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Riesenansturm auf Loipen und Rodelpisten rund um Schotten

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Endlich Schnee: Viele Ausflügler suchten am Wochenende Erholung in den Wintersportzentren. Der untere Teil des Breungeshainer Hangs lockte zum Rodeln. Die Lifte waren nicht in Betrieb. © Stefan Weil

Wie erwartet hat es am Wochenende einen riesigen Ansturm von Wintersportlern in die Ausflugsgebiete um Hoherodskopf, Taufstein und der Herchenhainer Höhe gegeben.

Mitte Dezember hatte schon einmal für einige Tage Schnee gelegen. Danach folgten vier lange Wochen über Weihnachten und den Jahreswechsel mit milden Temperaturen, die eher an Frühling als an Winter erinnerten. Erst zu Beginn der vergangenen Woche läuteten die ersten Schneeflocken eine Wetterwende ein.

Schon am frühen Morgen begann am Sonntag die Anreise in die Ausflugsgebiete. Das führte dazu, dass sich die Parkkapazitäten schnell der Belastungsgrenze näherten.

Schon gegen elf Uhr meldete die Polizei Lauterbach, dass »in Kürze mit Sperrungen der Zufahrtsstraßen zu den Parkflächen der Hochlagen zu rechnen ist.« Die Ordnungsbehörde empfahl daher, Parkmöglichkeiten in unteren Bereichen anzusteuern und von hier aus das Plateau zu Fuß in Angriff zu nehmen.

Auf den Ausflugstrubel hatte sich die Stadt Schotten vorbereitet. »Wir haben in Absprache mit der Polizei, Hessen Mobil, der Stadt Ulrichstein und der Gemeinde Grebenhain verschiedene Maßnahmen vereinbart«, so Artur Ruppel, der Leiter der Ordnungsabteilung.

Diese betrafen eine gezielte Verkehrslenkung auf den drei Zufahrtsstraßen zum Hoherodskopf beziehungsweise Taufstein über Breungeshain, die Poppenstruth und aus Richtung Ilbes-hausen/Hochwaldhausen.

Flexible Sperre am großen Parkplatz

So wurde am großen Parkplatz oberhalb Breungeshains ab elf Uhr eine flexible Sperre eingerichtet. Christoph Gall und Dennis Östreich von der Freiwilligen Feuerwehr sperrten ab elf Uhr die Zufahrt hinauf zum Hoherodskopf und leiteten die ankommenden Ausflügler auf das Parkgelände an der Talstation des Langen Liftes.

»Je nachdem wie viele Fahrzeuge vom Hoherodskopf herunterkommen, lassen wir wieder andere hochfahren«, so Gall zur flexiblen »Ampelschaltung«.

Um die Mittagszeit war der Parkplatz am Lifteinstieg weitgehend besetzt. Die Besucher, in der Mehrzahl Familien, nutzten den Schlussteil des Abfahrtshangs, wobei allerdings nur Schlittenfahren angesagt war.

Der lange Lift stand nach wie vor still, wie auch der Rennwiesenlift direkt am Hoherodskopf. »Noch zu wenig Naturschnee«, lautete die Erklärung der Ski- und Rodelarena auf ihrer Internetseite.

Keine freie Durchfahrt hatten auch die Ausflügler, die über die Poppenstruth zum Hoherodskopf oder Taufstein anreisen wollten.

Hier hatte die Stadt Schotten vorübergehend eine Einbahnregelung eingerichtet für den abfahrenden Verkehr von dem Wintersportzentrum. So blieb den Ausflüglern nur der Weg von der Poppenstruth über Rudingshain zurück nach Schotten und von hier die Anfahrt zum Hoherodskopf über Breungeshain.

Zusätzlich gesperrt war auch am Potsdamer Platz die Zufahrt zum Hoherodskopf. Da dies aber nicht kontrolliert wurde, steuerten immer wieder Autofahrer die beiden großen Parkplätze auf dem Plateau an.

Entspannung am Nachmittag

Insgesamt führte die Verkehrslenkungsmaßnahme aber zu einer entspannten Situation, denn die von Wintersonntagen früherer Jahre bekannten langen Staus auf dem etwa 500 Meter langen Zubringer blieben aus.

Auch im Bereich der Parkflächen kam es zu keinerlei chaotischen Verhältnissen oder längeren Wartezeiten. Im Ernstfall wären hier Rettungskräfte ohne Probleme durchgekommen.

Wie die Parkplätze auf dem Hoherodskopf war auch der große Parkplatz am Taufstein bis auf den letzten Platz belegt. Hier sorgte zusätzlich eine große Skiveranstaltung des TGV Schotten für eine hohe Besucherfrequenz, ohne dass es auch hier zu längeren Stauungen kam.

Das Skilanglaufzentrum mit seinem frisch gespurten Loipennetz war stark ausgelastet. Neben den Wettkämpfern nutzten auch viele andere Skilangläufer und Skiwanderer die guten Bedingungen.

An der Taufsteinhütte und auf allen Waldparkplätzen waren die Parkmöglichkeiten ebenfalls ausgeschöpft, was einige Besucher dazu verleitete, ihre Gefährte in den Eingangsbereichen einiger Waldwege abzustellen.

Rekordverdächtig war das Besucheraufkommen am Sonntag trotzdem nicht, denn an den seitlichen Rändern der Straßen gab es noch Platz, was früher manchmal nicht mehr der Fall war.

Gegen 15 Uhr meldete die Polizei dann »eine deutliche Entspannung« der Parksituation auf dem Hoherodskopf, sodass die temporären Sperrungen wieder aufgehoben werden konnten. Die Abreise der vielen Wintersportler und Ausflügler zog sich noch bis in die frühen Abendstunden hin. Es war schon dunkel geworden, als immer noch Schlangen von Autolichtern auf dem Weg vom Hoherodskopf nach Schotten zu sehen waren.

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