Aus für Serpentinen-Hatz

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SCHOTTEN - (aw). Ausgebremst werden die erwartungsfrohen Motorsport-Fans in heimischen Gefilden mit einer Hiobbotschaft, die allerdings schon als Damoklesschwert über der traditionellen Großveranstaltung im Vogelsberg schwebte: Die 17. Auflage des Internationalen Bergpreises Schottenring ist abgesagt, wie Timo Neumann, seines Zeichens Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Motorsportclubs (MSC) Rund um Schotten, mitteilt.

Wie schon im letzten Jahr, kann das Spektakel mit dem großen Startbereich in Rudingshain und der schnellen Hatz den Berg hinauf über die publikumswirksame Serpentinen-Strecke Corona-bedingt nicht über die Bühne gehen. "Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten", gibt Timo Neumann vom organisierenden Club zu Protokoll. Einen Ausweichtermin in 2021 schließt Neumann allerdings kategorisch aus: "Der Bergpreis wird für das kommende Jahr auf den 22. bis 24. April 2022 terminiert." Seitens des MSC Schotten habe man in den vergangenen Monaten viel dafür getan, das Rennen irgendwie möglich zu machen, "so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans". Außerdem sei ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet worden, dass flexibel gewesen sei, um umgehend auf neue Vorgaben und Punkte zu reagieren. "Jedoch haben wir uns klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre." Wert legt der Schatzmeister darauf, dass "wir diese Haltung nach außen transparen gemacht haben" und alles in einem Video dokumentiert worden sei. Mit den geplanten (Vorsorge-)Maßnahmen hätte es nicht ganz unberechtigte Hoffnungen gegeben, den Bergpreis über die Bühen zu bringen, "aber es ist uns gelungen, diese ganzen Maßnahmen ohne Kosten auf Papier zu bringen. Kosten wären erst bei einer Durchführung der Veranstaltung entstanden". Timo Neumann macht allerdings deutlich, dass aufgrund der Corona-Lage, "auch wenn es im Vogelsbergkreis relativ gut aussieht, keine Garantie gibt, dass sich nicht aufgrund der Veranstaltung ein Ausbruchsgeschehen ereignet, welches wir uns nie verzeihen könnten". Der Schutz der Fans, Teilnehmer und des MSC-Personals müsse Vorrang haben. Foto: sw/Archiv

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