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Auf Meisterschaftskurs

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Auf dem Posten sind Luca Schröder und Vincent Tessin (von links) vom KSV Eschenrod und wollen die Seementaler Konkurrenz (mit Nico Lampmann, rechts) nicht zur Entfaltung kommen lassen. © Achim Senzel

Als Herbstmeister der Fußball-Kreisoberliga Büdingen liegt der KSV Eschenrod auf Gruppenliga-Kurs.

Der ambitionierte Klub aus dem Vogelsberg führt die Rangliste vor den hartnäckigen Verfolgern SV Ranstadt und VfB Höchst an. »Wir müssen nicht aufsteigen, doch wenn wir Meister werden sollten, dann werden wir auch in der Gruppenliga Frankfurt Ost spielen«, legt sich der Vorsitzende Marco Strauch fest.

Zu Beginn des Jahres stell ten die Vogelsberger erste wichtige Weichen. Die Verträge mit dem Trainerduo Frederick Ußner und Pierre-Maurice Jung wurden vorzeitig und ligaunabhängig um eine weitere Saison verlängert. Ab Sommer werden sich die Rollen aber dahingehend ändern, dass Ußner die alleinige Cheftrainerrolle übernehmen wird. Jung muss aus beruflichen Gründen sein Engagement etwas zurückschrauben und wird nur noch als spielender Co-Trainer fungieren.

Platz eins zu verteidigen ist nun das große Ziel der Vogelsberger. Helfen sollen dabei auch zwei Winter-Neuzugänge, denen keine Abgänge gegenüberstehen. Vom Gruppenligisten Viktoria Nidda wechselt der vielseitig einsetzbare Offensivspieler Kerem Kayatuz zum KSV. Trainer Ußner kennt ihn noch aus gemeinsamen Niddaer Zeiten. »Kerem passt optimal in unser Profil, denn er ist ein junger, sehr ehrgeiziger Spieler mit einem riesigen Potenzial«, lobt Ußner. Überdies kehrt Ibrahim Aldada vom A-Ligisten SV Rainrod nach Eschenrod zurück. »Auch er ist ein Spieler, der uns mehr Möglichkeiten im Kader gibt und uns auch in Zukunft noch viel Freude bereiten wird«, betont Ußner.

Die frühzeitige Vertragsverlängerung mit den Trainern wertet er als Vertrauensbeweis. »Man spürt, dass die Mannschaften und der Verein etwas aufbauen möchte. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen und bin mit meiner Arbeit in Eschenrod auch noch nicht fertig«, so Ußner. Aktuell befindet sich der Kreisoberligist im Hinblick auf die neue Saison in den Gesprächen mit den Spielern. »Bisher habe ich nur positive Rückmeldungen erhalten, das Gros der Mannschaft wird also zusammenbleiben«, frohlockt Marco Strauch.

Kerem Kayatuz ist unterdessen bereits der fünfte Neuzugang in dieser Saison der Gruppenligaerfahrung aufweist. Vor der Runde waren bereits Maurice Ludwig (ebenfalls Nidda) sowie Pierre-Maurice Jung, Vincent Tessin und Johannes Kinzer Valencia (alle Sportfreunde Oberau) nach Eschenrod gewechselt.

Die Transferoffensive bescherte dem KSV Eschenrod vor der Saison die Rolle eines Aufstiegsfavoriten, obwohl in der Vorsaison zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs nur ein bescheidener zwölfter Tabellenrang zu Buche stand. »Wir mussten etwas tun, unser Kader war zu dünn aufgestellt«, erklärt Marco Strauch. Auch auf der Trainerposition nahm der KSV-Vorstand eine Änderung vor. Kai Möller musste gehen, dafür übernahmen Frederick Ußner und Pierre-Maurice Jung.

Der Start des neu zusammengesetzten Teams verlief holprig. Ein Punkt aus drei Spielen lautete die magere Startbilanz. Danach ging es stetig aufwärts, der Aufstiegsaspirant startete zur Aufholjagd und verlor bis zur Winterpause kein Spiel mehr. Höhepunkte waren der 3:2-Sieg in Altenstadt (nach 0:2-Rückstand) und der 9:1-Auswärtserfolg bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim mit dem der mittlerweile an der Tabellenspitze thronende KSV die Herbstmeisterschaft sicherte.

»Wenn man sich Statistiken und die gezeigten Leistungen, anschaut, stehen wir auch verdient an der Tabellenspitze. Wir stellen die beste Offensive, eine der besten Defensiven, zudem sind wir eine der fairsten Mannschaft in der Liga«, erläutert Frederick Ußner. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Ußner und Strauch auf das verletzungsbedingte Fehlen wichtiger Stammkräfte zurückführen, wirkt das Team mittlerweile eingespielt. Die Rädchen greifen ineinander. Der Weg zum Titel muss aber keineswegs ein Selbstläufer werden, denn die Konkurrenz sitzt dem KSV (33 Punkte) dicht im Nacken. Gerade die Überraschungsteams SV Ranstadt (32 Zähler) und der VfB Höchst/Nidder (31) befinden sich tabellarisch noch auf Augenhöhe, danach klafft schon eine kleine Lücke.

»Wir wollen uns nicht verschlechtern, daher heißt unser Ziel Platz eins«, redet Ußner nicht lange um den heißen Brei herum. Die Ende Januar startende Rückrundenvorbereitung gehen seine Spieler und er aber auch mit einer Portion Demut an. »Wir wissen, wie ausgeglichen die Liga ist und dürfen uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, sondern müssen noch mehr Einsatz bringen und hart für den Erfolg arbeiten«, ergänzt Frederick Ußner.

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