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Hurrikan „Ian“ trifft USA: Wirbelsturm wird wieder stärker - Zahl der Todesopfer steigt

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Von: Bettina Menzel, Nadja Zinsmeister, Martina Lippl, Christoph Gschoßmann

Hurrikan „Ian“ hat Florida mit voller Wucht getroffen. Der Wirbelsturm nimmt nun Kurs auf South Carolina. Die Zahl der Todesopfer steigt. Der News-Ticker.

Update vom 30. September, 7.44 Uhr: Es sei noch zu früh, um abzuschätzen, wie viele Menschenleben Hurrikan „Ian“ bisher tatsächlich gefordert hat, stellt der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, klar. Bis Donnerstag waren zwölf Todesopfer bekannt (siehe Update von 6.31 Uhr). Hunderte Personen sind DeSantis zufolge weiterhin auf Hilfe durch Rettungskräfte angewiesen.

In Naples standen ganze Viertel unter Wasser. Fernsehbilder von dort zeigten komplett überschwemmte Straßen, in denen Autos trieben. Rettungskräfte waren in verschiedenen Gegenden mit Hubschraubern und Booten im Einsatz, um von den Wassermassen eingeschlossene Menschen zu retten. Manche Gegenden wie die Stadt Fort Myers an Floridas Südwestküste seien „durch diesen Sturm wirklich überschwemmt, wirklich verwüstet“ worden, beschreibt Gouverneur DeSantis.

Update vom 30. September, 6.31 Uhr: Nach dem Durchzug des Hurrikans „Ian“ ist im US-Bundesstaat Florida die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Wie der Sender CNN und Vertreter verschiedener örtlicher Behörden am Donnerstag berichteten, wurden mindestens zwölf Menschen durch den verheerenden Sturm getötet.

Hurrikan „Ian“: Zahl der Toten steigt - Wirbelsturm nimmt Kurs auf South Carolina

Über dem Atlantik hat „Ian“ inzwischen erneut an Kraft gewonnen. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde wurde er auf dem Weg in Richtung der Küste des Bundesstaats South Carolina wieder zu einem Hurrikan der Stufe eins von fünf, wie das US-Hurrikanzentrum am Donnerstag mitteilte. Zuvor war „Ian“ zwischenzeitlich zu einem Tropensturm zurückgestuft worden.

Bereits am Donnerstag bewegte sich der Wirbelsturm mit einer Geschwindigkeit von rund 16 Kilometern pro Stunde über dem Meer auf South Carolina zu.

Update vom 29. September, 19.55 Uhr: Joe Biden befürchtet, dass Hurrikan „Ian“ im Bundesstaat Florida zahlreiche Menschenleben gefordert hat. „Dies könnte der tödlichste Hurrikan in der Geschichte Floridas sein“, sagte der US-Präsident in Washington bei einem Besuch in der Zentrale der US-Katastrophenschutzbehörde Fema: „Die Zahl der Opfer ist noch unklar, aber wir hören erste Berichte über möglicherweise erhebliche Verluste an Menschenleben.“

Die Lage sei weiter gefährlich, mahnte Biden. „Wir erleben weiterhin tödliche Regenfälle, katastrophale Sturmfluten, überflutete Straßen und Häuser“, sagte der Demokrat: „Wir sehen Millionen von Menschen ohne Strom - und Tausende, die in Schulen und Gemeindezentren Schutz suchen.“ Diese Menschen fragten sich, was übrig bleibe von ihrem Zuhause oder ob sie überhaupt noch ein Zuhause haben würden.

Die Leiterin der Katastrophenschutzbehörde Fema, Deanne Criswell, sagte: „Hurrikan ‚Ian‘ wird ein Sturm sein, über den wir noch jahrzehntelang sprechen werden.“ Die nächsten Tage würden schwierig, es gebe viele komplexe Probleme zu lösen bei den Einsätzen im Sturmgebiet.

Hurrikan „Ian“ trifft USA mit voller Wucht: Florida-Gouverneur spricht von „historischen Schäden“

Update vom 29. September, 16.50 Uhr: Laut Floridas Gouverneur Ron DeSantis sind bislang zwei Todesfälle bekannt, bei denen noch nicht klar sei, ob diese unmittelbar mit dem Sturm zusammenhingen. Klarheit werde es erst geben, sobald Einsatzkräfte in die am stärksten betroffenen Gebiete vorrücken könnten. Rettungsaktionen seien im Gange, unter anderem mit Hubschraubern.

Weiter warnte der Republikaner: „Die Auswirkungen dieses Sturms sind historisch. Und die Schäden, die entstanden sind, sind historisch.“ Dazu gebe es allerdings nur erste Einschätzungen, das ganze Ausmaß werde erst in den kommenden Tagen abzusehen sein. „Wir haben noch nie ein solches Hochwasser erlebt“, erklärte DeSantis: „Wir haben noch nie eine Sturmflut dieses Ausmaßes gesehen.“

Update vom 29. September, 14.43 Uhr: Der gewaltige Hurrikan „Ian“ hat bislang offiziell ein Todesopfer gefordert. Ein 72 Jahre alter Mann, der nach draußen ging, um nach seinem Pool zu schauen, wurde weggefegt und tot in einem Kanal hinter dem Haus gefunden, berichtet ABC News.

Hurrikan „zermalmt“ gesamtes Gebiet in Florida – Sheriff befürchtet weitere Todesopfer

Lee County Sheriff Camine Marceno geht von weiteren Todesopfern aus. Aber die genaue Zahl würde er jedoch noch nicht kennen, sagte Marceno im Interview mit dem Nachrichtensender. Sie wären demnach bereits dabei, sich in den betroffenen Regionen in Florida einen Überblick zu verschaffen. Aber das gesamte Gebiet sei „zermalmt“ und Menschen eingeschlossen. Tausende Notrufe würden eingehen.

Menschen auf Insel von Außenwelt abgeschnitten: Hurrikan „Ian“ zerlegt Brücke

Update vom 29. September, 13.12 Uhr: Hurrikan „Ian“ ist wohl einer der stärksten Hurrikans, die jemals die USA getroffen haben. Vor „katastrophalen Überschwemmungen“ warnte das National Hurricane Center schon im Vorfeld. Im Südwesten Floridas sind Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Teile einer Brücke sind kollabiert. Die vorgelagerte Insel Sanibel Island ist von der Außenwelt abgeschnitten. „Es ist schrecklich hart, das zu sehen“, twittert die Journalistin Lydia Nusbaum. „Ich kenne Leute, die auf der Insel festsitzen.“

Mehr als 2 Millionen Haushalte in Florida sind ohne Strom, wie auf der Webseite poweroutage.us zu erfahren ist. Die Gefahr ist noch nicht vorbei. Starke Winde mit Spitzen von bis zu 100 km/h drücken das Wasser weiter an die Küste Floridas. Laut dem amerikanische Wetterdienst NOAA ist der Wasserpegel in den Gebieten rund um Fort Myers fast noch einen Meter über dem Normalwert bei einer Flut. Mit der Ebbe kurz nach Mittag sollte das Wasser zurückgehen.

Am Mittwoch zum Höhepunkt des Hurrikans wurde dort ein Wasserpegel von über zwei Meter gemessen. Wie CNN berichtet, habe das Messgerät seit 1965 nie mehr als 104 Zentimeter Hochwasser angezeigt.

Hurrikan-Jäger erlebt „härtesten Flug“ seiner Karriere

Update vom 29. September, 12.06 Uhr: Der US-Wetterdienst NOAA sammelte mit einem Flug durch das Auge des Hurrikans „Ian“ Daten für Wetterprognosen. Die sogenannten „NOAA Hurricane-Hunter“ sind im Auftrag der Wissenschaft unterwegs. „Es war der härteste Flug meiner Karriere“, berichtet ein Ingenieur der Crew.

Millionen Menschen ohne Strom: Hurrikan „Ian“ zum Tropensturm herabgestuft

Update vom 29. September, 11.49 Uhr: Millionen Menschen sind ohne Strom. Der gefährliche Hurrikan „Ian“ hat sich am Donnerstagmorgen zu einem Tropensturm Kategorie 2 abgeschwächt, teilt das US National Hurricane Center (NHC) mit. Allerdings warnen die Wetterbehörden weiterhin vor starkem Wind und heftigen Regenfällen sowie Sturmfluten an der Golfküste. Wenn es das Wetter zulässt, stehen Teams zu Bergungs- und Reparaturarbeiten bereit. Die Stromausfälle könnten nach Ansicht der Behörden Wochen und Monate andauern. Das Ausmaß der Schäden ist zunächst noch unklar. Ganze Landstriche sind verwüstet. Sicher ist, dass „Ian“ wohl zu einem der heftigsten Hurrikans gehört, die Florida jemals heimgesucht haben.

Hurrikan „Ian“: Kurioses Hai-Video sorgt in den sozialen Netzwerken für Wirbel

Update vom 29. September, 11.36 Uhr: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h traf Hurrikan „Ian“ in Florida auf Land. Wind peitschte das Meer an die Küste. Fluten spülten Häuser einfach weg, Straßen sind komplett überschwemmt. Die Gewalt der Natur soll einen Hai in die Stadt Fort Myers gespült haben. In den sozialen Medien kursiert ein Video, auf dem ein Fisch mit einer haiähnlichen Flosse im Wasser zappelt.

Hurrikan „Ian“ - Florida
Segelbote in Venice - Hurrikan „Ian“ ist auf die Westküste von Florida getroffen. © Pedro Portal/El Nuevo Herald via ZUMA Press/dpa

Sturmfluten, Hochwasser und Stromausfälle: Hurrikan „Ian“ legt Nachrichtensender lahm

Update vom 29. September, 9.36 Uhr: Hurrikan „Ian“ überschwemmte das Studio eines Nachrichtensenders. Die Sturmflut erreichte das gesamte Set und den Newsroom von WINK TV in Fort Myers, die auch für den CNN berichtet. „Es gab einen Stromausfall und ich konnte nicht mehr im Fernsehen und im Radio senden“, schreibt der Chef-Meteorologe von WINK Matt Devitt auf Facebook. Auf einem Video ist zu sehen, wie das Studio völlig im Dunklen liegt.

„Das war ohne Zweifel der stärkste Hurrikan in der Geschichte Südwestfloridas“, bilanziert der Wetterexperte. Er geht davon aus, dass die schlimmste Welle überstanden wäre.

„Sturmflut und Überschwemmungen durch Hurrikan Ian haben die Sendung von WINK News unterbrochen“, heißt es auf der Webseite des Senders. Der Strom ging kurz vor 17 Uhr aus, aber das Team hätten noch eine Zeit lang auf Facebook gesendet.

„Wir sind wie alle anderen“, sagte Tom Doerr, Direktor für lokale Nachrichten und Inhalte bei WINK News. „Wir haben die gleichen Schwierigkeiten wie alle anderen.“

Hurrikan „Ian“ trifft Florida mit voller Wucht: Schneise der Verwüstung befürchtet – Flut-Video geht viral

Update vom 29. September, 6.34 Uhr: Hurrikan „Ian“ traf am Mittwochnachmittag (Ortszeit) auf den US-Bundesstaat Florida und sorgte für heftige Winde, Regen und Sturmfluten. Wetterexperten rechnen mit „katastrophalen Überschwemmungen“, wie CNN berichtete. Eine Anwohnerin der Stadt Bonita Springs teilte am Mittwoch ein Video auf Twitter, das die schnell steigenden Wassermassen in dem Küstenort zeigte. Der Besitzer der im Video geborgenen Katze konnte laut der US-Zeitung Washington Post noch nicht ermittelt werden, das Tier kam inzwischen bei seinem Retter unter.

Hurrikan „Ian“ sorgt für Sturmfluten und Überschwemmungen

Update vom 29. September, 6.05 Uhr: Der Wirbelsturm „Ian“ hatte sich auf dem Weg nach Florida zwar abgeschwächt, dennoch war ein mehr als hundert Kilometer breiter Landstreifen heftigen Unwettern ausgesetzt. In der Nacht zum Donnerstag befand sich der Sturm den Experten zufolge rund 110 Kilometer südlich von Orlando. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Regen durch Straßen peitschte, von Autos nur die Dächer aus den Fluten herausragten und Trümmer durch die Luft flogen.

„Ian“ dürfte in die Liste der fünf schwersten Hurrikans in Florida kommen, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Die Sturmfluten erreichten zum Teil eine Höhe von rund 3,5 Metern, so Ron DeSantis. Wetterexperten befürchteten, dass sie in der Spitze mehr als fünf Meter hoch werden könnten.

Inzwischen hat der Sturm die niedrigste Stärke eins von fünf erreicht, die Gefahr bleibt dennoch beträchtlich. Das Hurrikan-Zentrum des Nationalen Wetterdienstes in den USA erwartet demnach am Donnerstagabend (Ortszeit) heftige Regenfälle und „katastrophale Überschwemmungen“ mit „rekordverdächtigen Flussüberschwemmungen“, wie CNN am Donnerstagmorgen deutscher Zeit berichtete. Die Experten warnten bis zum Ende der Woche auch vor beträchtlichen Überschwemmungen in Nordflorida, sowie in Teilen der US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina. Der Direktor des Nationalen Hurrikanzentrums, Ken Graham, betonte, es werde nach dem Eintreffen an Land vermutlich 24 Stunden dauern, bis der Wirbelsturm über Florida hinweggezogen sei.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte die Bevölkerung in seinem Bundesstaat zuvor auf schwere Schäden durch den nahenden Hurrikan „Ian“ vorbereitet. „Dies ist ein großer, starker Sturm“, sagte DeSantis am Mittwochmorgen in der Hauptstadt Floridas, Tallahassee. „Er wird eine Menge Schaden anrichten“, warnte er. Die nächsten ein bis zwei Tage würden „sehr hässlich“, bis der Wirbelsturm über Florida hinweggezogen sei, sagte der republikanische Politiker voraus. „Das wird eine harte Strecke.“

„Ian“ zählt mit Geschwindigkeit von 240 km/h zu stärksten Hurrikans an der Westküste Floridas

Update vom 28. September, 22.49 Uhr: Hurrikan „Ian“ traf mit einer Windgeschwindigkeit bis zu 150 mph, umgerechnet etwa 240 Kilometern pro Stunde, in Florida aufs Land. Wie der CNN-Meteorologe Brandon Miller berichtet, handelt es sich bei „Ian“ damit zusammen mit Hurrikan „Charley“ aus dem Jahr 2004 um den stärksten Hurrikan, der an der Westküste Floridas an Land ging. Beide Stürme hatten demnach die gleiche Windstärke.

Mittlerweile sind laut Poweroutage.us in Florida mehr als eine Million Menschen ohne Strom. Weitere große Schäden sind zu erwarten, denn der Wasserstand steigt in vielen Städten an der Westküste Floridas weiterhin an. Dabei wurden hinsichtlich der Hochwasser-Daten, die bis ins Jahr 1965 in Florida zurückreichen, nun in mehreren Orten neue Rekordwerte an Wasserpegeln gemessen. Darunter ist beispielsweise die Stadt Fort Myers.

Hurrikan Ian Florida, USA: A section of the causeway leading to Sanibel in Lee County was knocked out by Hurrican
Hurrikan „Ian“ hat eine Brücke – den Sanibel Island Causeway“ zerstört. © Tampa Bay Times/imago

Florida: Aufnahmen zeigen Überflutungen im Südwesten nach Hurrikan „Ian“

Update vom 28. September, 21.04 Uhr: Während der Hurrikan „Ian“ in Florida weiter wütet, werden die ersten Folgen des Sturms im Collier County, dessen Verwaltungssitz Naples ist, deutlich. So wurden unter anderem einige Parkhäuser an der Küste mit Wasser überschwemmt, das bis zu den Autodächern reicht. Sheriff Kevin Rammbock aus Florida machte in einem Facebook-Video deutlich, dass trotz abnehmender Windstärke in der Gegend der Hurrikan noch nicht vorbei sei. Die Region im Südwesten Floridas erwarte nämlich noch immer die Sturmflut am Nachmittag (Ortszeit). „Und allem Anschein nach wird dies eine Sturmflut sein, mit der wir noch nie zu tun hatten“, sagte er in dem Video. ABC7 News veröffentlichte unterdessen ein Video der überfluteten Garagen auf Twitter:

Ein weiteres Twitter-Video von LX News zeigt außerdem Aufnahmen von stark überflutete Straßen, die offenbar aus der Stadt Naples stammen:

Unterdessen warnte der Gouverneur Ron DeSantis in einer Pressekonferenz am Mittwoch davor, dass die mehr als 200.000 gemeldeten Stromausfälle im Bundesstaat Florida nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ für das sind, was noch passieren wird, wenn der Sturm jeden Augenblick an Land geht. Darüber berichtete Fox News.

Hurrikan „Ian“: Aufnahmen von Sturmjäger zeigen heftige Orkanböen in Florida

Update vom 28. September, 19.50 Uhr: Aufnahmen von Reed Timmer, einem weiteren Sturmjäger in den USA, zeigen die Intensität des Hurrikans „Ian“ im Zentrum des Sturms, der gerade in Florida wütet. Auf Twitter veröffentlichte Timmer ein Video von Pine Island, der größten Insel an der Golfküste Floridas. Darauf zu sehen: Extreme Orkanböen, denen Palmen gerade so standhalten zu scheinen sowie starker Wellengang, der übers Ufer hinaustritt. Die Wellen treffen ein naheliegendes Gebäude, in dem sich der Sturmjäger aufzuhalten scheint.

Währenddessen haben die Behörden von Naples in Florida eine stadtweite Ausgangssperre verhängt, wie CNN berichtet. Der Hurrikan nähere sich der Küstenstadt im Südwesten des US-Bundesstaates rapide, die Sperre sei zum Wohle der Bevölkerung. „Auf den Straßen herrschen extrem gefährliche Bedingungen“, sagt er gegenüber dem Sender. Das National Hurricane Center meldet in der Region aktuell eine Windstärke von 180 Stundenkilometern.

Hurrikan „Ian“ breitet sich über Zentralflorida aus - Angst vor Sturmflut steigt

Update vom 28. September, 18:27 Uhr: Die Auswirkungen des Hurrikans in Florida nehmen aktuell konsequent zu. Laut PowerOutage.us waren zwischenzeitlich über 330.000 Kunden von einem Stromausfall betroffen.

In der Stadt Cape Cora an der Westküste des US-Staates Florida steigt währenddessen die Angst vor einer Sturmflut mit katastrophalen Folgen für die Region. Gegenüber dem Sender CNN teilte der Bürgermeister der Stadt mit, dass diese „die größte Auswirkung auf die Sicherheit von Menschenleben haben wird, und das ist sehr besorgniserregend“. Besonders, da die Stadt im Zentrum des Sturms liegt. Sollte diese eine Höhe von sechzehn bis achtzehn Fuß erreichen, wäre sie „definitiv katastrophal für das Gebiet“, sagt er weiter.

Der St. Pete Beach in St. Petersburg in Florida während des Hurrikans „Ian“.
Der St. Pete Beach in St. Petersburg in Florida während des Hurrikans „Ian“. © Gerardo Mora/Getty Images/AFP

Florida ist aktuell von Winden in Hurrikanstärke betroffen, die beginnen, sich landeinwärts über Zentralflorida auszubreiten, wie CNN weiter berichtet. Für die Städte Sarasota und Charlotte, ebenfalls an der Westküste Floridas, wurden für die nächsten zwei Stunden eine Warnung vor extremem Wind herausgegeben, die von einer „extrem gefährlichen und lebensbedrohlichen Situation“ spricht.

Update vom 28. September, 17.14 Uhr: Der Hurrikan kommt dem US-Bundesstaat Florida immer näher. Der südwestlich liegende Flughafen in Fort Myers meldete Sturmböen von fast 100 km/h.

Hurrikan „Ian“ erreicht inzwischen Windgeschwindigkeiten bis 250 km/h

Update vom 28. September, 13.13 Uhr: „Ian verstärkt sich schnell“ – nach jüngsten Daten des National Hurricane Centers beträgt die Windgeschwindigkeit inzwischen 250 km/h. Hurrikan „Ian“ erreicht damit fast Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala.

„Hurrikan Ian könnte katastrophale Sturmfluten, Winde und Überschwemmungen auf der Halbinsel Floridas verursachen“, teilt das National Hurricane Center mit. Der Wirbelsturm im Laufe des Mittwochnachmittags auf Land treffen.

„Das ist ein großer, großer Sturm. Es wird große Schäden geben, auch an der Infrastruktur. Auch der Strom wird ausfallen“, betont Floridas Gouverneur Ron DeSantis in einer Pressekonferenz. Er warnte die Bevölkerung, die Warnungen der örtlichen Behörden zu beachten und nicht nach draußen zu gehen, bis der Sturm vorbei ist.

Hurrikan-Alarm in Florida: TV-Moderator warnt drastisch – „Das können Sie nicht überleben“

Update vom 28. September, 10.41 Uhr: Hurrikan „Ian“ bewegt sich unerbittlich auf Floridas Küste zu. Floridas Gouverneur Ron DeSantis appelliert eindringlich an die Bevölkerung in Risikogebieten, sich dringend in Sicherheit zu bringen. „Das ist ihre letzte Chance.“ Zunächst ist zwar unklar, wie genau die Zugbahn des Hurrikans verläuft. Keiner sollte die aktuelle Situation auf die leichte Schulter nehmen. Das macht ein Moderator beim Sender Fox News mit drastischen Worten deutlich. Er gibt eine absolut düstere Prognose ab.

„Sehen Sie das? Melbourne, Daytona Beach den ganzen Weg bis nach Jacksonville“, erklärt ein Moderator beim Sender Fox News eine Grafik mit einer Prognose der Zugbahn des Hurrikans. Doch, was wäre, wenn sich der Hurrikan 20 Meilen (ca. 32 km) nach Westen bewegt, fragt er seine Zuschauer. Die Antwort liefert er gleich mit: „Alle von Ihnen sind tot. Das können sie nicht überleben. Es ist nicht möglich. Außer sie haben einfach sehr sehr viel Glück. Und Ihre Kinder werden auch sterben.“

Mit dem Kommentar „intensivste Wetterübertragung aller Zeiten“ teilt ein Nutzer diese düstere Prognose auf Twitter. Inzwischen ist der Clip über 6,8 Millionen mal angeklickt.

Stufe /KategorieWindstärke
Tropisches Tiefab 62 km/h
Tropischer Sturm63 – 118 km/h
Hurrikan Kategorie 1119 – 153 km/h
Hurrikan Kategorie 2154 - 177 km/h
Hurrikan Kategorie 3178 - 208 km/h
Hurrikan Kategorie 4209 - 251 km/h
Hurrikan Kategorie 5ab 252 km/h

Hurrikan „Ian“: 2,5 Millionen Menschen müssen Häuser verlassen

Update vom 28. September, 9.25 Uhr: „Das ist eine lebensgefährliche Situation“, teilt der US-Wetterdienst NOAA mit. Hurrikan „Ian“ ist der erste große Hurrikan, der dieses Jahr auf die Westküste Floridas trifft. Seine Zugbahn hat sich aktuell erneut etwas nach Osten verschoben, entfernt sich weiter von Tampa Bay und nähert sich Cape Coral, einem weniger dicht besiedeltem Gebiet.

2,5 Millionen Menschen sind aus ihren Häusern in Küstengebieten mit hohem Risiko geflohen, berichtet der Miami Herald. Der Wind drückt Wassermassen gegen die Küste. Mit bis zu vier Meter hohen Sturmfluten sei demnach zu rechnen. Heftige Niederschläge -teils 600 Liter Regen pro Quadratmeter – könnte es in Teilen Floridas geben. Der amerikanische Wetterdienst hat zudem eine Tornado-Warnung herausgegeben. Zwei Tornados haben schon Chaos an einem Flughafen in North Perry angerichtet. Mehrere Kleinflugzeuge sind beschädigt. Der internationale Flughafen in Miami bleibt bis auf Weiteres geöffnet. Mit ausgiebigen Regenfällen und starken Windböen macht sich der Hurrikan bereits bemerkbar.

Hurrikan „Ian“ steuert auf die Westküste Floridas zu. Seine aktuelle Zugbahn hat sich leicht verändert, doch das macht ihn nicht weniger gefährlich.
Hurrikan „Ian“ steuert auf die Westküste Floridas zu. Seine aktuelle Zugbahn hat sich leicht verändert, doch das macht ihn nicht weniger gefährlich. © National Hurricane Center

Hurrikan „Ian“ bewegt sich weiter auf Kurs nach Florida

Update vom 28. September, 6.19 Uhr: Hurrikan „Ian“ befindet sich aktuell über dem Golf von Mexiko, teilte der US-Wetterdienst mit. Der Hurrikan steuert weiter auf Florida zu, wie auf aktuellen Satelittenaufnahmen zu sehen ist.

„Ian“ wird eine lebensbedrohliche Sturmflut, katastrophale Winde und Überschwemmungen auf der Florida-Halbinsel verursachen, warnen die Behörden auf Twitter. Eine Sturmflutwarnung für die Lower Florida Keys wurde herausgegeben. Experten gehen davon aus, dass „Ian“ als Hurrikan der Kategorie 3 oder 4 auf Land treffen wird.

Update vom 27. September, 17.12 Uhr: Der gefährliche Hurrikan „Ian“ hat Kuba erreicht und dort Überschwemmungen und Schäden angerichtet. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern in der Stunde traf der Wirbelsturm am frühen Dienstag nahe der Ortschaft La Coloma im Westen der Karibikinsel auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Nach Kuba wurde das Sturmzentrum im nahe gelegenen US-Bundesstaat Florida erwartet.

Nutzer sozialer Medien berichteten aus den besonders betroffenen Gebieten im Westen Kubas von einer furchterregenden Nacht. Ein Video zeigte ein Haus, das bei starkem Regen überflutet wurde, weil das Dach fehlte. Auf Bildern waren überflutete Straßen und umgestürzte Bäume in mehreren Orten zu sehen.

Die Kommunikation mit den betroffen Menschen war eingeschränkt, nach Berichten im Staatsfernsehen fielen mancherorts der Internetzugang und die Telefonverbindung aus. Es wurde an die Solidarität appelliert, für die die Kubaner bekannt seien. Auch in der Hauptstadt Havanna machte sich der Sturm mit Regen und starkem Wind bemerkbar .Angesichts des allgemeinen Mangels an vielen Produkten und auch Dingen des Grundbedarfs konnten sich die Bewohner nur notdürftig vorbereiten. Viele Häuser in Kuba befinden sich zudem im Verfall und waren daher für einen Sturm schlecht gerüstet.

Hurrikan „Ian“ trifft in West-Kuba auf Land

Update vom 27. September, 10.55 Uhr: Mit Windböen um 205 km/h ist Hurrikan „Ian“ in West-Kuba auf Land getroffen.

Hurrikan „Ian“ trifft Kuba: Spitzenböen um 205 km/h – Florida evakuiert 300.000 Menschen

Florida hat inzwischen für die Einwohner von Tampa einen Evakuierungsbefehl erlassen. 300.000 Menschen sind davon betroffen. Andere Regionen und Städte werden in den nächsten Tagen folgen, warnen die Behörden. Die Lage könnte sich schnell verschärfen. Hurrikan „Ian“ hat in den vergangenen Stunden an Stärke gewonnen. Über den warmen Gewässern des Golfs von Mexikos könnte „Ian“ sich zu einem Hurrikan der Kategorie 4 entwickeln.

Hurrikan „Ian“ auf Kategorie 3 hochgestuft

Update vom 27. September, 7.51 Uhr: Hurrikan „Ian“ trifft bald auf in Kuba auf Land, twittert das National Hurricane Center der US-Wetterbehörde am Dienstagmorgen. Nach aktuellen Daten schätzen die Wetterexperten die Windgeschwindigkeit inzwischen auf 185 km/h – teils auch darüber. Damit entspricht „Ian“ einem Hurrikan der Kategorie 3.

Tropensturm „Ian“ entwickelt sich zum Hurrikan: Wirbelsturm nimmt Kurs auf Florida – Notstand ausgerufen

Erstmeldung vom 26. September 2022

Miami – Der US-Bundesstaat Florida ruft bereits den Notstand aus. Der tropische Wirbelsturm „Ian“ steuert auf die Küste zu. Dabei nimmt der Tropensturm deutlich weiter an Stärke zu. „Ian“ werde voraussichtlich am Montag zu einem Hurrikan und in der Folge weiter an Stärke gewinnen, teilt das US-Hurrikanzentrum (NHC) am Montag mit.

Hurrikan „Ian“: Diesen Kurs nimmt der Tropensturm

Wetterbehörden beobachten „Ian“ sehr genau. Es ist bereits der vierte Hurrikan in der Saison. Der Tropensturm wird zuerst Teile Kubas und Jamaika treffen. Zuvor hatte Tropensturm „Fiona“ in der Karibik für Verwüstung gesorgt.

„Ian“ bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 22 Kilometern pro Stunde, heißt es bei INSMET. Nach den Angaben der kubanischen Wetterbehörden erreicht der Tropensturm Windgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h. Das Sturmzentrum westlich der Cayman Islands steuert demnach auf die Insel zu.

In der Mitte der Woche wird der Hurrikan auf die Küste Floridas treffen, so das NHC in einer aktuellen Prognose. Das sorgt auch bei der Mondmission „Artemis“ für weitere Probleme.

US-Hurrikan-Zentrum warnt vor extremen Sturmfluten

Mit starkem Wind sowie heftigem Regen sei vor allem im westlichen Teil Kubas zu rechnen. Der Wasserstand könne dort auf bis zu gut vier Meter über dem normalen Wert ansteigen. Von Tropensturm-Bedingungen betroffen war demnach auch die Gegend um die Hauptstadt Havanna. Die zu erwartenden großen Regenmengen könnten Sturzfluten und Schlammlawinen in höher gelegenen Gebieten Kubas wie auch Jamaikas verursachen.

Hurrikan „Ian“: US-Präsident verschiebt Reise nach Florida

Mit schwerem Regen, Sturzfluten und Überschwemmungen sind den Angaben zufolge bis Mitte der Woche auch in Florida, zunächst in der Inselkette Florida Keys und dann auch weiter nördlich, zu rechnen. Der Gouverneur des südöstlichen US-Bundesstaates, Ron DeSantis, erklärte vorsorglich den Notstand und rief die Bevölkerung auf, Vorkehrungen zu treffen. US-Präsident Joe Biden, der am Dienstag zu einer Wahlkampfveranstaltung nach Florida reisen wollte, verschob den Trip wegen des Sturms. (ml/dpa)

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