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Corona-Pandemie: Diese fünf Zitate von Christian Drosten machen Mut

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Von: Paul Bröker

Christian Drosten ist vielen als Mahner bekannt. Seit Beginn des Jahres hat er sich aber öfter optimistisch zur Corona-Situation geäußert. Hier sind fünf Zitate.

Kassel – Deutschland befindet sich mitten in der Omikron-Welle*, die Inzidenzen schießen durch die Decke. Dennoch ist die Hoffnung nicht verloren. Ausgerechnet einer der Mahner während der Corona-Pandemie* verbreitet positive Gedanken: Charité-Chefvirologe Christian Drosten.

Immer wieder betonte Drosten in letzter Zeit, dass er positiv in die Zukunft blicke. Im Folgenden haben wir fünf Zitate herausgesucht, die Mut machen:

Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité
In letzter Zeit hört die Öffentlichkeit aus seinem Mund öfter mal optimistische Töne: Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten – hier bei der Corona-Pressekonferenz am 14.01.2022. © Stefan Boness/Imago

1. Christian Drosten über den endemischen Zustand von Corona

Den endemischen Zustand werden wir bis Ende des Jahres erreicht haben, wir sind praktisch da.

Christian Drosten bei der Corona-Pressekonferenz am 14.01.2022

Nichtsdestotrotz sei die Lage aber noch komplex, weshalb er nur Doppelbotschaften senden könne. Obwohl ein Ende der Corona-Pandemie in Sicht sei, sei es bis dorthin noch ein langer Weg, so Drosten.

2. Christian Drosten darüber, ob wir auf weitere Corona-Varianten vorbereitet sind

Man kann sich darauf verlassen, dass die Bevölkerungsimmunität sich immer weiter aufbaut. Wenn wir das hinbekommen, wäre selbst ein nochmals verändertes Virus keine Katastrophe mehr.

Christian Drosten im Interview mit dem Tagesspiegel vom 16.01.2022

Drosten antwortete damit auf die Frage, ob Omikron schon das Ende ist, oder ob es nun einen Trend zu milderen Varianten gebe. Er schränkte jedoch ein, dass man sich beim Coronavirus nicht darauf verlassen könne, dass es die Varianten mild bleiben. Drosten fügte an, dass es einen Unterschied zwischen der Erhaltung und Aufbauen der Bevölkerungsimmunität gebe. „Das Aufbauen müssen wir in unserer alten Gesellschaft über Impfungen machen, das Erhalten muss das Virus erledigen. Natürlich unterstützt mit Booster-Impfungen, so wie bei Influenza auch“, so der Virologe.

3. Christian Drosten beschreibt ein realistisches Corona-Szenario für 2022

Im nächsten Winter rechne ich noch einmal mit einer starken Inzidenz-Erhöhung. Und wir werden wohl auch wieder Masken tragen müssen in Innenräumen. (…) Wirklich ins Gewicht fallende Einschränkungen werden aber wahrscheinlich nicht mehr nötig sein.

Christian Drosten im Interview mit dem Tagesspiegel vom 16.01.2022

Drosten ist überzeugt, dass wir nur weiter Rücksicht auf den Teil der Bevölkerung nehmen müssen, der im Risiko steht. Besonders die älteren Geimpften und die Ungeimpften jeden Alters sind damit gemeint. „Es wird noch nicht so sein wie jetzt bei einer normalen Influenza-Saison“, so der Virologe. Das liege daran, dass die Bevölkerungsimmunität gegen Influenza nicht nur auf der Impfung basiert, sondern auf mehreren Infektionen, die ein Erwachsener im Leben meist schon durchgemacht hat. „Da sind wir mit Sars-Cov-2 einfach noch nicht“, sagte Drosten.

4. Christian Drosten blickt auf den Corona-Sommer

Wir werden im Sommer wahrscheinlich eine sehr freie Gesellschaft haben. Also wir werden wahrscheinlich ganz offen mit dem Virus umgehen können. 

Christian Drosten in Folge 107 des NDR Coronavirus-Update vom 04.01.2022

In dieser Folge des NDR Coronavirus-Update macht Christian Drosten Mut, dass der Sommer möglicherweise nicht mehr so viel zur Verbreitung von Omikron beitragen wird. Das Infektionsgeschehen werde sich wahrscheinlich wieder in den Winter verschieben. Das sei die Kehrseite eines Sommers mit wenigen Infektionen. Drosten plädiert zudem dafür, dass die Menschen auch im Sommer vernünftigerweise in geschlossenen Räumen weiter Masken tragen.

5. Christian Drosten über ein Leben nach Corona

Ich bin mir komplett sicher, dass wir wieder so leben werden wie vor der Pandemie.

Christian Drosten im Interview mit dem Tagesspiegel vom 16.01.2022

Dennoch würden ein paar Sachen Bestand haben. So müssten die Menschen ein paar Jahre lang weiter in bestimmten Situationen Masken tragen. Die Pandemie hätte aber auch „Benefits“ gebracht: In Deutschland werde die Pandemie etwa die Digitalisierung voranbringen, das Homeoffice werde normaler werden und die Menschen müssten nicht mehr wegen jedem Meeting ein Flugzeug besteigen. Das Virus habe außerdem selbstverständlich die Medizin vorangebracht. Die mRNA-Technologie sei ein Riesen-Durchbruch, auch für Krebs und für andere Infektionskrankheiten, zum Beispiel Influenza. (Paul Bröker) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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