1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ausgeprägter Offensivgeist

Erstellt: Aktualisiert:

kaspor_1103_FussballKLAR_4c_3
Philipp Neumann (rechts) vom SV Rainrod liefert sich im letztwöchigen Spitzenspiel gegen die SG Wallernhausen/Fauerbach ein Kopfballduell mit Kontrahent Jörn Scharmann. © Ralph Lehmberg

Nidda (pem). Im Titelrennen in der Fußball-Kreisliga A Büdingen lag das Augenmerk zuletzt klar auf den führenden Teams SG Wallernhausen/Fauerbach und SV Rainrod. Doch der FC Alemannia Gedern II gibt noch lange nicht auf. Der FCA II sollte morgen gegen den VfR Hainchen antreten, doch »die Partie fällt wegen eines Corona-Ausbruchs beim VfR Hainchen aus.

Eine Neuansetzung erfolgt in Kürze«, teilte Klassenleiter Gerhard Schröder allerdings zur gestrigen Mittagsstunde mit.

Zum Ende der Vorrunde hin verloren die Gederner etwas an Boden gegenüber dem Führungsduo. Doch der Abstand ist nicht unüberbrückbar - und das spornt Spielertrainer Tino Schmitt an: »Noch ist alles im Rahmen. Zwar ist es möglich, dass wir gar nicht aufsteigen können, wenn die erste Mannschaft in der Gruppenliga die Klasse nicht hält. Aber ein Titel ist ein Titel.« In beiden Mannschaften stünden mehr Spieler zur Verfügung - Schmitt hofft, davon zu profitieren. Aber er verhehlt auch nicht, dass er mit dem Engagement in der Vorbereitung nicht zufrieden ist: »Das lief nicht so, wie vorgestellt. Es gab sogar Spieler, die nie im Training waren. Auch für die zweite Mannschaft gilt nun: wer nicht trainiert, spielt nicht, das werden wir auch knallhart durchziehen.« Obwohl die Mannschaft in Rohrbach 0:0 spielte, war Schmitt mit der dortigen Leistung zufrieden. Allerdings verletzte er sich selbst, »ein leichter Einriss in der Achillessehne.« Er falle für einige Wochen aus. Allerdings kehre Peter Weisenbach in die Mannschaft zurück. Schmitt sagt, wer vorne spielen will, müsse gegen alle der unteren zehn Mannschaften der Liga gewinnen - das hätte den VfR Hainchen eingeschlossen. Das abstiegsgefährdete Team von Trainer Rene Lotze überraschte jedoch zum Rückrundenauftakt mit einem 3:0-Sieg gegen Steinberg/Glashütten. Der VfR zeigte, wozu er in der Lage ist, wenn er einen guten Kader aufbieten kann.

Der SV Rainrod überzeugte beim 3:1 gegen Wallernhausen/Fauerbach mit einer meisterlichen Leistung. Im nächsten Spiel tritt er bei der SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten an. Jetzt sind die Rainröder wieder die Gejagten - trotz der guten Leistung ist der Vorsprung auf Wallernhausen nur dünn. Gerade die Rainröder Offensive überzeugte im Spitzenspiel. Spielertrainer Sven Diedrich versenkte einen Eckball. Die Geiß-Niddaer konnten trotz Bestbesetzung in Hainchen ihr Spiel nicht durchbringen - ein überraschender Rückschlag, der kurzfristig zu verkraften ist.

Die SG Wallernhausen/Fauerbach spielt gegen den FC Rommelhausen . Jetzt muss sich zeigen, wie schnell die Elf von Trainer Christian Haardt den Rückschlag verkraften kann. Gegen den FC Rommelhausen dürfte die SG allerdings favorisiert sein. Der FCR hat derzeit zahlreiche Ausfälle zu verkraften. Es wird das Debüt für Trainer Frank Lohschmidt, der während der Winterpause Alin Carp ersetzte. Allerdings ist Rommelhausen auch ein unberechenbares Team, immer für eine Überraschung gut.

Der VfR Rudingshain empfängt im Vogelsberg-Derby den SV Blau-Weiß Schotten II . In diesem Spiel kann der VfR einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. »Die Alt-Eingesessenen sind heiß auf das der Derby, und es soll schönes Wetter geben«, sagt Trainer Michael Krause gut gelaunt. Er ist noch ein »Neuer« - 17 Jahre lang trainierte er Germania Bobenhausen, dann kurz Ulrichstein, ehe es ihn im Oktober nach dem Abgang von Kim Kraus zum VfR zog. Auch auf dem Platz wirkt er gelegentlich noch mit. Mit ihm kam der Erfolg wieder zum VfR.

Derbystimmung

Krause: »Wir haben seither 14 Punkte geholt. Es ist nie ganz leicht, als Trainer mitten in der Saison dazu zukommen. Doch es gelang mir meine Vorstellungen umzusetzen und vor allem die Gegentore zu reduzieren. Dabei ist es wichtig, dass die Mannschaft diszipliniert und ordentlich auftritt.« Bereits gegen Ulfa gelang ein wichtiger Sieg. Derzeit könne er aus dem Vollen schöpfen, so Krause. Allerdings verließ zwischenzeitlich Stefan Welker den Verein in Richtung Schotten. Der SV trotzte am vergangenen Wochenende Usenborn einen Punkt ab (0:0). Dennoch rutschte die Mannchaft auf den letzten Platz ab - sie dürften es dem Gegner unangenehm machen wollen.

Ein weiteres Derby steigt zwischen der SG Rohrbach/Büches und der SG Büdingen . Obwohl der große Erfolg versagt blieb, zeigten sich die Rohrbacher gegen Gedern II in guter Frühform. Besonders Niklas Laumer machte viel Druck in der Offensive. Auch die Bücheser haben den Kampf um die Spitze noch nicht aufgegeben. Gegen Büdingen sind sie klarer Favorit. Die SG zeigte allerdings eine erstaunlich abgezockte Leistung in ihrem Auftaktspiel gegen Ober-Mockstadt (3:1). Es weist vieles darauf hin, dass die lange abgeschlagen wirkende SG nun deutlich stärker besetzt ist. Gegen Ober-Mockstadt wirkte Ex-Spielertrainer Almin Karalic wieder mit - aber auch Yusuf Kaan Ceribas kehrte zur SG zurück. Zwei Tore steuerte ein weiterer Neuer, Ugur Yildiz, bei.

Die SG Usenborn/Bergheim empfängt die SG Eintracht Ober-Mockstadt . Insbesondere die Platzherren könnten mit einem Sieg einen großen Fortschritt machen, sich 20 Punkte sichern. In ihrem zurückliegenden Spiel in Schotten (0:0) strahlte die Mannschaft jedoch wieder wenig Torgefahr aus. Die Niederlage in Büdingen war für die Gäste bitter und überraschend. Zu viele Rückschläge gegen Tabellenrivalen darf sich Ober-Mockstadt, das nur noch vergleichsweise wenige Heimspiele hat, nicht erlauben.

Schließlich treffen noch die Sportfreunde Oberau II und die SG Ulfa/Langd aufeinander. Es ist unwahrscheinlich, dass die Oberauer hier einen Punkt abgeben. Auf eigenem Platz dürften sie deutlich überlegen sein. Die Ulfaer befinden sich tief im Abstiegskampf; gegen Rudingshain verloren sie zwar nur knapp (1:2), hatten aber keine ernsthafte Chance.

Auch interessant