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„Nasenspray kann vor Sars-CoV-2 schützen“: Feuchte Schleimhäute als Schutz vor Krankheitserregern

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Von: Juliane Gutmann

Eine Frau hält in ihrer Hand ein Nasenspray
Nasenspray befeuchtet die Nase: Die Anwendung ist wohl nicht nur während einer Erkältung sinnvoll. © K. Schmitt/Imago

Trockene Heizungsluft im Winter trocknen Augen- und Nasenschleimhaut aus. Das hat Effekte auf das Corona-Risiko. Welche Rolle Nasenspray spielt, erfahren Sie im Text.

Vor allem im Winter kämpfen wieder viele mit trockenen Schleimhäuten. Niedrige Luftfeuchtigkeit ist ein Hauptgrund. Diese herrscht in überheizten Räumen und auch im Freien bei tiefen Temperaturen. Viele Zimmerpflanzen oder Luftbefeuchter (werblicher Link)** sind eine Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit nach oben zu treiben. Doch auch Nasenspray und Augentropfen befeuchten die Schleimhäute. Damit bereitet man nicht nur brennenden Augen und dem Trockenheitsgefühl in der Nase ein Ende*: Feuchte Schleimhäute wirken sich auch positiv auf das Infektionsrisiko mit Viren und Bakterien aus.

Unter anderem der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte rückt „gutes Nasenklima“ in den Mittelpunkt. So sei es wichtig, die Nasenschleimhaut stets feucht zu halten, weil ihre Austrocknung dazu führt, dass die Fähigkeit der Selbstreinigung beeinträchtigt wird. Die Flimmerhärchen (Zilien) in der Nase können bei Trockenheit Fremdstoffe nicht mehr gut abtransportieren. Infolge können Schmutzpartikel, Schadstoffe sowie Krankheitserreger länger in der Nase verweilen und so zu Infektionen führen, heißt es weiter. HNO-Ärzte empfehlen, viel zu trinken, weil das die Schleimhaut in der Nase feucht hält. Auch Nasenspray wäre zu empfehlen, um die Schleimhäute intakt zu halten. Wie Sie trockenen Schleimhäuten und einer schmerzenden Nase vorbeugen, verrät 24vita.de*.

Lesen Sie auch: Brennende Augen und angeschwollene Augenlider? Welche Allergie häufig dahinter steckt*

Rotalgenextrakt in Nasenspray soll Corona-Infektionsrisiko senken

Nasenspray kann vor Sars-CoV-2 und anderen Infektionen schützen – so der Titel einer Veröffentlichung der Zahnärztekammer Nordrhein. „Ein carragelosehaltiges Nasenspray bewirkt eine 80-prozentige relative Risikoreduktion für eine Infektion mit SARS-CoV-2“, zitiert die Kammer Prof. Dr. Ulrich Schubert vom Uniklinikum Erlangen.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) empfiehlt der Zahnärztekammer zufolge, während der Coronapandemie in Hotspots die Anwendung eines carrageenhaltigen Nasensprays. Die Substanz wird aus Rotalgen gewonnen und zeigte in klinischen Studie mit Krankenhauspersonal und in Zellversuchen, dass es gewissen Schutz vor Corona bietet, so die Pharmazeutische Zeitung.

Die HNO-Ärzte im Netz empfehlen zudem ganz herkömmliche meersalzhaltige Nasensprays, um die Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen und so vor Infektionen zu schützen. Pflegende Nasensprays mit dem Wirkstoff Dexpanthenol oder verschiedenen Ölen wie Zitrusöl, Sesamöl oder Salbeiöl wären ebenfalls zu empfehlen. Abschwellende Nasensprays sollten dagegen nur kurzzeitig verwendet werden, weil sie die Schleimhaut austrocknen und auch abhängig machen können, so die HNO-Ärzte im Netz. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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