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Abele einen Wimpernschlag schneller

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Von: Arne Bartram

Dauernheim (arn). Eine geschlossene Schneedecke zu Wettkampfbeginn, Titelkämpfe zwischen Graupelschauern und Sonnenschein sowie ein Fotofinish mit Hundertstel-Entscheidung im Männerrennen nach 10 000 Metern zwischen dem Dauernheimer Marius Abele und Philipp Stuckhardt - beeindruckende Szenen mit Happy End für die Wetterauer Leichtathletikszene gab es allemal bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften in Erbach.

Im 10 000-Meter-Hauptrennen der Männer ging es spannend bis zum Zielstrich zu. Zwar war Marius Abele als Favorit angetreten, doch der mit der Bestzeit von 30:03 Minuten gelistete Deutsche U23-Vizemeister kam mit der nasskalten Witterung gar nicht zurecht und sah sich dem Tempodiktat seines Vereinskameraden Philipp Stuckhardt ausgesetzt. Der zweite Läufer des SSC Hanau-Rodenbach übernahm bei der Sechs-Kilometer-Marke die Spitze und baute zunehmend Druck auf, ohne sich entscheidend lösen zu können. So kam es nach 24 Runden zum Spurtfinale mit der knappsten Entscheidung aller ausgetragener Wettbewerbe, denn auf den letzten 400 Metern war dann Marius Abele in 30:53,04 Minuten um eine Hundertstel Sekunde oder sechs Zentimeter vor M30-Sieger Stuckhardt im Ziel, der sich auf 30:53,05 Minuten steigerte. Hinter Jonas Humke (Eintracht Frankfurt/31:28,54 Minuten) und Dirk Busch (SSC Hanau-Rodenbach/31:50,16 Minuten) belegte Marc Bunzendahl (VfL Altenstadt) in 32:46,35 Minuten den fünften Platz im Gesamteinlauf und Rang vier in der Männer-Hauptklasse. Nach längerer Verletzungspause ein positiver Einstieg ins Wettkampfgeschehen, zumal die Qualitäten des Altenstädters bislang auf den Mittelstrecken zum Tragen kamen. Absagen musste seinen Einsatz hingegen Markus Riefer. Der Deutsche M55-Meister aus Nidderau verzichtete wegen Knieproblemen auf den Start, konzentriert sich stattdessen auf die nationalen 10 000-Meter-Meisterschaften Anfang Mai in Pliezhausen. Im Nachwuchsbereich hielt Nico Debus die Wetterauer Fahne hoch. Der M14-Hallenhessenmeister wurde seiner Favoritenrolle über 3000 Meter gerecht, als er sich auf der Schlussrunde von Noah Becker (LAV Kassel/10:05,68 Minuten) lösen konnte und mit der Endzeit von 10:04,33 Minuten seinen zweiten Titel der Saison 2022 einfuhr.

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