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Bangen um Sekesi, Wachter vor Comeback

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Von: Michael Nickolaus

Bad Nauheim (mn). Philipp Wachter trainiert wieder in »weiß«. Zwei Monate nach seinem bis dato letzten Spiel für den EC Bad Nauheim hat der Verteidiger das gelbe Trainingstrikot des Rekonvaleszenten abgelegt, blickt seinem Comeback entgegen. Am Sonntag (17 Uhr) in Selb soll Wachter wieder im Kader stehen. Zuvor, am Freitag (19.30 Uhr), treffen die Roten Teufel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 auf den ESV Kaufbeuren.

1000 Fans sind im Colonel-Knight-Stadion zugelassen. Die Dauerkarten-Inhaber haben Zutritt, zudem sind 150 Tickets seit Donnerstag im freien Verkauf.

So geht der EC Bad Nauheim in das Wochenende: Harry Lange mahnt: »Mir braucht jetzt keiner zu glauben, dass es nun leichter wird. Wenn wir nicht bereit sind, werden wir nicht punkten«, will der Trainer der Roten Teufel mit Blick die Wochenend-Gegner (Positionen acht und 14) erst gar kein Schlendrian einkehren lassen, nimmt lieber die jüngsten Resultate des Freitag-Gasts zum Maßstab (zu Jahresbeginn drei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied, dann drei Siege). Offen ist, ob Huba Sekesi mitwirken kann. Der Verteidiger hat die Trainingseinheit am Donnerstag vorzeitig beendet. Kurz vor Spielende am Dienstag in Bad Tölz war der Verteidiger von hinten in die Bande gecheckt worden.

Abgänge beflügeln in Kaufbeuren: Sören Sturm ist weg, nach Halle. Simon Schütz hat sich am Dienstag verletzt - und für Torwart Stefan Vajs ist die Hauptrunde wohl gelaufen. Der ESVK geht mit Defensiv-Sorgen in das Wochenende, zumal Fabian Koziol und Florian Thomas gerade erst nach Verletzungen wieder zurückkommen. Obendrein konnte für Bradan Gracel bislang noch kein Ersatz gefunden werden. Der Kanadier hatte den Klub nach fünf Jahren überraschend mit dem Wunsch konfrontiert, das Oberallgäu verlassen zu wollen. Allerdings: Die Mannschaft hat den Abschied von Sturm und Gracel auffällig gut weggesteckt, unter anderem in Kassel gewonnen. Mit Max Meier hat man einen adäquaten Backup für Torwart Vajs.

Tristesse in Selb - aber Lanny Gare aus Krankenhaus entlassen: Die Hauptrunde ist längst gelaufen. 19 Punkte hat der Aufsteiger erst gewonnen - und schon 16 Zähler Rückstand auf den Tabellen-Vorletzten. Sieben Spiele in Folge haben die Wölfe inzwischen verloren. Hier und da - wie am vergangenen Freitag gegen Ravensburg (1:2 nach Verlängerung) ist die Mannschaft in der Lage, zu überraschen.

Doch fehlen dem Kader Tiefe und Konstanz. Zuletzt haben Brad Ross (Hannover) und Pascal Aquin (Bad Tölz) den Klub verlassen. Brett Thomson fällt nach wie vor aus. Mit nur zwei Kontingentspielern (Nick Miglio und Lukas Vantuch) ist der Kader nicht konkurrenzfähig. Ein Lichtblick: Michael Bitzer, der Torwart. Der Deutsch-Amerikaner hat am Mittwochabend gar bei DEL-Kooperationspartner Bietigheim ausgeholfen.

Eine gute Nachricht gibt’s von Lanny Gare: Der frühere Kapitän der Roten Teufel, der kurz vor dem Jahreswechsel einen Schlaganfall erlitten hatte, konnte die Klinik nach wenigen Tagen verlassen.

Auf- und Abstieg: Dieses Thema dürfte in den kommenden Wochen zu einem Dauerbrenner werden; insbesondere an den vom Abstieg bedrohten Standorten. Nach DEL-Klubs wie Nürnberg und Iserlohn hat sich nun auch ein DEL2-Verein öffentlich Position bezogen: »Es wäre meiner Ansicht nach eine faire Lösung, den Aufstieg zuzulassen und den Abstieg auszusetzen. Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn Mannschaften in den Playdowns plötzlich nicht mehr spielen können«, sagte Jürgen Golly, der Vorsitzende des VER Selb, in dieser Woche gegenüber der »Frankenpost«. Man spiele auch »irgendwo mit der Gesundheit der Spieler. Vor allem, wenn es in den Playoffs oder Playdowns ums Eingemachte geht. Ich habe kein gutes Gefühl dabei«, sagt Golly mit Blick auf das Corona-Virus.

Zu Wochenbeginn waren Delegierte von DEL und DEL2 zusammengekommen. Im DEL-Medienchat wurde im Anschluss ein Statement von Jürgen Arnold, dem DEL-Aufsichtsratsvorsitzenden, kommuniziert: »Das Treffen war gut. Wir haben die aktuelle Situation beider Ligen sehr offen und konstruktiv miteinander besprochen. Die Verabredung ist, dass wir weiterhin einen engen Dialog halten und in der Olympia-Pause wieder den Austausch suchen.«

Ex-Teufel-Trainer entlassen: Die Bayreuth Tigers und Petri Kujala gehen getrennte Wege. »Aufgrund der Ergebnissituation der letzten Wochen mussten wir reagieren«, wird Geschäftsführer Matthias Wendel in einer Pressemitteilung zitiert. Kujala war in der vierten Saison Trainer der Tigers, die zuletzt sieben Spiele in Folge verloren haben.

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