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Kreis kurz vor Hotspot-Schwelle

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Vogelsbergkreis/Schotten (sw). 74 neue Corona-Infektionen meldete am Freitag das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises. Damit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreisgebiet auf 359,2. Das entspricht einem neuen Höchstwert. Gleichzeitig wurde der Hotspot-Schwellenwert von 350 erstmals überschritten.

In Schotten ist die Zahl aller Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 645 gestiegen. 49 aktive Fälle sind es aktuell. Das sind sieben mehr als am Vortag.

Die meisten aktiven Fälle weist die Kreisstadt Lauterbach mit 98 Infizierten auf, gefolgt von Schlitz (89) und Alsfeld (80). In Ulrichstein gibt es drei aktuelle Fälle, in Herb-stein 14 und in Grebenhain 15. In Alsfeld beträgt die Gesamtzahl der Corona-Fälle inzwischen 1037, in Lauterbach 1025 und in Schlitz 777.

Keine Maskenpflicht in Fußgängerzonen

Voraussichtlich am Sonntag wird der Hotspot-Schwellenwert im Vogelsbergkreis am dritten Tag über 350 liegen. Dadurch würde am Montag die Hotspot-Regelung des Landes Hessen in Kraft treten. In Sporthallen und weiteren Freizeitbereichen gilt dann die 2G-plus-Regel, ebenso in der Gastronomie im Innenbereich sowie bei touristischen Übernachtungen. Das bedeutet, Geimpfte und Genese müssen zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Für geboosterte Personen entfällt die zusätzliche Test- regelung.

Die Hotspot-Regelung mit grundsätzlich 2G im Außen- und 2Gplus im Innenbereich gilt für Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sowie im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich, unter anderem auf dem Sportplatz, in den Sporthallen, im Schwimmbad, in der Sauna, im Fitnessstudio, im Kino oder Theater, in Tierparks, in Spielhallen und Wettvermittlungsstellen, in Museen, Schlössern, Galerien und Gedenkstätten. Die Hotspot-Regeln treten erst dann außer Kraft, wenn das Land bekannt gibt, dass der Inzidenz-Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterhalb der Schwelle von 350 liegt.

Wie Landrat Manfred Görig (SPD) mitteilt, gebe es lediglich zwei Punkte, die die Kreise in Absprache mit den Kommunen per Allgemeinverfügung festlegen könnten. Zum einen ein Alkoholverbot an belebten Orten und Plätzen und zum anderen die Maskenpflicht in Fußgängerzonen. Der Vogelsbergkreis werde eine diesbezügliche Allgemeinverfügung nicht erlassen, da dies die Gegebenheiten nicht erforderten. Es gebe im Kreisgebiet keine belebten Fußgängerzonen. Generell könnten die Abstände im Freien eingehalten werden. Daher bestehe hier keine Notwendigkeit, Masken zu tragen. Was das mögliche Alkoholverbot betreffe, seien bisher von den Kommunen noch keine Orte genannt worden, für die eine solche Anordnung ausgesprochen werden müsste.

Die mögliche Beeinträchtigung der kritischen Infrastruktur durch die Ausbreitung der Omikron-Variante habe der Kreis im Blick. So habe es ein Gespräch des Rettungsdienstes mit Vertretern der drei Krankenhäuser gegeben, ebenso Treffen der Führungskräfte der Feuerwehren. Dabei seien Alternativen erarbeitet worden, wie bei einem gravierenden Personalausfall der Betrieb trotzdem aufrecht erhalten werden könnte.

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