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Kreuzfahrt-Urlaub: Das sind die Corona-Regeln bei Aida, Tui Cruises & Co.

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Von: Franziska Kaindl

Kreuzfahrt-Urlaub ist aktuell wieder möglich, doch Reisende müssen sich je nach Reederei und Route an unterschiedliche Corona-Regeln halten. Eine Übersicht.

Ein Kreuzfahrt-Urlaub* ist eine bequeme Art der Reise: Sie müssen so gut wie nichts organisieren und genießen im Gegenzug die Vorzüge des Bordlebens und können verschiedene Länder und Destinationen innerhalb kürzester Zeit besuchen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten aber auch die Reedereien für einige Monate den Betrieb einstellen. Mittlerweile sind viele Schiffe zwar wieder in See gestochen, doch es gelten strenge Hygienemaßnahmen an Bord. Zutritt ist in der Regel nur im Rahmen eines 3G-, 2G- oder 1G-Nachweises möglich. Das hängt zum einen mit den individuellen Regelungen der Reedereien zusammen, zum anderen müssen sich diese auch an die Bestimmungen des Ziellandes halten. Was bei den unterschiedlichen Reedereien gilt, erfahren Sie hier.

Kreuzfahrt auf der Aida: Hier gilt die 1G-Regel

Auf den Schiffen von Aida gelten strenge Vorgaben für Reisende. Wer an den Karibik-Reisen mit der AIDAdiva, AIDAluna, AIDAperla oder AIDAsol sowie den Orient-Reisen mit der AIDAbella teilnehmen will, muss nämlich über einen vollständigen Impfschutz verfügen – auch Genesene. Auf Orient-Reisen müssen Genesene sogar einen doppelten Impfschutz vorweisen. Diese Regel gilt für Gäste jeden Alters. Somit können ungeimpfte Kinder und Jugendliche sowie Genesene ohne Impfschutz nicht mitreisen.

Bei den Europa-Kreuzfahrten mit der AIDAblu, AIDAnova, AIDAmar, AIDAperla, AIDAprima, AIDAsol, AIDAstella und AIDAvita brauchen Gäste über 12 Jahren – auch Genesene – einen vollständigen Impfschutz. Bei Kindern unter 12 Jahren genügt ein negativer Corona-Test. Eine Ausnahme gilt aber für Reisen mit Stopp in Norwegen: Hier können ungeimpfte Kinder und Jugendliche ebenfalls nicht mitreisen.

Vor Reiseantritt muss sich zudem jeder Gast auf Covid-19 testen lassen. Hierbei hängt es von der jeweiligen Reiseregion ab, welcher Test vorgelegt werden muss und ob während der Reise weitere Tests anfallen. An Bord gilt außerdem eine Abstandsregel von 1,5 Metern, zudem fahren die Schiffe nur mit 60 bis 80 Prozent Auslastung. Eine generelle Maskenpflicht gibt es nicht, allerdings kann sie dennoch in bestimmten Bereichen an Bord anfallen.

Auch interessant: Auswärtiges Amt rät jetzt von Kreuzfahrtreisen ab – Reedereien sind empört.

Tui Cruises: Diese Corona-Regeln gelten auf den Schiffen

Wer mit Tui Cruises eine Kreuzfahrt plant, braucht vor Reiseantritt mindestens ein negatives Corona-Testergebnis. Je nach Fahrgebiet kann zusätzlich ein Impfnachweis oder ein zweiter Corona-Test erforderlich sein. Generell braucht es bei Reisen mit der „Mein Schiff 1“, „Mein Schiff 3“ und „Mein Schiff 5“ in Richtung Griechenland und Kanaren einen vollständigen Impfschutz bei allen Gästen über 18 Jahren. Bei Karibik- und Orient-Reisen mit der „Mein Schiff 1 & 2“ und der „Mein Schiff 6“ müssen alle Gäste ab 12 Jahren über einen Impfnachweis verfügen. Eine Genesung wird als Nachweis demnach nicht anerkannt. Ein vollständiger Impfschutz besteht hier nur, wenn eine Impfung zusätzlich vorliegt oder in der CovPass App einen vollständigen Impfschutz anzeigt. Je nach Zielland können hier aber Besonderheiten vorliegen.

Die Schiffe von Tui Cruises sind aktuell zu 60 bis 80 Prozent ausgelastet. Im Terminal und an Bord gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern, eine Maskenpflicht gilt überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

MSC Cruises: Teilweise 1G-plus-Regel auf den Schiffen

Auf den Kreuzfahrten von MSC Cruises gelten ebenfalls strenge Corona-Regeln: Auf den Routen nach „Dubai, Abu Dhabi & Quatar“, „Saudi-Arabien & Rotes Meer“, „Karibik & Antillen“, „Nordeuropa“ sowie auf der „MSC Grand Voyages & MSC World Cruise“ gilt für alle Gäste ab 12 Jahren eine 1G-plus-Regel. Sie müssen also ein gültiges Impfzertifikat vorlegen und einen maximal zwei bis drei Tage alten PCR-Test vorlegen – je nach Route. Kinder ab 2 Jahren benötigen einen negativen PCR-Test. Genesene mit nur einer Impfdosis gelten nicht als vollständig geimpft. Bei Kreuzfahrten im Mittelmeer gilt hingegen die 2G-plus-Regel. Erlaubt sind negative PCR- und Antigen-Schnelltests. Genesene brauchen einen Nachweis über ihre vergangene Erkrankung und ebenfalls einen negativen Corona-Test. Für alle Gäste zwischen 2 und 12 Jahren gilt nur eine Testpflicht. Wichtig ist es in jedem Fall, sich über die genauen Bedingungen der gewählten Route zu informieren.

Abgesehen davon werden bei der Einschiffung bei allen Gästen Gesundheits-Screenings mit Gesundheitsfragebögen und kontaktloser Temperaturkontrolle durchgeführt. Das Tragen eines Mundschutzes ist in allen öffentlichen Bereichen erforderlich, außerdem gibt es Beschränkungen bei der Personenzahl in öffentlichen Bereichen.

Kreuzfahrt-Urlaub: Diese Regeln gelten bei Hapag Lloyd

Voraussetzung für eine Reise mit den Kreuzfahrtschiffen von Hapag Lloyd ist ein vollständiger Impfschutz gegen Covid-19 sowie ein negativer PCR-Test für alle Gäste ab 18 Jahren – es gilt also die 1G-plus-Regel. Ab dem 1. Februar soll die Impfpflicht auf alle Kinder ab 12 Jahren ausgeweitet werden. Je nach Reiseroute können Abweichungen gelten. Eine Genesung ohne zusätzlichen Impfnachweis ist nicht ausreichend. Zudem müssen alle Passagiere einen ausgefüllten Gesundheitsfragebogen bei der Einschiffung parat halten.

Eine Maskenpflicht gilt an Bord der Hapag-Lloyd-Schiffe nur, wenn der Mindestabstand zu anderen Personen nicht einzuhalten ist. Eine Befreiung von der Maskenpflicht durch ein ärztliches Attest ist nicht möglich. Wie der ADAC berichtet, sind die Schiffe nur zu 60 Prozent ausgelastet.

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Genau informieren: unterschiedliche Maßnahmen je nach Route bei Royal Caribbean

Auf den Kreuzfahrten der Reederei Royal Caribbean können sich die Corona-Maßnahmen je nach Schiff und Reiseziel stark variieren. Zudem warnt das Unternehmen, dass sich die Regeln ohne Vorankündigung ändern können. Aktuell müssen an den meisten Häfen alle Gäste ab 12 Jahren vollständig geimpft sein. Ob es eine Testpflicht gibt, hängt davon ab, wo die Reise beginnt. Für Kreuzfahrten im Jahr 2022, die von Europa aus starten, gibt es allerdings noch keine Sicherheitsprotokolle.

Corona-Maßnahmen auf den Kreuzfahrtschiffen der Carnival Cruise Line

Die Reederei Carnival Cruise Line hat für ihre Kreuzfahrtschiffe vorerst bis zum 31. März 2022 eine Impfpflicht eingeführt. Somit müssen alle Gäste spätestens 14 Tage vor der Abfahrt die letzte Dosis eines von der WHO oder den amerikanischen Gesundheitsbehörden zugelassenen Impfstoffs erhalten haben. Die vollständige Impfung kann über die CovPass-App oder das gelbe Impfheft nachgewiesen werden. Zusätzlich müssen Reisende bei der Einschiffung ein negatives PCR- oder Antigen-Schnelltest-Ergebnis vorlegen können, das maximal 2 Tage alt ist. Abgesehen gilt an Bord an allen öffentlichen Bereich im Innenraum – also zum Beispiel in Shops oder in Aufzügen – eine Maskenpflicht. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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