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Abele ist Deutscher Vizemeister

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Julian Großkopf (rechts) und Marius Abele (2. von rechts) laufen aufs Treppchen. © Sascha Arndt

Dauernheimer durchbricht Schallmauer über 10 000 Meter.

Region (ars). Bei den Deutschen Langstreckenmeisterschaften in Pliezhausen hat Marius Abele seiner Erfolgsbilanz einen weiteren U23-Vizetitel hinzugefügt. Der 21-jährige Dauernheimer lief im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach die 10 000 Meter erstmals schneller als 30:00 Minuten und ist nun mit 29:48,99 Minuten in eine neue Dimension vorgestoßen. Zum siegreichen Tom Förster (LG Vogtland/29:32,13 Minuten) fehlten zum Schluss exakt 100 Meter, während der drittplatzierte Julian Großkopf (LAZ Birkenfeld) erst nach 30:33,91 Minuten folgte.

So übersichtlich wie die Rangliste der Auswertung präsentierte sich das spannende Renngeschehen im Abschlusslauf der DM jedoch nicht. Gemeinsam mit 13 Männern um den EM-Qualifikanten Simon Boch (28:11,63 Minuten/LG Regensburg) sowie weiteren zwölf Junioren auf die mit 25 Runden längste Stadiondistanz geschickt, hieß es zunächst möglichst ohne Reibungsverluste ein gleichmäßig hohes Tempo anzuschlagen. Dies gelang Marius Abele in seiner mehrköpfigen Gruppe so gut, dass er nach 8:51 Minuten bei der 3000-Meter-Marke fast durchgängig den »Dreier-Schnitt«, also 3:00 Minuten pro Kilometer, hielt. Denn das Ziel des Dauernheimer Lauftalents war »endlich eine 29er Zeit!«, wie er nach wochenlanger intensiver Vorbereitung direkt vor dem Start selbstbewusst bestätigte.

Und der Plan ging auf, denn obwohl er bei Kilometer sechs eine kurzzeitige Schwächephase kompensieren musste, hielt er Anschluss an die Gruppe, schüttelte sogar den mitfavorisierten Julian Großkopf ab und musste in der U23 lediglich den letztjährigen Jugend-EM-Teilnehmer Tom Förster ziehen lassen. Mit einem starken Finish überholte er in der Endphase noch arrivierte Hauptklassen-Athleten wie Torben Dietz (SSV Ulm/29:49,11 Minuten) oder den Berliner Fabian Clarkson (30:02,75 Minuten), sicherte sich damit den achten Platz im Gesamteinlauf der Männer und Junioren und bejubelte dann vor allem seine neue persönliche Bestzeit von 29:48,99 Minuten.

»Bis Kilometer fünf war es wirklich entspannt, danach aber wurde es innerhalb eines Kilometers schwierig und ich musste besonders bei den Überrundungen aufpassen, an der Gruppe dranzubleiben. Aber die letzten zwei, drei Runden habe ich mich noch mal richtig gut gefühlt und voll durchziehen können«, freute sich Marius Abele über den gelungenen Einsatz, der direkt Appetit auf weitere Erfolge machte: »Jetzt hau ich auch über 5000 Meter einen raus und schaffe die 14:20 Minuten!«, kündigte er noch im Zielraum mit Blick auf den nächsten hochkarätigen Start bei der »Langen Laufnacht« in Karlsruhe am 21.Mai an.

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