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Bronzeplatz zum Greifen nahe

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Der Schottener Block mit (von links) Ole Beck und Vadim Reiter stemmt sich gegen den gegnerischen Angreifer. © Hans Joachim Beckmann

Schotten (sw). Nach der deutlichen Niederlage in der Auswärtspartie beim Spitzenreiter DJK Freigericht kehrten die Volleyballer des TGV Schotten vom Gastspiel in Kesselstadt in der Bezirksliga Süd der Region Mitte mit einem glatten 3:0-Sieg zurück. Der Erfolg beim Tabellenvorletzten eröffnet den Vogelsbergern nach wie vor die Chance auf Patz drei in der Abschlusstabelle der sieben Teams.

Zum »Endspiel« kommt es an diesem Samstag beim letzten Spieltag der Saison. Die Schottener haben doppeltes Heimrecht. Das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht, die dritte Mannschaft der TG Hanau, dürfte nur Formsache sein. Dann geht es in der zweiten Begegnung gegen den unmittelbaren Konkurrenten TV Wächtersbach. Der Tabellendritte hat aktuell bei einem Spiel mehr noch vier Punkte Vorsprung auf den TGV. Im Hinspiel siegten die Wächtersbacher knapp im Tie-Break mit 15:11.

Bezirksliga Süd: TV Kesselstadt - TGV Schotten 0:3 (15:25, 18:25, 22:25). Nur mit der Minimalstbesetzung von sechs Akteuren reiste der TGV nach Kesselstadt. »Es durfte sich keiner verletzen, sonst hätten wir nicht weiterspielen dürfen«, so Teamsprecher Vadim Reiter. Aus verschiedensten Gründen musste Trainer Ole Beck auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten. So auch auf den 17-jährigen Marvin Uhl, der sich im Training verletzt hatte.

Trotz der angespannten Personalsituation ließ sich die Mannschaft nicht beirren und meisterte die Situation sehr gut, wie Reiter berichtete. Entgegen der üblichen Aufstellung musste Ole Beck das Team zwangsläufig umstellen. So rückte der etatmäßige Libero Luka Ulm, der auf dieser Position schon vielfach geglänzt hat, in den Außenangriff. Valerio Natalini, der wie Marvin Uhl erst in diesem Jahr von der eigenen Jugend in die Bezirksliga-Mannschaft aufgerückt ist, wurde als Mittelangreifer eingesetzt.

Nach zunächst gutem Start ließ der TGV die Gastgeber aufgrund zahlreicher Eigenfehler besser in die Partie kommen. Nach einem 6:3-Vorsprung dehnten die Kesselstädter ihren Punktvorteil auf 11:6 aus. Der TGV war in dieser Spielphase völlig von der Rolle. Eine taktische Auszeit verfehlte dann ihre Wirkung nicht. Die Vogelsberger besannen sich ihrer Spielstärke und leiteten die Wende ein. Mit einem schönen Block sorgte Valerio Natalini für den 13:13-Ausgleich. Dann kam die große Zeit von Valeri Welker, der mit einer unwiderstehlichen Angabenserie den TGV vorentscheidend mit 22:14 in Front brachte. Den Schlusspunkt zum 25:15 setzte Luka Ulm mit einem »mit Auge« gespielten Ball, der die gegnerische Abwehr überraschte.

Im zweiten Satz agierten die Schottener konzentriert weiter. Nach erneut gutem Beginn sorgte Ralf Christoph mit einem Ass für das 5:3. Ole Beck mit einem schönen Angriff über die Außenposition und Valerio Natalini mit einem beeindruckenden Block hielten die Gastgeber auf Distanz. Erst als sich zur Satzmitte Unsicherheiten im Schottener Spiel einsickerten, kamen die Kesselstädter zum Ausgleich. Doch die Freude der Gastgeber währte nicht lange. Mit einem Über-Kopf-Angriff brachte Ole Beck den TGV erneut in Führung. Valeri Welker holte anschließend mit einem Mittelangriff einen wichtigen Punkt zum 23:18. Vadim Reiter schließlich war es vorbehalten, mit einem klug in die Lücke der Kesselstädter Abwehr gespielten Ball auch Satz zwei für Schotten unter Dach und Fach zu bringen. Den vermeintlich nahen Gesamtsieg im Kopf waren die Aktionen der Schottener zu Beginn des dritten Durchgangs von Leichtsinn geprägt. Die Folge war eine ständige, wenn auch nur knappe Führung der Gastgeber, die diesmal den Satz bis zum Ende offenhalten konnten. Immerhin dauerte es bis zum 15:15, bis der TGV nach Punkten gleichziehen konnte. In der Schlussphase agierten die Gäste wieder sehr konzentriert. Luka Ulm, Ole Beck und schließlich Valerio Natalini, der über die Mitte zum Erfolg kam, machten den Sack zu.

TGV Schotten: Ole Beck, Valeri Welker, Luka Ulm, Ralf Christoph, Vadim Reiter, Valerio Natalini.

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