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Elektroauto-Quote: Deutschland im weltweiten Ranking nicht in den Top 10

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Von: Sebastian Oppenheimer

Die Zahl der E-Autos in Deutschland nimmt immer weiter zu – doch im internationalen Vergleich reicht es bei der Stromer-Quote nicht für die Top 10.

Der Vormarsch des Elektroautos scheint momentan nicht aufzuhalten: Die Zulassungszahlen steigen – und auch die Bereitschaft der Menschen in Deutschland, sich ein Elektroauto zu kaufen, nimmt zu. Frankreich plant für Stromer sogar ein Billig-Leasing für nur 100 Euro im Monat einzuführen. Weltweit gesehen gibt es aber weiterhin große Unterschiede bei der Durchdringung der Automobilmärkte mit batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) sowie bei der Verfügbarkeit von öffentlich zugänglichen Schnellladesäulen. Das ist das Ergebnis eines weltweiten E-Mobilitätsrankings des Beratungsunternehmens Berylls, das 34 Länder im Zeitraum zwischen 2019 und 2021 berücksichtigt.

Ein Mann steckt ein Ladekabel in ein E-Auto
Bei der Elektroauto-Quote verpasste Deutschland in einem Ranking nun eine Top-10-Platzierung. (Symbolbild) © Chromorange/Imago

Elektroauto-Quote: Deutschland im weltweiten Ranking nicht in den Top 10

Demnach führt Norwegen das Ranking mit großem Abstand an. Das Land kommt auf eine BEV-Quote von knapp 16 Prozent. Island (4,8 %) und die Niederlande (2,8%) folgen auf den Plätzen 2 und 3. Rang 4 belegt Schweden (2,2%), China mit einer Quote von 2,1 Prozent ist auf dem fünften Rang gelistet. Deutschland ist nicht in den Top 10 dabei – und kommt auf den elften Rang (1,2 %).

Die Berylls-Analysten sehen Deutschland jedoch auf einem guten Weg – obwohl laut einer Studie hierzulande eine massive Ladelücke droht. Mit einem jährlichen Wachstum der BEV-Flotte von 113 Prozent weise Deutschland seit 2019 das größte Wachstum im Vergleich aller untersuchten Länder auf. Der Studie zufolge besitzt Deutschland in der EU die größte Anzahl von Schnellladern (rund 9.800 Ladepunkte) und der jährliche E-Auto-Zuwachs fällt fast doppelt so hoch aus, wie der europäische Durchschnitt (plus 67 Prozent) – und selbst die sehr bescheidene BEV-Quote von gut einem Prozent liegt über dem europäischen Durchschnitt. 

Elektroauto-Quote: Wenig Stromer im Süden und Osten Europas

Deutlich schlechter stellt sich die Situation im Osten und Süden Europas, aber auch in Teilen der USA dar. In Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei oder Tschechien stehen etwa hohe Anschaffungskosten einer geringen Kaufkraft der Bevölkerung gegenüber.

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E-Mobility-Studie: 67 E-Fahrzeuge teilen sich in Deutschland einen Schnelllader

Die Ursache für die geringe Verbreitung von BEV in vielen amerikanischen Bundesstaaten sehen die Berylls-Analysten im Fehlen einer US-weiten E-Mobilitäts-Förderung in den vergangenen Jahren. Zusätzlich wurden unter der Trump-Regierung die Ambitionen für eine Transformation des Verkehrs reduziert.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Auch bei der Verfügbarkeit von Schnellladern sieht das Ranking Defizite. Spitzenreiter ist China. Hier teilen sich lediglich 14 Stromer eine DC-Ladesäule, in Schweden und Österreich sind es 30 BEV pro DC-Säule, in Deutschland sogar 67 Fahrzeuge – speziell entlang von Autobahnen sind die Schnelllader dünn gesät. Das europäische Mittel liegt bei 53 Fahrzeugen. (Mit Material von SP-X)

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