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Umfrage: Unions-Anhänger setzen großes Vertrauen in Merz – SPD verliert

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Von: Marcus Giebel

Als nächster Parteichef soll Friedrich Merz die CDU wieder wachküssen und fit für die Zukunft machen. Die Unions-Wähler sind da bester Hoffnung, wie der Deutschlandtrend zeigt.

München/Berlin - Viele CDU-Anhänger sehen offenbar Licht am Ende des Tunnels. Mit Friedrich Merz* verbinden sie die Hoffnung auf einen Aufschwung. Wie der neueste „Deutschlandtrend“ von Infratest dimap im Auftrag des ARD-„Morgenmagazins“ vor dem Parteitag am Samstag ergab, erwarten 63 Prozent der Unions-Wähler, dass der designierte neue Bundesvorsitzende der Christdemokraten seine Sache gut machen wird.

Ganz so positiv wird der Sauerländer von der Gesamtbevölkerung nicht beurteilt. Denn unter allen vom 18. bis 19. Januar befragten 1424 Wahlberechtigten stimmten dem nur 37 Prozent zu. Jeder Dritte geht sogar davon aus, dass der einstige Vorsitzende der Bundestagsfraktion von CDU und CSU kein guter Parteichef sein werde.

Friedrich Merz klatscht in die Hände
Da kann man schonmal klatschen: Friedrich Merz weiß nicht nur die CDU-Mitglieder, sondern auch die Unions-Wähler hinter sich. © Reiner Zensen/Imago

Deutschlandtrend: SPD und FDP büßen bei Sonntagsfrage ein – Union und AfD gewinnen leicht

Bei der Sonntagsfrage rutscht die SPD zwar um einen Prozentpunkt auf 25 Prozent ab, bliebe aber stärkste Kraft. Die Union legt um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 24 Prozent. Die Grünen verharren bei 16 Prozent, damit nähert sich die AfD* um einen Prozentpunkt und steht nun bei zwölf Prozent. Leicht verloren hat die FDP, die nun zehn Prozent erreicht. Die Linke* steht weiterhin bei fünf Prozent. Damit hätte die Ampel-Koalition eine minimale Mehrheit von 51 Prozent.

Pluspunkte könnte die Bundesregierung in der Corona-Pandemie sammeln. Die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise werden von vielen Menschen begrüßt. 45 Prozent der Befragten nannten sie angesichts der ansteckenden Omikron*-Variante angemessen, 27 Prozent gehen die Einschränkungen sogar nicht weit genug.

Deutschlandtrend: Nur jeder Vierte hält die Corona-Maßnahmen für zu hart

Lediglich ein Viertel der Umfrageteilnehmer gab an, die Corona-Maßnahmen würden zu weit gehen. Eine überwiegende Ablehnung zeigt sich nur bei den Anhängern der AfD: 64 Prozent von ihnen gehen die Regeln zu weit.

Zum Vergleich: Bei der Umfrage zwei Wochen zuvor, als noch nicht explizit auf Omikron verwiesen wurde, fanden 42 Prozent aller Teilnehmer die Maßnahmen angemessen und 31 Prozent hätten sich stärkere Einschnitte gewünscht. Auch damals hielten 25 Prozent die Maßnahmen für zu hart. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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