Annullierung der Saison rückt immer näher

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NIDDA - (tf). Gibt es noch Hoffnung auf eine Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Saison? Darüber diskutierte die Spitze des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) am Donnerstagabend mit ihren 32 Kreisfußballwarten. "Die Hoffnung auf eine Fortsetzung ist im Moment wohl eher gering, deshalb ist die Annullierung der Runde eine Option. Die andere Möglichkeit:

Es geht doch überraschend zeitnah ein Fenster auf und wir beenden die Vorrunde bis Mitte Juni. Solange diese Möglichkeit gegeben ist, will der HFV die Saison nicht vorschnell abbrechen", berichtet der Büdinger Kreisfußballwart Jörg Hinterseher nach der Videokonferenz. Die Option einer Rundenwertung mit den jetzigen Tabellenständen sei dagegen vom Tisch. Kann nicht mehr gespielt werden, gibt es weder Auf- noch Absteiger. Hinterseher weiter: "Wir müssen die nächste Zusammenkunft der Ministerpräsidenten abwarten. Danach werde ich eine Kreiskonferenz mit meinen Vereinsvertretern abhalten, um ein Stimmungsbild einzuholen und über die aktuelle Lage zu sprechen." Eine Entscheidung seitens des HFV wird für den 27. März erwartet. "Dann kommt der Vorstand wieder zusammen. Sollte bis dahin kein Starttermin für einen geregelten Trainingsbetrieb feststehen, wird es wohl nichts mit einer Saisonfortsetzung. Schließlich benötigen die Vereine genügend Vorbereitungszeit auf einen möglichen Punktspielauftakt Mitte, Ende April", nennt Hinterseher den wohl letzten Re-Start-Termin.

"Im Rahmen einer Entscheidung wünschen wir uns ein einheitliches landesweites Vorgehen für Männer-, Frauen- und Jugendfußball, denn wir sitzen alle in einem Boot und gehören als Fußballfamilie zusammen. Dabei müssen wir den Blick auch bereits nach vorne auf die kommende Spielzeit richten und mit alternativen Spielklassenmodellen mehr Flexibilität gewährleisten", erklärt HFV-Präsident Stefan Reuß. Vizepräsident Torsten Becker ergänzt: "Der Weg einer Entscheidung bezüglich der Spielrunde ist dieses Jahr noch komplizierter als im letzten Jahr. Die Inzidenzzahlen sind aktuell leider besorgniserregend."

Sollte die Saison abgebrochen werden, will der Kreisfußballwart mit seinen Clubs trotzdem noch vor der Sommerpause zurück auf die Fußballplätze. "Sollte es die Pandemie zulassen, könnten wir die Kreispokalspiele oder eine Art Ligapokal durchführen", sagt Hinterseher.

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