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Corona-Isolation: RKI empfiehlt Verkürzung auf fünf Tage

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Von: Fee Halberstadt

Die Leitlinien der Corona-Isolation werden vom Robert-Koch-Institut angepasst: Nun wird eine Dauer von fünf Tagen empfohlen - ohne Freitestung.

Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte in der Nacht zum Dienstag (02. Mai) neue Leitlinien für die Corona-Isolation. Die Regel lautet nun, dass sich alle bei einer Corona-Infektion fünf Tage in eine Isolation begeben müssen. Zudem wird eine tägliche Testung nach dem fünften Tag dringend empfohlen. Solange dieser Test dann positiv bleibt, sollte jede Person freiwillig in Isolation bleiben. Somit ist das Freitesten jedoch nicht mehr vorgeschrieben.

Auch Kontaktpersonen wird empfohlen, ihre persönlichen Kontakte einzuschränken und sich täglich selbst zu testen oder sich testen zu lassen. Beschäftigte im Gesundheitswesen müssen vor Beendigung der Quarantäne mindestens 48 Stunden frei von Symptomen sein und frühstens am fünften Tag einen PCR- oder Antigen-Test durchführen. Ist dieser negativ, dürfen sie die Isolation verlassen. Daneben wurde in Hessen vergangenen Donnerstag (29. April) erneut die Corona-Regeln gelockert, was für viele Bürgerinnen und Bürger Erleichterungen mit sich bringt. Hier ist die Quarantäne-Regelung bereits auf fünf Tage verkürzt.

RKI empfiehlt fünf Tage statt sieben: Corona-Isolation kann demnächst kürzer ausfallen

Bislang hatten sich Corona-Infizierte in der Regel für sieben Tage isolieren und anschließend negativ testen müssen. Unter anderem Bayern und Sachsen hatten die bisherige verpflichtende Isolation von Infizierten bereits von zehn Tagen auf fünf Tage reduziert, wenn die Betroffenen 48 Stunden keine Symptome aufzeigen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich bereits vergangene Woche auf eine Neuregelung der Isolationsanordnung verständigt, wollten aber die RKI-Empfehlung abwarten.

Die RKI-Richtlinie könnte nun die Grundlage für eine bundesweite Vereinheitlichung der Isolations-Regeln bilden. (Symbolbild)
Die RKI-Richtlinie könnte nun die Grundlage für eine bundesweite Vereinheitlichung der Isolations-Regeln bilden. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

In den meisten Ländern gilt bislang nach wie vor die Regelung, dass die Isolation für Corona-Infizierte nach sieben Tagen durch Freitesten beendet werden kann. Ansonsten endet die Isolation nach zehn Tagen. Die RKI-Richtlinie könnte nun die Grundlage für eine von Ärztinnen und Ärzten geforderte erneute bundesweite Vereinheitlichung der Regeln bilden. Somit können noch bundesweite Änderungen vorgenommen werden. Aktuell sinken allmählich die Corona-Inzidenzen bundesweit - das RKI meldete am Dienstag (03. Mai) mehr als 113.000 Neuinfektionen. (fh/afp)

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