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Allein auf weiter Flur

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Marvin Ulbrich vom TGV Schotten läuft in Grebenhain auf Platz 16. © Stefan Weil

Grebenhain (sw). Auf dem 5,8 Kilometer langen anspruchsvollen Rundkurs im Grebenhainer Muna-Gelände fand der Auftakt der zum vierten Mal ausgetragenen Skiroller-Marathonserie des Deutschen Skiverbandes statt. Dabei stand Nationalmannschaftsläufer Thomas Bing (Rhöner WSV) im Mittelpunkt. Der mehrmalige WM-Teilnehmer und zweifache Olympiastarter im Skilanglauf war nach sieben Runden und insgesamt 40,6 Kilometern der überlegene Athlet.

Auch lauftechnisch konnte ihm keiner seiner Konkurrenten das Wasser reichen. Fast die gesamte Strecke legte der Thüringer mit kraftvollen Doppelstockschüben zurück, wie auch das Gros der übrigen Starter. Die Skating-Technik war nicht erlaubt. Bing, im vergangenen März Zwölfter des berühmten Wasalaufes, siegte schließlich nach 1:38:23 Stunden und benötigte als Einziger weniger als 100 Minuten. Dreieinhalb Minuten zurück wurde Juri Propp (Sauerland Ski-Team/1:41:58 Stunden) Zweiter vor Tobias Hartig (BTSV Eintracht Braunschweig/1:43:55 Stunden). Hinter Phillip Dänner (SKG Gersfeld/1:49:02 Stunden) belegten Heinrich Hau und Michael Henning vom veranstaltenden SC Lanzenhain (Team Zipps) in 1:49:34 Stunden gemeinsam Rang fünf. Beide hatten die gesamte Strecke im Gleichlauf zurückgelegt.

Auf Platz sieben rollte Nico Rieckhoff in 1:53:12 Stunden, der seine Stärken allerdings mehr auf den kurzen Sprintdistanzen hat. Insgesamt 16. wurde Marvin Ulbrich, einziger Teilnehmer des TGV Schotten, in 2:03:06 Stunden. Dietmar Weinel (SC Lanzenhain/2:10:26 Stunden) wurde auf dem 21. Platz gewertet. Sein Teamkollege Vitaly Osipov (2:19:46 Stunden) wurde 23. Die Damenkonkurrenz gewann Laura Stichling (xc-ski.de-Ausdauernetzwerk/ 2:10:15 Stunden) vor Marie Meischner (SC Norweger Annaberg/2:10:22 Stunden) und der Juniorin Lina Niebling (SKG Gersfeld/2:14:13 Stunden).

Zwar mit dem Ablauf, aber nicht mit dem Teilnehmerzuspruch zeigte sich Heinrich Hau zufrieden. Der Herchenhainer, der die Rollski-Marathonserie ins Leben gerufen hat, war insbesondere darüber enttäuscht, dass einige Rollski-Athleten zwar im Vorfeld ihr mögliches Kommen angekündigt hatten, dann aber doch noch kurzfristig absagten beziehungsweise nicht am Start erschienen. Mit anderen Sportlern hatte der Rollskireferent des Deutschen Skiverbandes zudem fest gerechnet. »Es ist schon frustrierend, zu sehen, wie schwierig es geworden ist, die Athleten zu motivieren. Das ist ein Problem«, so Hau. Zufrieden konnten er und sein Helferteam des SC Lanzenhain über die vielen lobenden Worte sein, die ihnen aus den Teilnehmerkreisen entgegengebracht wurden. »Es ist schon toll, was ihr hier auf die Beine gestellt habt«, fasste Thomas Bing seine Eindrücke zusammen. Letztlich gingen einschließlich eines Rahmenwettbewerbs über 18,6 Kilometer insgesamt nur knapp 40 Sportler an den Start. »Dafür steht der immense organisatorische Aufwand nicht im Verhältnis«, betont Hau. Teil zwei und drei der Rennserie finden am 25. September in Gräfenroda beziehungsweise Oberhof und am 23. Oktober in Ruhla statt.

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Olympiateilnehmer Thomas Bing rollt zu einem überlegenen Sieg. © Stefan Weil

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