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Lauterbach erhöht Krankenkassenbeiträge: Abgabe jetzt auf Rekordhoch

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Von: Moritz Serif

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht von einem Milliardendefizit bei den Krankenkassen. Deshalb müssten die Beiträge steigen.

Berlin - Es war bereits länger in der Diskussion, nun ist es amtlich: Die Zusatzbeiträge für gesetzliche Krankenkassen sollen 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 14,6 Prozentpunkte steigen. Das gab Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bekannt, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend berichten.

Derzeit liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,3 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent und den zusätzlichen 0,3 Prozentpunkten würde sich der Gesamtbetrag auf 16,2 Prozent erhöhen. Lauterbach erklärte, dass es ein Defizit von etwa 17 Milliarden Euro gebe. Außerdem solle der Bundeszuschuss um zwei Milliarden Euro erhöht werden und es gebe ein Bundesdarlehen in Höhe von einer Million Euro. Der Gesundheitsminister wolle Geld einsparen.

Karl Lauterbach (SPD) und Jens Spahn (CDU) im Bundestag. Die Krankenversicherung wird teurer.
Karl Lauterbach (SPD) und Jens Spahn (CDU) im Bundestag. Die Krankenversicherung wird teurer. © Michael Kappeler/dpa/picture alliance

Lauterbach macht Spahn für Erhöhung verantwortlich

Karl Lauterbach sieht die Schuld für das Defizit bei den Krankenkassen bei anderen. Konkret machte der Gesundheitsminister seinen Vorgänger für die Beitragserhöhung verantwortlich. „Ich habe dieses Defizit im Wesentlichen geerbt von meinem Vorgänger“, sagte der Politiker mit Blick auf den ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Spahn habe teure Leistungserweiterungen umgesetzt und keine Reformen vorgenommen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) stimmte bereits zu. (mse mit dpa und Reuters)

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