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14 Ex-Erstligisten

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Auf die Torhüter-Großtaten des Schweizers Leonard Grazioli bauen die Hüttenberger Zweitliga-Handballer. © JENNIVER

Region (mro). Nach dem Pflichtspiel-Aufgalopp mit der ersten Runde im DHB-Pokal am vergangenen Wochenende war sie vorbei, die handballlose Zeit. Vergessen die freien Wochen, aber auch die wie immer anstrengende Vorbereitung, die bei den hochsommerlichen Temperaturen vielleicht in diesem Jahr noch ein bisschen schweißtreibender war. Nun geht es also wieder um Punkte in der 2.

Handball-Bundesliga, die durch ihre Ausgeglichenheit erneut viel Spannung verspricht, aber auch mit einer absoluten Besonderheit aufwartet.

Die Gastmannschaft

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine ist auch im deutschen Handball angekommen. Mit dem HC Motor Zaporizhzhia ist in der kommenden Saison ein Dauergast der Champions League in der 2. Liga mit am Ball. In der Sportstadt Düsseldorf hat der HC vorübergehend seine sportliche Heimat gefunden und wird außer Konkurrenz am Liga-Spielbetrieb teilnehmen. Wodurch erneut 20 Mannschaften in die Runde gehen. Das Solidar-Projekt ist durch die Unterstützung der 19 Vereine der 2. HBL getragen.

Favoriten

Alle vier Absteiger schafften in der letzten Saison nicht die direkte Rückkehr in die Bel Etage. Dafür ist Altmeister VfL Gummersbach und mit ihm der letztjährige TVH-Kapitän Dominik Mappes wieder erstklassig. Mit der HSG Nordhorn-Lingen ist aber im zweiten Jahr im Unterhaus ein erster Aufstiegsaspirant benannt. Zu denen sicherlich auch der ThSV Eisenach als letztjähriger Abschlussdritter - nach starker Aufholjagd - sowie die SG BBM Bietigheim, bei der bereits im Vorjahr im Laufe der Saison immer mehr die Vorstellungen des neuen Trainers Iker Romero griff, zu rechnen sind. Bei den Absteigern HBW Balingen/Weilstetten - mit Zugang Felix Danner von der HSG Wetzlar - und TuS N-Lübbecke - mit dem Ex-Internationalen Michael Haaß als Nachfolger von Ex-TVH-Trainer Emir Kurtagic sowie dem erfahrenen Routinier Nikolas Katsigiannis als Torwart-Neuzugang - darf man gespannt sein, wie schnell sie sich in der neuen Liga zurechtfinden. Aber auch der ambitionierte HC Elbflorenz 2006, mit nahezu unverändertem Kader und im Tor verstärkt mit Marino Mallwitz aus Rimpar, schielt nach oben.

Die Aufsteiger

Nachdem im Vorjahr bereits Eintracht Hagen und Empor Rostock lange stark auftrumpften und Hagen dies sogar mit Abschlussrang sieben eindrucksvoll durchzog, kommen zwei weitere Neulinge mit viel Potenzial in die Liga. Der ehemalige DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat mit dem 1. VfL Potsdam gleich im ersten Trainerjahr den Aufstieg geschafft - ungeschlagen! Mit dem klaren Sieg gegen Essen in der ersten Pokalrunde hat man gezeigt, dass der Weg weiter gehen soll. Aber auch die HSG Konstanz als Rückkehrer will in der berühmt berüchtigten Schänzle-Hölle ihre Punkte für den Ligaerhalt sammeln.

Wer steigt ab?

Ähnlich wie im Aufstiegsrennen fällt eine Prognose in dieser Liga, wo jeder jeden schlagen kann und an jedem Wochenende Überraschungen auf der Tagesordnung stehen, schwer. Erfahrungsgemäß ist für Aufsteiger das zweite Jahr das schwerere. Da Hagen sich aber weiter mit gestandenen Akteuren verstärkt hat, sollte der VfL kein Kandidat für die untere Hälfte sein. Die als Wölfe Würzburg (bisher Rimpar Wölfe) startenden Unterfranken streben durch den neuen Namen eine weitere Professionalisierung an. Ihre begrenzten finanziellen Möglichkeiten könnten aber erneut den Weg auf einen einstelligen Tabellenplatz erschweren. Aber auch die im Vorjahr lange gegen den Abstieg kämpfenden TSV Bayer Dormagen (mit Wetzlars Zweitspielrechtler Ole Klimpke), TV Großwallstadt mit Neu-Trainer Igor Vori, aber ohne Tormaschine Savvas Savvas, und der sich jedes Jahr rettende Dessau-Roßlauer HV mit Kreisläufer-Neuzugang Patrick Gempp von der HSG Wetzlar könnten erneut zu den gefährdeten Teams gehören.

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