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Ausrufezeichen

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Ranstadts Leonard Möbs (rechts) lässt sich von seinen Nieder-Rodener Verfolgern Fabio Spataro (links) und Adrian Postall nicht bremsen. © Ralph Lehmberg

Region (fsr). Türk Gücü Hanau hat in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost mit dem 3:1-Sieg beim Tabellenzweiten OSC Rosenhöhe ein Ausrufezeichen gesetzt und seinem neuen Trainer Slavisa Dacic einen Auftakt nach Maß beschert. Wir wollten als kompakte Einheit auftreten. Das ist gelungen. Die Mannschaft kann stolz auf ihre Leistung sein«, meinte Dacic.

Mit Kickers Obertshausen geriet ein weiterer Verfolger von Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg im Fußballkreis Hanau ins Stolpern.

Dank eines Last-Minute-Treffers bezwang Germania Dörnigheim die Kickers mit 3:2. Das Match an der Dicken Buche war dramatisch und hochklassig. In der 6. Minute der Nachspielzeit verwertete der eingewechselte Alexander Turan einen Querpass von Emanuel Becker zum 3:2-Endstand. Jan Gebhardt glich mit zwei verwandelten Strafstößen für die Kickers zum 2:2 aus, danach wollte Obertshausen mehr. »Wir waren nach dem 2:2 dran, doch wir dürfen uns nicht so auskontern lassen«, meinte Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Sein Dörnigheimer Kollege Patrick Ofcarek sprach von einer taktisch guten Leistung seiner Elf. »Leider hat der Schiedsrichter seine Linie irgendwann verloren, das tat dem Spiel nicht gut«, meinte der Germania-Coach.

Tore satt gab es im Duell zwischen Sparta Bürgel und der SG Bruchköbel, das 5:4 endete. »Wir haben mit dem letzten Aufgebot gespielt, doch Benjamin Braus ist halt unsere Lebensversicherung«, jubelte Bürgels sportlicher Leiter Olaf Happel. Insgesamt viermal traf Braus gegen seinen ehemaligen Verein und war damit maßgeblich für die Niederlage der SG Bruchköbel verantwortlich. Das Spiel war kampfbetont und kurzweilig. Als SGB-Trainer-Urlaubsvertretung hätte Rodney Kurz mit seinem Treffer zum 4:4 beinahe für einen Punktgewinn seiner Farben gesorgt, doch Braus war in der 85. Minute mit dem entscheidenden Treffer der Partie zur Stelle.

Nichts zu jubeln hatte einmal mehr der SVG Steinheim. Für den die Luft nach dem 0:1 gegen Mitkonkurrent Bayern Alzenau II im Tabellenkeller immer dünner wird. Ein Sonntagsschuss von Kerem Kurt (60.) entschied ein Spiel, in dem die Gastgeber am Pfaffenbrunnen ein deutliches Chancenplus aufwiesen. Am Ende war der Frust im Steinheimer Lager riesengroß. »Wir sind mitten im Abstiegskampf, das ist alles sehr ernüchternd«, sagte SVG-Abteilungsleiter Bernd Hartmann. Hundertprozentige Torchancen hatte sein Team genug. Und auch Pech: So traf Yves Böttler in der ersten Hälfte nur den Pfosten, während der eingewechselte Sheriff Camara in der zweiten Hälfte an der Latte scheiterte. Lob hatte Hartmann für die gut kämpfenden Alzenauer und den gut aufgelegten Gäste-Schlussmann Joel Andres parat. »Das wir mit der Chancenverwertung Probleme haben, ist leider ein altes Lied«, so Hartmann.

Insgesamt war es ein typisches 0:0-Spiel«, gab Marköbels Sprecher Adolf Möller nach dem 0:0 gegen den 1. FC Langen zu Protokoll. Das Match am Ortsmittelpunkt verlief recht ausgeglichen. Glasklare Torchancen gab es nur wenige zu bestaunen. Die Gäste verzeichneten durch ihren kurz zuvor eingewechselten Trainer Marco Betz mit einem Pfostenschuss die dickste Chance des gesamten Spiels. Aufgrund unserer Personalsituation mit vielen angeschlagenen Spielern und kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen war ich mit dem Punkt zufrieden«, meinte Betz.

Der Büdinger Kreisvertreter SV Ranstadt musste eine 1:5-Niederlage gegen die SG Nieder-Roden hinnehmen und rangiert weiterhin mit zwei Zählern am Tabellenende. »Die Einstellung der Ranstädter Spieler war trotz der Niederlage mehr als zufriedenstellend«, gab SVR-Vorsitzender Gerhard Herche gegenüber dem Kreis-Anzeiger zu Protokoll. Am kommenden Sonntag steht das Gastspiel der Ranstädter bei Türk Gücü Hanau (Tabellenplatz 13) auf dem Programm.

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