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Generalprobe missglückt - Stürmer vor Unterschrift

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Von: Michael Nickolaus

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Verteidiger Marius Erk (rechts vor Kai Zernikel) hat beim 2:5 gegen Freiburg den Anschlusstreffer zum 1:3 erzielt. © CHUC

Der EC Bad Nauheim kassiert im abschließenden Testspiel eine Niederlage. Dafür sind die Roten Teufel auf dem Transfermarkt erfolgreich.

Die Generalprobe ist missglückt! Im abschließenden Testspiel - zugleich im direkten Vergleich mit einem Konkurrenten in der Deutschen Eishockey-Liga 2 - unterlag der EC Bad Nauheim fünf Tage vor dem Punktspiel-Start dem EHC Freiburg mit 2:5 (0:3, 1:1, 1:1). Bei aller Ernüchterung: Das Resultat bildet das Kräfteverhältnis während der 60 Minuten nicht ab. Die Roten Teufel kontrollierten die ersten 20 Minuten, schluderten in der Chancenverwertung und lagen nach drei individuellen Fehlern mit drei Treffern im Rückstand. In den weiteren beiden Spielabschnitten waren die Anteile gleichmäßig verteilt. »Wir hatten gute Phasen, waren aber vorne zu schlampig und haben uns insgesamt viel zu viele Fehler erlaubt. Die Jungs wissen, dass sie eine Schippe drauflegen müssen«, sagt Harry Lange, der Trainer. Marius Erk und Jerry Pollastrone trafen für die Kurstädter im Colonel-Knight-Stadion. Die offizielle Zuschauerzahl wurde mit 1746 angegeben.

Zum Training am Dienstag wird der fünfte Neuzugang in Bad Nauheim erwartet. Vom DEL-Klub Schwenningen soll Stürmer David Cerny zu den Roten Teufeln stoßen. Der 22-Jährige (63 DEL-Spiele, sechs Punkte, sowie 17 DEL 2-Spiele, drei Punkte) hatte in der Vorsaison zwischen den Wild Wings und deren Kooperationspartner Freiburg gependelt. Eine offizielle Bestätigung des Wechsels steht noch aus.

Bad Nauheim war - wie schon am Freitag - mit viel Elan in die Partie gestartet. Frühes, engagiertes Forechecking gab den Wölfen kaum Zeit zum Luftholen. Der Doppelschlag der Gäste stellte das Spiel völlig auf den Kopf. Während Bad Nauheim schon früh gute Möglichkeiten erarbeitet hatte, aber nicht nutzten konnte, was sich schließlich wie ein roter Faden durch die Partie zog, zeigte sich der Gast eiskalt. Zweimal tauchte der EHC in Person von Martin Reway und Tor Immo nach groben individuellen Fehlern vor Felix Bick auf - und zweimal schlug der Puck im Netz der Hausherren ein. Bad Nauheim vergab die erste Überzahl-Chance und kassierte prompt, nach einem weiteren Schnitzer, den dritten Gegentreffer, diesmal durch Calvin Pokorny.

Im zweiten Abschnitt stellte der aufgerückte Marius Erk den Anschluss her (22.), es entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel, wobei Freiburg im Grunde genommen nur wenig initiativ werden musste, stattdessen auf Fehler der Gastgeber warten konnte. Felix Bick im Tor stoppte Alleingänge von Sebastian Hon und Immo, war beim vierten Gegentor, einem Powerplay-Treffer durch Christoph Kiefersauer aber chancenlos.

Im Schlussabschnitt fehlte Bad Nauheim in zwei Powerplay-Situationen mehrfach der Abschluss, nachdem sich die Offensive den Gegner zurechtgelegt hatte. Auf der Gegenseite erhöhte Nico Linsenmaier nach kurzer, schneller Kombination. Immerhin konnte Pollastrone das Endrusltat mit einem Überzahl-Treffer noch etwas korrigieren - 2:5

EC Bad Nauheim: Bick - Köhler, Seifert, Schmidt, Sekesi, Erk, Wachter, Hafenrichter - Wörle, Vause, Hickmott, Herrmann, El-Sayed, Niedenz, Pollastrone, Coffman, Körner, Steck, Bartuli.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (8.) Reway (Orendorz, 0:2 (9.) Immo, 0:3 (16.) Pokorny (Linsenmaier, Orendorz), 1:3 (22.) Erk (Pollstrone, Coffman), 1:4 (38.) Kiefersauer (Immo, Billich - PP1), 1:5 (52.) Linsenmaier (Orendorz), 2:5 (55.) Pollastrone (Schmidt, Coffman - PP1). - Schiedsrichter: Klein//Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Freiburg 12. - Zuschauer: 1746.

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