punkt Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz der Fußball-Regionalliga Südwest auf. Die guten Leistungen sollen sich in den verbleibenden 13 Saisonspielen nun auch in Treffern widerspiegeln.

Derzeit stellen die Rot-Weißen vom Waldstadion die faktisch schwächste Offensive der Liga mit lediglich 0,86 Treffern pro Partie. »Wichtig ist, dass wir in die Situationen kommen, in denen wir Torchancen haben. Das ist der Fall«, weiß Cimen. »An der letzten Präzision und Entschlossenheit können wir weiter arbeiten. Wir achten im Training auf Abschlüsse und Erfolgserlebnisse, wollen das Thema aber auch nicht größer machen als es ist.«

Schließlich gibt es immer zwei Seiten der Medaille: Die andere zeigt die beste Defensive aller Mannschaften in der zweiten Tabellenhälfte (29 Gegentore). Von daher geht der Gießener Coach mit einer gewissen Zuversicht in das heutige Auswärtsspiel im Zollernalbkreis. Als Kontrahent wartet mit der TSG Balingen eine Mannschaft, »die unserem letzten Gegner in vielem ähnelt. Sie greifen seit Jahren auf einen gewissen Stamm zurück und spielen das gleiche System wie Bahlingen. An einem guten Tag können sie jeden schlagen.« Für den FC Gießen freilich sollten drei Zähler das Ziel sein - die TSG holte in der laufenden Runde auswärts mehr Punkte als zu Hause und ist folglich keine ausgewiesene Heimmacht.

In der Vorwoche gewann das Team von Ex-Profi Martin Braun mit 2:1 beim VfR Aalen. Verkraften mussten die Süddeutschen in der Winterpause den Abgang ihres Top-Torjägers Simon Klostermann. Den 21-Jährigen zog es zum SSV Ulm. Im Gegenzug verpflichtete Balingen dafür Stürmer Jonas Meiser vom direkten Konkurrenten aus Großaspach.

Der FC Gießen muss auf Niclas Mohr (Zerrung) und Benedict dos Santos (Faserriss) verzichten, ein Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Top-Torschütze Donny Bogicevic (Leistenbeschwerden) und Leonidas Tiliudis (Oberschenkelbeschwerden). Kapitän Nikola Trkulja kehrt nach der Gelb-Rot-Sperre zurück ins Team.

Diesem wird nach aktuellem Stand nicht nur in dieser, sondern auch in der nächsten Saison Routinier Michael Fink angehören. Der 40-Jährige hat in Gießen wie der 37-jährige Trainer Daniyel Cimen einen Kontrakt bis Sommer 2023.

Trotzdem kamen zuletzt Fragen auf, ob das eng miteinander verbundene Duo, das einst gemeinsam bei Eintracht Frankfurt spielte, die vor der Reaktivierung stehende U23 der Eintracht übernehmen solle. Darauf angesprochen sagt Cimen: »Da ist nichts dran. Stand jetzt hat sich bei uns keiner gemeldet.« Gemeldet hat sich nach Informationen dieser Zeitung Notvorstand Turgay Schmidt bei Jugendleiter Etienn Römer seit Wochen nicht. Kursierende Gerüchte, dass der erst vor neun Monaten gekommene Römer die Jugendabteilung des FC Gießen schon wieder verlässt, wurden von Geschäftstellenleiterin Christina Rauber auf Nachfrage allerdings dementiert: »Herr Etienn Römer ist nach wie vor Jugendleiter des FC Gießen.«

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