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Belohnung im Schneetreiben

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Von: Anette Weil

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Bei starkem Schneetreiben ist die Spitze der Männer-Hauptklasse zügig unterwegs. © pv

Nachdem es dieser Tage Hochlagen des Vogelsberges wieder Schnee gegeben hat, beschloss der SC Lanzenhain kurzfristig die Bezirksmeisterschaften im Skilanglauf auf den wohl präparierten Loipen-Strecken hoch droben auf dem Taufstein zu organisieren.

Schotten (aw). Nachdem es dieser Tage Hochlagen des Vogelsberges wieder Schnee gegeben hat, beschloss der SC Lanzenhain kurzfristig die Bezirksmeisterschaften im Skilanglauf auf den wohl präparierten Loipen-Strecken hoch droben auf dem Taufstein zu organisieren. Auf dem Siegertreppchen landeten im Trikot des TGV Schotten unter anderem Marius Reiber (M30), Michael Basseler (M45), Karlheinz Baltromejus (M65) sowie topmotivierte Talente in den Schüler- und Jugendklassen.

»In den 50er bis 80er Jahren waren diese Meisterschaften ein Großereignis, das zusammen mit den Bezirksstaffelmeisterschaften an zwei Tagen durchgeführt wurde. Der Skibezirk II umfasste damals den Vogelsberg, die Wetterau und den Westerwald. Bekannte und große Vereine kamen aus Friedberg, Hanau, Gießen, Wetzlar, Herborn, Rittershausen aber auch aus Lauterbach, Grebenhain«, teilt Erwin Mengel als Ehrenvorsitzender des TGV Schotten und Pressewart des Traditionsvereins mit. »Es gab große Starterfelder - allein beim Skispringen auf der damals noch vorhandenen Kurt-Moosdorf-Schanze starteten 40 bis-0 Springer und alle Langläufer und Springer zusammen ergaben meist bis zu 150 Teilnehmer.«

Mit insgesamt 57 Aktiven aus den Vereinen SKG Gersfeld (7), SC Lanzenhain (20) und TGV Schotten (19) sei die Resonanz bei diesen Bezirksmeisterschaften im Vergleich zu früher eher bescheiden gewesen, doch allein für die 30 Starter in den Nachwuchsklassen habe sich der Aufwand wirklich gelohnt.

Dicke Schneedecke

Am vergangenen Freitagabend wurde die 5,3 Kilometer lange Wettkampfstrecke mit dem neuen TGV-Schlitten gewalzt, doch die teils kräftigen Schneefäll in der Nacht zum Samstag und vor allem dann zum Sonntag ließen die Schneedecke im Bereich des Taufsteins auf über 40 Zentimeter anwachsen. »Zum Glück war dann das große Spurgerät des Naturparks im Einsatz und der Loipenfahrer Uwe Radmacher präparierte nicht nur die Wettkampfstrecke, sondern auch erstmals alle anderen Loipen und Fußwege um den Taufstein sowie im Köhlerwald«, so Erwin Mengel. Nicht geräumt war der große Parkplatz am Loipenhaus, was allein schon bei der Anfahrt der Teilnehmer zu Problemen führte. Beim Ansturm der Masse von Touristen sei es dann chaotisch verlaufen, »weil viele Autos in dem hohen Schnee stecken blieben und eine Weiterfahrt unmöglich machten. »Statt Skilanglauf war Schieben und Schaufeln angesagt und wurde bei vielen zum Hauptsport.«

Alle Langlauf-Rennen wurden schließlich in Form von Massenstarts durchgeführt, wobei im Kinder- und Schülerbereich bis S12 im klassischen Stil gelaufen wurde. Die älteren Klassen waren dann in der Skating-Technik unterwegs. Bei der Siegerehrung wurde die geringe Teilnehmerzahl dann deutlich sichtbar. Lediglich in der Klasse der Schülerinnen bis nein Jahren standen sieben Teilnehmerinnen um das Siegerpodest. Bei den meisten anderen Klassen war noch nicht einmal das Podest besetzt. Der TGV Schotten belegte elfmal den ersten Platz, während der SC Lanzenhain neunmal siegreich war. Die SKG Gersfeld war Corona bedingt nur mit einer kleinen Zahl angereist und konnte vier Siege feiern.

Im 1-km-Rennen buchte Friedrich Loso (M10) vom TGV Schotten mit 5:23 Minuten die schnellste Zeit bei den Jungen und Paula Asmussen (W9) vom SC Lanzenhain mit 5:51 Mibuten bei den Mädchen. Über die 2-km-Distanz waren Simon Asmussen (M12) mit 10:42 Minuten und Pia Marlene Heusohn (W11) mit 10:48 die Schnellsten.

Bestzeiten über vier Kilometer liefen Annika Mehler (W14) SKG Gersfeld (13:57 Minuten und Katharina Haack (W13) TGV Schotten (14:10). Im Hauptrennen der Aktiven erzielte das Geburtstagskind Michael Henning vom SC Lanzenhain über 15 Kilomter die Tagesbestzeit von 46:40 Minuten vor den Gersfeldern Andreas Tannert (48:25) und Phillip Dänner (49:16).

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