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Alle Erwartungen übertroffen

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Jona Porsch (links) von den Main-Kinzig-Volleys setzt sich gegen den Krifteler Doppelblock durch. © Hans Joachim Beckmann

Büdingen (hjb). »Als wenn die Eintracht in der Fußball-Bundesliga gegen Bayern gewinnt«, so ist das einzuordnen, wenn im Jungen-Volleyball ein Sieg gegen die beiden hessischen Leistungszentren Biedenkopf oder Kriftel gelingt. Für die U18-Jungs der Main-Kinzig-Volleys, der Spielgemeinschaft des VBC Büdingen, der VGG Gelnhausen, der DJK Freigericht und der TG Neuenhaßlau, war es endlich einmal so weit:

2:1-Sieg gegen den TV Biedenkopf - »das wird im Kalender angestrichen«, so ist es aus dem Büdinger Lager zu vernehmen.

Mit nur sieben Spielern reisten die Main-Kinzig-Jungs nach Kassel zum Oberligaturnier, in der Erwartung, wie immer gegen die beiden »Großen« wenig Chancen zu haben und mit Wiesbaden und Kassel um Platz drei zu kämpfen.

Wiesbaden hatte jedoch kurzfristig abgesagt und somit alle Spiele verloren. Was somit nach einem kurzen Turnier aussah, entpuppte sich recht schnell als heißer Kampf mit teilweise überraschenden Ergebnissen: Alle Spiele des Tages gingen in den Tiebreak. Als erster dicker Brocken stand gleich Biedenkopf auf der Liste, und die JSG-Jungs gingen locker und spielfreudig in die Partie, von der sie nicht viel erhoffen konnten. Aber der Gegner hatte einige Personalprobleme und nicht seinen besten Tag erwischt, die Main-Kinzig-Volleys gingen in Führung und zeigten ein tolles variables Angriffsspiel. Zuspieler Felix Haar fand seine Angreifer zentimetergenau, in der Mitte profitierte beispielsweise Justus Beckmann mit mehreren trocken geschlagenen Aufsteigern, während der aufmerksame Block den Biedenkopfer Angriff meist wirkungsvoll unterband. Eine ständige leichte Führung wackelte zum Satzende hin noch einmal, als die Jungs ihrem Glück gar nicht so recht trauen konnten, aber mit 25:23 war schließlich der Satzgewinn tatsächlich Realität geworden.

Im zweiten Durchgang konnte sich Biedenkopf etwas steigern und gewann 25:21, im Tiebreak legte die JSG aber noch einmal einen Zahn zu und hielt den Druck bis zum Ende aufrecht. Max Kaufmann steuerte jetzt von der Diagonalposition wichtige Punkte bei, von der Außenposition schlugen James Fisher und Jona Porsch zu, und Dennis Schröder lieferte in seinem ersten kompletten, großen Turnier eine abgeklärte Partie auf der Mittelposition. Diesmal sollte es tatsächlich reichen, 15:13 ging der Satz schließlich an die Main-Kinzig-Volleys.

Den Jubel über den Sieg und die Euphorie konnten die Spieler sogar mit in die nächste Partie nehmen, auch der TuS Kriftel zog zunächst mit 22:25 den Kürzeren, bevor die hohe Gangart dann doch ihren Tribut forderte und die nächsten Sätze 25:15 und 15:10 an den Gegner gingen. Das letzte Spiel gegen die Gastgeber von der JSG Vellmar/Kassel sollte dann noch einmal Schwerstarbeit werden, Main-Kinzig spielte zunächst mit hoher Fehlerquote und Kassel wie aus einem Guss - 19:25 im ersten Satz war das unerwünschte Ergebnis.

Aber auch Kassel nahm sich seine Fehlerserie, was zum klaren 25:17 im zweiten Durchgang führte, und der Tiebreak sah beide Teams wieder auf gleicher Höhe. Mit zwei gelungenen Blockaktionen machte das MKV-Team am Ende alles klar (15:12) und konnte stolz nach Hause fahren.

Main-Kinzig-Volleys: Jona Porsch, James Fisher, Max Kaufmann (alle DJK Freigericht), Felix Haar (VGG Gelnhausen), Justus Beckmann (VBC Büdingen), Dennis Schröder (TG Neuenhaßlau) und Bennet Herrmann (TV Waldgirmes).

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Gelungener Doppelblock der Main-Kinzig-Jungs von Max Kaufmann und Justus Beckmann gegen den TuS Kriftel. © Hans Joachim Beckmann

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